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Fernsehgruppe Mediaset-Anleger stimmen für Konzernumbau

Mit dem Votum spitzt sich der Streit zwischen dem italienischen Medienunternehmen und Vivendi zu. Die Franzosen haben rechtliche Schritte angekündigt.
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Das Unternehmen soll umgebaut werden. Quelle: AFP
Mediaset-Zentrale

Das Unternehmen soll umgebaut werden.

(Foto: AFP)

Monzese Die italienische Fernsehgruppe Mediaset hat ihren Konzernumbau auf den Weg gebracht und damit den Streit mit dem französischen Großaktionär Vivendi verschärft. Die Anteilseigner gaben am Mittwoch auf einer außerordentlichen Hauptversammlung grünes Licht für die neue Mediaset-Dachgesellschaft Media For Europe (MFE).

Demnach gehen die von der Familie des früheren italienischen Regierungschefs Silvio Berlusconi kontrollierte Mediaset und die spanische Mediaset Espana Comunicacion in einer niederländischen Holding auf. Auch die Aktionäre von Mediaset Espana votierten für die Fusion. Vivendi sieht in den Plänen jedoch eine Verletzung der Interessen von Minderheitsaktionären und hat rechtliche Schritte gegen die Entscheidung angekündigt.

Das vom französischen Milliardär Vincent Bollore kontrollierte Vivendi hat bei Mediaset einen Stimmrechtsanteil von 9,99 Prozent. Weitere 19,2 Prozent der Vivendi-Anteile liegen beim Treuhandfonds Simon Fiduciaria, dem Mediaset allerdings die Stimmabgabe verweigerte.

Vivendi verurteilte dieses Vorgehen. Die Franzosen halten auch einen Anteil an Mediaset Espana von einem Prozent. Insidern zufolge sollte Mediaset noch im Laufe des Tages den Kauf von Mediaset-Espana-Aktien im Wert von bis zu 100 Millionen Euro beschließen.

Mediaset-Chef Pier Silvio Berlusconi zeigte sich zuversichtlich, dass Vivendi seine Widerrufrechte nicht ausübe und den knapp zehn prozentigen Anteil verkauft. Wenn es dennoch so käme, wären andere Investoren bereit, einzuspringen, sagte der Sohn des Ex-Ministerpräsidenten vor Journalisten.

Die Italiener haben zuletzt auch verstärkt beim deutschen Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 um eine Beteiligung bei der neuen Dachgesellschaft geworben, mit der man die Abwanderung von Nutzern zu Videoanbietern wie Netflix und Amazon Prime bremsen will.

Doch das Management um ProSiebenSat.1-Chef Max Conze reagierte bisher zurückhaltend auf die Avancen. Mediaset war im Mai mit 9,6 Prozent bei den Münchnern eingestiegen.

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  • rtr
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