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Frequenzen Mobilfunkauktion bringt dem Staat 4,4 Milliarden Euro

Die bislang größte Mobilfunkauktion in Deutschland ist gestern mit Geboten von 4,4 Mrd. Euro nach knapp sechs Wochen zu Ende gegangen. Der Erlös liegt damit am unteren Rand der Erwartungen, die zwischen drei und acht Mrd. Euro lagen.
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Techniker bei der Installation einer UMTS-Antenne. Quelle: ap

Techniker bei der Installation einer UMTS-Antenne.

(Foto: ap)

DÜSSELDORF. Wie erwartet ist E-Plus bei den besonders begehrten Frequenzen, die bislang von Fernsehsendern genutzt wurden, leer ausgegangen. Diese TV-Kapazitäten strahlen so weit, dass weniger Antennen beim Netzaufbau nötig sind. 3,6 Mrd. Euro entfallen allein auf die sechs Frequenzblöcke der TV-Sender, der kleine Rest auf die übrigen 35 Blöcke.

„Wir sind mit dem Ausgang zufrieden“, sagte ein E-Plus-Sprecher dennoch. Das Unternehmen habe jetzt doppelt so viele Mobilfunk-Kapazitäten wie vor der Auktion und habe deutlich weniger Geld ausgegeben als die übrigen Bieter. „Das Geld steht uns jetzt für den Netzaufbau zur Verfügung“, heißt es bei E-Plus.

Die TV-Frequenzen sind durch die Umstellung von analoger auf digitale Technik frei geworden und heißen im Fachjargon deshalb digitale Dividende. In der Auktion reichte sie aber nur für drei der vier Mobilfunker. Ziel der Käufer ist, damit ein flächendeckendes Netz für mobile Daten für das Internet auf dem Handy aufzubauen.

Bereits im Vorfeld hatten Experten erwartet, dass E-Plus der wahrscheinliche Verlierer beim Kampf um die TV-Kapazitäten sein würde, weil die Mutter KPN weniger finanzstark ist als die drei anderen Mobilfunker, die Telekomtochter T-Mobile, Vodafone und die Telefónica-Tochter O2.

KPN hat zwar vor der Auktion erklärt, man wolle sich nicht auf ein Wettbieten einlassen, während der Versteigerung aber erklärt, dass der Konzern einen der sechs TV-Blöcke ersteigern wolle. Das hätte zwar nicht für den Aufbau eines bundesweiten Datennetzes ausgereicht, denn dafür sind zwei Blöcke nötig. Hätte O2 aber den anderen Block ersteigert, hätten die beiden kleinen deutschen Anbieter miteinander kooperieren können.

Zwar können die zwei Kleinen trotzdem noch eine Partnerschaft eingehen. Die Verhandlungsposition von E-Plus ist ohne eigene TV-Frequenzen aber deutlich schlechter, als wenn sie in der Auktion zum Zug gekommen wären.

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