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Finanzierungsrunde Burda macht Mutterkonzern von Kleiderkreisel zum Einhorn

Das Münchner Medienunternehmen hat einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag in die Kleiderkreisel-Mutter Vinted investiert. Circular Economy gilt als neuer Trend.
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Circular Economy ist im Trend. Quelle: Beacon's Closet
Second-Hand-Kleidung

Circular Economy ist im Trend.

(Foto: Beacon's Closet)

Düsseldorf Circular Economy heißt der Trend, der alten Kleidern wieder neues Leben einhaucht. Ausrangierte Mode landet nicht im Müll, sondern wird wiederverkauft. Früher in kleinen Second-Hand-Läden, heute über große Onlineplattformen wie Kleiderkreisel oder Mamikreisel.

Das Münchner Medienunternehmen Burda sieht darin eine lukrative Investition und hat seinen Firmenanteil an Vinted, dem Mutterkonzern von Kleiderkreisel, diese Woche erhöht. Es ist mittlerweile mit einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag in Vinted investiert. Das teilte das Unternehmen am Donnerstagmorgen mit.

Burdas Wachstumskapitalarm Burda-Principal Investments ist seit 2015 in Vinted, Europas größten internationalen Online-Marktplatz für Second-Hand-Mode und -Accessoires, investiert. Das Medienhaus („Bunte“, „Focus“) hat auch an der jüngsten Eigenkapitalrunde teilgenommen, die dem Händler 128 Millionen Euro einbrachte und von dem neuen Investor Lightspeed Venture Partners angeführt wurde. Der Unternehmenswert von Vinted liegt jetzt bei mehr als einer Milliarde Euro. Damit zählt das Unternehmen zu den sogenannten Unicorns (Einhörnern).

„Vinted hat eine führende Plattform für eine ,Circular Economy‘ geschaffen, die es Millionen von Verbrauchern auf dem gesamten europäischen Kontinent ermöglicht, ihrer Kleidung ein zweites Leben zu schenken“, sagte Martin Weiss, Burda-Vorstand und Mitglied im Board von Vinted.

Das Unternehmen wurde 2008 in Litauen gegründet. Seit der letzten Finanzierungsrunde im August 2018 ist die Markenbekanntheit der Kleiderkreisel-Mutter deutlich gestiegen, der Umsatz hat sich nach eigenen Angaben in den letzten 17 Monaten vervierfacht. „Für 2019 wird ein Bruttowarenumsatz von 1,3 Milliarden Euro für Vinted erwartet“, sagt Thomas Plantenga, Geschäftsführer von Vinted.

Vintage-Mode weltweit zur ersten Wahl machen

Vinted ist in heute in elf europäischen Märkten vertreten, darunter Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Polen, Litauen, Tschechien, Spanien, Österreich, Belgien, Luxemburg und den Niederlanden. Aktuell arbeiten rund 300 Beschäftigte für das Unternehmen. Der Markt in Europa für Second-Hand-Mode wird auf 13 Milliarden Euro geschätzt. Vinteds Ziel ist klar: Das Unternehmen will Vintage-Mode weltweit zur ersten Wahl machen.

„Der Markt für Second-Hand-Mode erlebt eine rasante Entwicklung: Verbraucher auf der ganzen Welt wollen ihre Kaufentscheidungen zunehmend bewusst und nachhaltig treffen“, erklärt Plantenga, der seit 2016 Geschäftsführer von Vinted ist.

Damals steckte das Unternehmen in einer Krise – erst ein Strategieschwenk brachte den nötigen Umsatz. „Wir haben drastische Veränderungen vorgenommen, um drei einfache, aber wichtige Ziele zu erreichen: die Nutzer glücklich zu machen, Mehrwert zu schaffen und weniger Kosten zu verursachen“, erzählte Plantenga im November 2019 in einem Interview. In Europa hat das Unternehmen laut Plantenga mehr als 23 Millionen Mitglieder in elf Ländern.

Mit dem frischen Geld aus der jüngsten Investitionsrunde will Plantenga vor allem die Technologie stärken. Man wolle „mit Investitionen in neueste Technologien das Angebot für unsere Kunden noch besser machen“, sagte der Geschäftsführer. „Die jüngste Finanzierungsrunde kommt daher direkt unseren Mitgliedern zugute durch Verbesserungen im Bereich Produkt, Technologie, Support und Sicherheit.“

Mehr: Mittelständische Nobelmarken müssen heute ebenso sinnstiftende wie individuelle Produkte anbieten. Auch Nachhaltigkeit ist für Kunden immer wichtiger.

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