Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Fusion mit Freenet verzögert sich Mobilcom muss warten

Die geplante Fusion des norddeutschen Mobilfunkanbieters Mobilcom und seiner Internet-Tochter Freenet verzögert sich weiter. So will der Landgericht Kiel erst am 20. Juni über das Freigabeverfahren entscheiden. Zuletzt war Ende Mai geplant. „Wir haben zu diesen Termin eine mündliche Verhandlung anberaumt“, sagt der zuständige Richter dem Handelsblatt.

lip HAMBURG. Fraglich ist aber, ob und wann eine Eintragung der Fusion im Handelsregister erfolgt. Denn sollte die Entscheidung für Mobilcom ausfallen, können die Anfechtungsgegner gegen das Urteil Beschwerde vor dem Oberlandesgericht (OLG) einlegen. Das Freigabeverfahren ist wichtig, damit die beiden Gesellschaften trotz vorliegender Anfechtungsklagen verschmelzen können. Mobilcom-Chef Eckhard Spoerr hatte zuletzt gehofft, dass die Fusion noch im 1. Halbjahr erfolgt. Ein Mobilcom-Sprecher erklärt: „Wir freuen uns auf den Termin.“ Mobilcom und Freenet wollen seit einem Jahr fusionieren, um eine schlagkräftigere Einheit zu bilden. Dienstag nächster Woche will Mobilcom die Bilanz vorstellen.

Analysten zweifeln zunehmend, ob die Verschmelzung überhaupt zu Stande kommt. „Wir schließen ein Scheitern des Verschmelzungsprozesses nicht mehr aus“, meint Jochen Reichert, Analyst bei der Hamburger SES Research. Als Grund nennt er weitere Gerichtsverfahren. So seien unter anderem noch Anfechtungsklagen bei Freenet vor dem Landgericht in Hamburg anhängig. Sie würden den Konzern blockieren. „Solange die Fusion nicht vollzogen werden kann, ist es aus unserer Sicht für Mobilcom und Freenet faktisch unmöglich, weitere Akquisitionen durchzuführen“, meint Reichert. Er hat die Mobilcom-Aktie dennoch weiterhin zum „Kauf“ empfohlen.

Startseite