Foxconn Apple-Zulieferer baggert an Sharp

Im Rennen um den angeschlagenen Elektronik-Konzern Sharp zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab. Bisher hatte der japanische Staatsfonds INCJ die Nase vorn. Aber nun hat Apple-Zulieferer Foxconn nachgelegt.
Um seine Übernahmepläne zu konkretisieren, habe Foxconn-Gründer Terry Gou Vertreter der japanischen Regierung getroffen, berichtet ein Insider. Quelle: Reuters
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Um seine Übernahmepläne zu konkretisieren, habe Foxconn-Gründer Terry Gou Vertreter der japanischen Regierung getroffen, berichtet ein Insider.

(Foto: Reuters)

TokioDer Apple-Zulieferer Foxconn treibt einem Insider zufolge seine Pläne zur Übernahme des angeschlagenen Elektronik-Konzerns Sharp voran. Nach dem Gebot von mehr als 600 Milliarden Yen (4,7 Milliarden Euro) habe das Unternehmen mit Sitz in Taiwan nun auch den Erhalt der Arbeitsplätze zugesichert, sagte eine mit den Verhandlungen vertraute Person. Damit könnte es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Foxconn und dem japanischen Staatsfonds INCJ geben. Sharp lehnte eine Stellungnahme ab, bei Foxconn war zunächst niemand zu erreichen.

Um seine Übernahmepläne zu konkretisieren, habe Foxconn-Gründer Terry Gou Vertreter der japanischen Regierung getroffen, berichtete der Insider weiter. INCJ habe aber immer noch die Nase vorn, hieß es in Unternehmenskreisen. Berichten zufolge will der Staatsfonds Sharps LCD-Sparte mit dem Rivalen Japan Display verschmelzen, bei dem er der führende Anteilseigner ist.

Von Plasmaclustern und Teemaschinen
Smartphones
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Sharp liefert nicht nur Displays an Apple, sondern baut auch selbst Smartphones. Mit Super-Zeitlupe, Sharps bestem Display und manchmal wasserdichtem Design treten sie vor allem mit dem iPhone in Konkurrenz, sind aber auch dort unterlegen. 

Tablets
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Sharp hat bereits eine lange Tablet-Geschichte, stellte sich aber oft selbst ein Bein. Als das Unternehmen seinen ersten iPad-Konkurrenten auf den Markt brachten, bestanden die Macher darauf, dass es sich nur um einen farbigen eBook-Reader handele. Das Gerät war kein Erfolg. Auch das neue AQUOS PAD SH-05G dürfte ein Nischenprodukt bleiben

Plasmacluster
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Ein Hit des japanischen Herstellers sind Luftreiniger, die durch die Ionisierung von Luft Staub binden und Viren töten sollen und so zum Beispiel in Krankenhäusern eingesetzt werden können. Es gibt sie als Standgeräte, eingebaut in Klimaanlagen oder auch mobile Ionenschleudern für den Schreibtisch oder zum Umhängen um den Hals.

Solarzellen
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Bevor der Solarboom in Deutschland begann, waren die Japaner mal einer der größten Solarzellenhersteller der Welt. Inzwischen rangiert der Konzern unter ferner liefen. Und die einst gefeierte Pioniersparte ist ein weiterer Mühlstein um Sharps Hals. Im Bild ist ein Arbeiter in einer Sharp-Fabrik in Sakai im Westen Japans zu sehen.

Fernsehgeräte
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Das größte Problem ist zugleich Sharps größter Erfolg: Der Pionier der Flach-TVs hat den Preiskampf gegen südkoreanische und chinesische Hersteller verloren.

Haushaltsgeräte
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Sharp ist in Japan auch ein wichtiger Hersteller von Haushaltsgeräten. Kombinierte Mikrowellen-Backofen-Herde zum Stellen der Healsio-Reihe sind ein Bestseller. In Japan gibt es kaum eingebaute Öfen, sondern sie werden nachträglich in den Küchenschrank gestellt. Im Bild Sharps Staubsaugerroboter „Cocorobo“.

Teemaschine
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Die Japaner haben von Nestlés Kaffeemaschine gelernt. Mit den Kaffeekapseln für die Nescafé-Maschinen verdienen sich die Schweizer dumm und dösig. Sharp will ähnliches nun mit einer Maschine für grünen Tee kopieren. 

Es ist bereits das dritte Mal in nicht einmal vier Jahren, dass für Sharp ein Rettungspaket geschnürt werden muss. Wie andere ehemals erfolgsverwöhnte japanische Firmen aus der Branche hat auch Sharp in den vergangenen Jahren kräftig Marktanteile etwa an Apple und Samsung verloren.

  • rtr
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