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Firmen nutzen Netzwerke Warum Facebook 100 Milliarden wert ist

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Vorzeigefirmen in der Netzwelt

Die Wall Street setzt darauf, dass dieses Geschäftsmodell den Siegeszug durch alle Branchen antreten wird. Auch deshalb hat Goldman Sachs 1,5 Milliarden Dollar investiert, um sich drei Prozent der Anteile an Facebook zu sichern.
Wo Mark Zuckerberg ist, wollen inzwischen alle hin: Freunde suchen in der virtuellen Welt von Facebook frühere Schulkameraden. Politiker forschen nach ihren Wählern. Und deutsche Unternehmen vermarkten dort ihre Produkte, fahnden nach künftigen Mitarbeitern, lassen ihren Kundendienst ausschwärmen und nutzen die Plattform für Pressemitteilungen.

Doch dabei stoßen die Firmen oft auf jemanden, mit dem sie zuvor in dieser Heftigkeit selten konfrontiert wurden: den ungezügelten Kunden, der auch vor schlimmster Schmähkritik nicht zurückschreckt. Denn an der Tastatur, das wissen die Psychologen, sind die Menschen in der Regel hemmungsloser als am Telefon.

Das verunsichert viele Unternehmen. "Schaut man genau hin, dann erkennt man sogar eine deutsche Unsicherheit bei sozialen Netzwerken", sagt Michael Schipper, Digitalexperte und Vorstand der Agentur BBDO Proximity. "Ich habe in diesem Zusammenhang oft das Wort ,German Angst' gehört."

Nicht zuletzt deshalb zieht Social-Media-Berater Thomas Knüwer eine zurückhaltende Zwischenbilanz: "Es gibt in Deutschland wenig Unternehmen, die es richtig gut machen."

Dabei ist Social Media inzwischen zum Modewort auf jeder Vorstandsetage geworden. "Kunden würde es heute verwundern, wenn wir ihnen eine Kampagne präsentieren, in der keine Social-Media-Elemente enthalten sind", sagt Digitalexperte Schipper.
Tino Kühnel, Manager für innovatives Marketing bei BMW, bestätigt das: "Social Media ist ein essenzieller Teil der Online-Markenführung geworden, ein fester Bestandteil des Kommunikationsmixes und insofern unverzichtbar."

Der Premiumautobauer gilt bislang als eines der wenigen Vorzeigebeispiele in der deutschen Netzwelt. Konsequent hat der Konzern seinen Weg ins Netz vorbereitet, indem er zunächst eine eigene Abteilung für Innovationsmarketing einrichtete, die für Social Media verantwortlich ist. So gilt die Social-Media-Kampagne, die 2008 die Markteinführung des BMW-Geländewagens X1 begleitete, bis heute als lehrbuchhaft: Filme im Netz sorgten schon vor der offiziellen Präsentation für viel Gesprächsstoff unter den Netznutzern. Als BMW das neue Modell im Autosalon in Paris vorstellte, übertrug das Unternehmen die Premiere online und verknüpfte sie mit weiteren Social-Media-Aktivitäten. Die Experten stimmten überein: Das gesamte Konzept war ein Riesenerfolg und förderte den Absatz des Geländewagens.

Social-Media-Guidelines für Mitarbeiter
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