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Für Netzausrüster aus dem Ausland ist der Einstieg in China leichter möglich China rüstet für neue Mobilfunktechnik

Nach längerem Zögern treibt nun auch China die Mobilfunktechnik der dritten Generation (3G) voran, die in Europa unter dem Kürzel UMTS in Betrieb ist. Die Regierung in Peking will vermutlich im Sommer die ersten Lizenzen vergeben. Die neuen Multimedia-Handys könnten damit zum Jahresende in den Handel kommen.
  • Andreas Hoffbauer (Handelsblatt)

PEKING. Mobilfunkbetreiber wie China Mobile, Netzausrüster wie Siemens und Handyhersteller wie Nokia wittern ein Milliardengeschäft: China ist mit 350 Mill. Nutzern der größte Mobilfunkmarkt der Welt. Allein dieses Jahr sollen 58 Mill. neue Nutzer hinzukommen – soviel Einwohner hat Großbritannien. Und selbst dann werden zwei Drittel der Chinesen, fast eine Milliarde Menschen, noch ohne Handy sein.

Die neue Technik, die eine schnellere Datenübertragung ermöglicht, wird nach Ansicht von Experten bei den spielfreudigen Chinesen großen Anklang finden. Nach einer Studie des Informationsministeriums werden im Jahr 2010 bereits 200 Mill. Chinesen die neuen 3G-Handys benutzen. Der Umsatz soll dann allein umgerechnet elf Mrd. Euro betragen.

Für Mobilfunkgesellschaften wie T-Mobile oder Vodafone ist der chinesische Markt jedoch durch eine hohe Mauer aus Regularien fast unbetretbar. Zwar können sie bis zu 25 Prozent an einem Telekom-Joint-Venture in China übernehmen, doch die ausländischen Investition seien bislang sehr gering, so die EU-Handelskammer in Peking. „Das liegt aber nicht an mangelndem Interesse, wie das Ministerium gern erklärt, sondern eher an den restriktiven bürokratischen Hürden“, heißt es einem Papier der Kammer.

Trotz WTO-Beitritt zeigt China wenig Ambitionen, den Markt zu öffnen. So sollen die 3G-Lizenzen nicht versteigert, sondern von der Regierung kostenlos vergeben werden – nach eigenem Ermessen. Alle sechs staatlich kontrollierten Telekomfirmen haben sich um eine Lizenz beworben. Da es aber nur drei oder vier Eintrittskarten zur 3G-Zukunft geben wird, wird es zur Konsolidierung und zu neuen Partnerschaften am Markt kommen.

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