Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Facebook, Twitter, Instagram Wie soziale Netzwerke gegen den Hass kämpfen

In seinen Löschzentren kämpft Facebook gegen Hass, Gewalt und Propaganda im größten sozialen Netzwerk der Welt. Auch andere IT-Größen haben Probleme.
Kommentieren
Mitarbeiter im Kampf gegen Gewalt, Hass und Propaganda im größten sozialen Netzwerk der Welt. Quelle: dpa
Facebook-Löschzentrum in Berlin

Mitarbeiter im Kampf gegen Gewalt, Hass und Propaganda im größten sozialen Netzwerk der Welt.

(Foto: dpa)

Das Gebäude ist unscheinbar, die Fenster sind mit Sichtschutzfolie beklebt, rein kommt nur, wer einen Mitarbeiterausweis trägt. Das sogenannte Löschzentrum von Facebook im Essener Westviertel ist eine kleine Festung. Vor Ort machen 750 Mitarbeiter im Auftrag des größten sozialen Netzwerks der Welt Jagd auf alles, was nicht auf seiner Plattform stehen soll: Hass, Gewalt, Propaganda.

Facebook ist da nicht allein. Bei Google-Tochter Youtube sorgten islamistische Propagandavideos für einen Aufschrei von Öffentlichkeit und Werbewirtschaft. Auch der Kurznachrichtendienst Twitter ist bemüht, das Übel von seinen 280-Zeichen-Botschaften fernzuhalten. Zuletzt berichtete die „Washington Post“, dass der Konzern in den vergangenen zwei Monaten rund 70 Millionen Nutzerkonten gesperrt hat.

Die Plattform steht wie die Konkurrenz unter enormen Druck: Nicht nur Werbekunden verlangen ein sauberes Umfeld für ihre Reklame, auch die Politik fordert ein konsequenteres Vorgehen.

„Meinungsfreiheit bedeutet nicht viel, wenn die Menschen sich nicht sicher fühlen“, zitiert die „Washington Post“ Twitters stellvertretenden Sicherheitschef Del Harvey. Bei den gesperrten Nutzerkonten soll es sich auch um sogenannte Fake Profile handeln.

Dahinter stecken oft keine Menschen, sondern die sogenannten Social Bots. Tausende von ihnen werden zu einem Botnetz zusammengeschlossen, das meist nur von einer einzigen Person gesteuert werden kann. Die Maschinen-Profile können dann zum Beispiel dazu benutzt werden, Links oder Botschaften tausendfach zu verbreiten und Meinungen zu beeinflussen.

Massive Kritik an Twitter und Facebook

Auch Twitter musste sich mit der Kritik auseinandersetzen, nicht genug gegen die Einflussnahme russischer Aktivisten im US-Präsidentschaftswahlkampf unternommen zu haben. Die hatten versucht, mittels sozialer Netzwerke Spannungen zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen zu erzeugen. Twitter und Facebook mussten deshalb bereits vor einem Komitee des US-Repräsentantenhauses aussagen.

In Deutschland verpflichtet das Netzwerkdurchsetzungsgesetz die Konzerne zu einem schnelleren Durchgreifen gegen Hass oder Propaganda. Die Intensivierung der Maßnahmen wie jüngst bei Twitter dürften auch der Versuch sein, weiterer Regulierung vorzubeugen.

Startseite

Mehr zu: Facebook, Twitter, Instagram - Wie soziale Netzwerke gegen den Hass kämpfen

0 Kommentare zu "Facebook, Twitter, Instagram: Wie soziale Netzwerke gegen den Hass kämpfen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote