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Fragwürdige Erhebung ZDF richtet Chaos bei Publikumswahl an

Bei Sendungen wie „Deutschlands Beste“ des ZDF, die herausragende Persönlichkeiten würdigt, bietet sich Publikumsbeteiligung an. Blöd nur, wenn verschiedene Abstimmungen durcheinander gehen. Das ZDF räumt nun Fehler ein.
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Ach, ist das alles schön hier: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft freut sich mit Sportlerin Rosi Mittermaier über ihre gute Platzierung. Nur: Wie die zustande kam, ist rückblickend fragwürdig. Quelle: dpa

Ach, ist das alles schön hier: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft freut sich mit Sportlerin Rosi Mittermaier über ihre gute Platzierung. Nur: Wie die zustande kam, ist rückblickend fragwürdig.

(Foto: dpa)

MainzDas ZDF hat bei dem Ranking seiner Show „Deutschlands Beste!“ nach eigenen Angaben unsauber gearbeitet. Ergebnisse aus einem Online-Voting des Senders und einer repräsentativen Umfrage seien vermischt worden. „Dieses Vorgehen war methodisch unsauber und somit falsch“, sagte ZDF-Showchef Oliver Fuchs am Dienstag in Mainz. Das ZDF verzichtet bei der Sendung künftig auf Internet-Voting und setzt nur noch auf repräsentative Befragungen.

Vor den Shows am 2. und 3. Juli dieses Jahres hatte es eine Online-Abstimmung des ZDF, einen Leseraufruf der TV-Zeitschrift „Hörzu“ und eine Umfrage des Instituts Forsa gegeben. Der Mainzer Sender hatte nach eigener Darstellung dann aber entschieden, das Online-Voting vom Mai nicht in die Rangliste für die Shows einfließen zu lassen, weil es von Fangruppen stark beeinflusst gewesen sei.

Am Dienstag wurde laut ZDF jedoch klar, dass sich Ergebnisse der eigenen Online-Abstimmung mit denen von Forsa vermischt hatten. „Dafür entschuldige ich mich bei unseren Zuschauern, den Teilnehmern der Sendung und bei allen, die abgestimmt haben“, sagte Fuchs.

In Blogs der NDR-Sendung „Zapp“ und des Journalisten Stefan Niggemeier war vor der ZDF-Mitteilung vom Dienstag dem Sender vorgeworfen worden, nur die Forsa-Umfrage berücksichtigt zu haben.

Die Funke Mediengruppe („Hörzu“) bezeichnete es wiederum als „höchst befremdlich“, dass die Stimmen ihrer Leser überhaupt nicht ins endgültige Ergebnis eingeflossen seien. Sie prüfe mögliche rechtliche Schritte.

  • dpa
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