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Fahrdienstanbieter Microsoft steigt bei asiatischem Uber-Konkurrenten Grab ein

Microsoft investiert in den Fahrdienstvermittler Grab. Das eröffnet neue Geschäftsfelder und Chancen auf einen profitablen Börsengang in der Zukunft.
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Microsoft will die Grab-App in sein Büropaket Office integrieren. So sollen Fahrten mit dem Mailprogramm Outlook gebucht werden können. Quelle: dpa
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Microsoft will die Grab-App in sein Büropaket Office integrieren. So sollen Fahrten mit dem Mailprogramm Outlook gebucht werden können.

(Foto: dpa)

San Francisco Microsoft investiert in den asiatischen Uber-Konkurrenten Grab. Im Gegenzug wird der Fahrdienstvermittler die Cloud-Infrastruktur „Azure“ bei sich einführen.

Für Microsoft ist der Deal eine Investition in einen potenziellen Börsenkandidaten und eine Expansion im südostasiatischen Raum. Grab hingegen kann sich mit der Partnerschaft weitere Finanzmittel zur Expansion und zur Verteidigung gegen starke asiatische Konkurrenten sichern. Gleichzeitig kooperiert Grab so mit einem der Marktführer in den Bereichen künstliche Intelligenz und Maschinenlernen.

Nach unbestätigten Informationen der „Financial Times“ liegt die Investitionssumme bei gut 200 Millionen Dollar. Grab erklärte lediglich, die Summe sei „nicht korrekt“, nannte aber keine Details.

Grab, der Konzern mit Hauptquartier in Singapur, hatte zuletzt Schlagzeilen gemacht, als es die defizitäre Südostasien-Tochter des großen Wettbewerbers Uber übernommen hatte. Uber soll dafür 27,5 Prozent an Grab erhalten und kann die frei gewordenen Finanzmittel in die Sanierung anderer defizitärer Märkte stecken. Die Übernahme ist offiziell, aber noch nicht endgültig abgeschlossen.

„Wir sind fasziniert von den Unternehmen, die im asiatisch-pazifischen Raum entstehen“, erklärte Peggy Johnson, leitende Vizepräsidentin bei Microsoft, in einem TV-Interview. 2018 ist ein Jahr der starken Expansion für Grab, nachdem auch Toyota und andere Investoren bereits zwei Milliarden Dollar in das Unternehmen investiert hatten.

Laut der Investitionsdatenbank CB Insights aus New York ist Grab mittlerweile mit sechs Milliarden Dollar finanziell gut ausgestattet. Nach Reuters-Informationen steht auch der japanische Technologie-Großinvestor Softbank vor dem Einstieg mit angeblich 500 Millionen Dollar. Gegenüber dem US-Sender CNBC erläuterte Grab-Präsident Ming Maa, sein Ziel sei die Aufnahme von drei Milliarden Dollar Risikokapital bis Ende des Jahres.

Für Microsoft ist die Investition ein wichtiger Schritt im asiatischen Markt. So wird die Grab-App in das Microsoft-Büropaket Office integriert und Fahrten werden sich dann mit dem Mailprogramm Outlook buchen lassen. Ein wichtiger Anreiz für Firmenkunden, die dann später zum Beispiel auch direkt die Abrechnung der Fahrten und Spesen in Microsofts Cloud-Software vornehmen könnten.

Die Verbindung aus Maschinenlernen, künstlicher Intelligenz und Diensten wie Grab ist ein Kernelement von Microsofts strategischer Ausrichtung. Auf der Microsoft-Konferenz „Ignite“ in Chicago hatte Microsofts CEO Satya Nadella noch einmal die extreme Bedeutung von Cloud und Maschinenlernen für sein Unternehmen und die gesamte Wirtschaft betont und eine „Demokratisierung“ der künstlichen Intelligenz angekündigt. Sie soll, zum Beispiel durch Verbindung mit der Cloud, auch für kleine Unternehmen einfacher einsetzbar werden.

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