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Facebook-Skandal Palantir bestreitet Kooperation mit Cambridge Analytica

Die Tech-Firma Palantir soll in den Datenskandal um Cambridge Analytica verwickelt sein. Doch das Start-up streitet eine Zusammenarbeit ab.
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Unternehmer wie Elon Musk löschen Facebook

San FranciscoIn einem Nebenstrang des Facebook-Datenskandals hat das geheimniskrämerische US-Start-up Palantir eine Zusammenarbeit mit der umstrittenen Cambridge Analytica dementiert. Allerdings habe ein Mitarbeiter auf eigene Faust Kontakte zu Cambridge Analytica gehabt, erklärte Palantir dem Finanzdienst Bloomberg am Mittwoch. „Wir untersuchen das und werden angemessene Maßnahmen ergreifen“, kündigte eine Sprecherin an.

Eine Verstrickung von Palantir hätte dem Skandal noch etwas an Brisanz hinzugefügt: Großaktionär der Firma ist Milliardär Peter Thiel, ein einsamer Unterstützer von US-Präsident Donald Trump im Silicon Valley. Er war zudem ein früher Geldgeber von Facebook und sitzt im Verwaltungsrat des Online-Netzwerks.

Palantir gilt als besonders gut darin, Muster in großen Datenbeständen zu finden. Die Firma, über die öffentlich sehr wenig bekannt ist, arbeitete nicht nur für Behörden wie die US-Ministerien für Verteidigung und Heimatschutz, sondern zum Beispiel auch an der Betrugsverhinderung bei der Bank JP Morgan mit.

Die Datenanalyse-Firma Cambridge Analytica, die unter anderem für das Wahlkampfteam von Donald Trump arbeitete, hatte sich auf unerlaubte Weise Informationen von Dutzenden Millionen Facebook-Nutzern beschafft, die eine Umfrage-App gesammelt hatte. Facebook erfuhr 2015 davon, gab sich aber mit der Zusicherung zufrieden, dass die Daten gelöscht worden seien. Die betroffenen Nutzer wurden nicht informiert - was jetzt nachgeholt werden soll.

Der Informant Christopher Wylie, dessen Enthüllungen den aktuellen Datenskandal auslösten, hatte am Dienstag vor britischen Abgeordneten gesagt, Palantir habe Cambridge Analytica bei der Entwicklung von Algorithmen mit Hilfe der Facebook-Daten geholfen. Das Start-up halte sich grundsätzlich von Wahlen oder politischen Kampagnen überall auf der Welt fern, betonte Palantir. Der Mitarbeiter habe mit Cambridge Analytica über seine private GMail-Adresse kommuniziert. Die Stellungnahme ließ offen, wie weit die Kontakte gingen.

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  • dpa
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