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Folgen des Mindestlohns Zeitungsverleger sehen Tausende Jobs in Gefahr

Die deutschen Zeitungsverlage befürchten die Auswirkungen des Mindestlohns. Die Kosten beliefen sich auf 220 Millionen Euro, die Sonderregelungen für Zusteller reichten nicht aus, so der Bundesverband der Verleger.
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Zeitungskiosk: Laut Bundesverband der Verleger können zwei Millionen Haushalte in Deutschland bald nicht mehr kostendeckend mit Zeitungen beliefert werden. Quelle: dpa

Zeitungskiosk: Laut Bundesverband der Verleger können zwei Millionen Haushalte in Deutschland bald nicht mehr kostendeckend mit Zeitungen beliefert werden.

(Foto: dpa)

Dortmund Die Kritik am Mindestlohn reißt auch nach der Billigung durch den Bundesrat nicht ab. Bundesweit seien die Jobs von 16.000 Zeitungszustellern in Gefahr, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger, Dietmar Wolff, den „Ruhr Nachrichten“. Die für die Zusteller ausgehandelten Übergangsregelungen griffen viel zu kurz.

Bei der Umstellung auf das Stundenlohn-Prinzip drohe „ein Bürokratiemonster“, sagte Wolff weiter. Die Verlage stünden ab 2017 vor einer jährlichen Mehrbelastung von 220 Millionen Euro. „Das führt dazu, dass zwei Millionen Haushalte in Deutschland nicht mehr betriebswirtschaftlich sinnvoll mit Zeitungen beliefert werden können.“

Gut eine Woche nach dem Bundestag hatte der Bundesrat am Freitag die Neuregelung gebilligt. Damit müssen ab dem kommenden Jahr bundesweit 8,50 Euro pro Stunde gezahlt werden. Ausnahmen gibt es für Jugendliche, Langzeitarbeitslose und Praktikanten. Sonderregelungen werden für Zeitungszusteller und Saisonarbeiter eingeführt. Einzelne Branchen dürfen bis Ende kommenden Jahres von den 8,50 Euro abweichen.

  • afp
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