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Fernsehkonzern RTL geht weiter auf Einkaufstour in Osteuropa

Europas größter Fernsehkonzern RTL Group baut seine Marktanteile in Osteuropa weiter aus. Nach Kroatien hat RTL nun auch in Ungarn zugeschlagen und will dort große Senderfamilien aufbauen.
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RTL-Chef Gerhard Zeiler will mit den Übernahmen in den Ländern den Grundstein für große Senderfamilien legen. Quelle: dpa

RTL-Chef Gerhard Zeiler will mit den Übernahmen in den Ländern den Grundstein für große Senderfamilien legen.

(Foto: dpa)

Frankfurt Nach Kroatien baut Europas größter Fernsehkonzern RTL Group nun seine Position in Ungarn aus. RTL kaufe der ungarischen Firma IKO sieben PayTV-Kanäle sowie eine Beteiligung von 31 Prozent am dortigen TV-Marktführer RTL Klub ab, teilte die Bertelsmann-Tochter am Donnerstag mit. Die Luxemburger, die bereits zwei Drittel an RTL Klub gehalten hatten, bringen den Sender damit so gut wie komplett unter ihre Kontrolle. Einer mit dem Deal vertrauten Person zufolge zahlte RTL dafür insgesamt 160 Millionen Euro an die Ungarn. RTL wollte keine Angaben zum Preis machen.

Vor wenigen Tagen hatte RTL bereits die Minderheitsaktionäre bei seinem kroatischen TV-Sender herausgekauft. RTL-Chef Gerhard Zeiler will mit den Übernahmen in den Ländern den Grundstein für große Senderfamilien legen, ähnlich wie die Gruppe sie bereits in Deutschland mit RTL, RTL 2, Vox, SuperRTL und n-tv betreibt. „Die in dieser Woche verkündeten Transaktionen haben eine wichtige Sache gemeinsam: sie geben uns mehr Flexibilität, um noch stärkere Senderfamilien aufbauen zu können“, schrieb er in einer internen Mail an seine Mitarbeiter.

Finanziell fallen die Käufe für das Unternehmen mit 5,6 Milliarden Euro Jahresumsatz nicht ins Gewicht. Vergangenes Jahr wies die Kroatien-Tochter 38 Millionen Euro Umsatz aus und RTL Klub 105 Millionen Euro.

  • rtr
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