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Fußball Sky verliert die Rechte an der Champions League – ZDF wieder dabei

Schwerer Rückschlag für Sky: Bei der Vergabe der Austragungsrechte für die Champions League ab der Saison 2021/22 ging der Pay-TV-Sender leer aus.
12.12.2019 Update: 12.12.2019 - 10:43 Uhr Kommentieren
Die Königsklasse könnte künftig nicht mehr bei Sky laufen. Quelle: AFP
Schwere Grätsche

Die Königsklasse könnte künftig nicht mehr bei Sky laufen.

(Foto: AFP)

Berlin Ab der Saison 2021/22 ist die Fußball-Champions-League fast nur noch im Internet zu sehen. Der Bezahlsender Sky konnte sich mit der Europäischen Fußball-Union nach knapp 20-jähriger Zusammenarbeit nicht auf eine weitere Kooperation einigen. Das bestätigte Sky am Donnerstag. Das Angebot der Münchener für die künftigen Live-Senderechte der Fußball-Champions League der Uefa habe keine Berücksichtigung gefunden.

Damit verliert das Pay-TV-Unternehmen nach 20 Jahren eines ihrer wichtigsten Rechte. Europäischer Spitzenfußball war ein Klassiker im Programm, der von der Saison 2021/22 an fehlen wird. Das vorher schier Undenkbare wird mit einem Mal Wirklichkeit: Die Streaming-Plattformen DAZN und Amazon Prime übernehmen die Übertragungen aus den Arenen Europas komplett – dank immenser Gebote, die bei weit über 300 Millionen Euro pro Jahr liegen dürften.

Die Champions-League-Endspiele werden von 2022 bis 2024 dagegen wieder im ZDF zu sehen sein und damit wieder im frei empfangbaren Fernsehen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus Verhandlungskreisen.

Neben den Rechten der Champions League vermarktete die Uefa auch die Europa League sowie die neue und 2021 erstmals ausgespielte Europa Conference League. In der aktuellen Ausschreibung war nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur auch ein Paket enthalten, das nur das Finale enthält und nur von Free-TV-Anbietern ersteigert werden konnte. Ein Endspiel mit deutscher Beteiligung muss laut Rundfunkstaatsvertrag zwingend und immer im frei empfangbaren Fernsehen zu sehen sein.

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    Mit der neuen Rechtevergabe müssen sich die Fußball-Fans dennoch umgewöhnen. Insbesondere die TV-Zuschauer, die über Kabel und Satellit die Spiele verfolgt haben, benötigen nun eine schnelle Internetverbindung. Damit zeichnet sich der Trend immer mehr ab, nachdem sich zuletzt die Telekom die Rechte für die EM 2024 in Deutschland gesichert hatte. Auch wird der Markt zunehmend unübersichtlicher. Der Fußball-Fan benötigt immer mehr Abonnements, um alle Spiele sehen zu können.

    Schadensbegrenzung bei Sky

    Am Dienstag hatte Amazon als neuer Mitspieler seinen Einstieg in die Königsklasse von der Saison 2021/2022 bekanntgegeben. Demnach wird das Topspiel des Dienstagabends ausschließlich beim Streamingdienst des US-Internetriesen zu sehen sein. Nach dem Verkauf des ersten Rechtepakets ging es in eine neue Bieterrunde – und in der der standen vor allem die derzeitigen Rechteinhaber Sky und DAZN unter Druck.

    Am Sky-Standort München gilt das Prinzip der Schadensbegrenzung. Man rechne immer mit allen Optionen, auch mit dem Schlimmsten, heißt es im Umfeld des Unternehmens. Intern habe man sich aus betriebswirtschaftlichen Gründen eine bestimmte Höchstsumme gesetzt. Das frei werdende Geld werde in andere Sportrechte oder in Fiction-Angebote investiert, auch in Eigenproduktionen.

    Carsten Schmidt, der zum Jahresende scheidende CEO, erklärt, dass man sich „bis zum letzten Moment des Prozesses intensiv“ um die Verlängerung der Rechte bemüht habe. Aber man habe „eine ökonomisch klare und verantwortungsbewusste Sicht auf den Wert von Sportrechten.“ Auch im Sinne der eigenen Kunden sei Sky nicht bereit gewesen, „über den hohen Wert, den wir diesem Recht beimessen, hinaus zu gehen.“

    Offenbar sind die Milliardäre Leonard Blavatnik von DAZN und Jeff Bezos von Amazon bereit, strategische Preise zu zahlen, um an Kunden und Daten zu kommen. Sky bleibt jetzt nur, auf Sublizenzen zu hoffen.

    Und das Duell ist mit der Vergabe der Champions-League-Rechte noch nicht vorbei: Auch bei der in der ersten Jahreshälfte anstehenden Neuvergabe der Rechte für die Fußball-Bundesliga treten DAZN und Amazon gegen Sky an.

    Mehr: Bei „Amazon Prime“ zeigt der Onlinehändler ab 2021 die Top-Fußballspiele live. Es könnte der Beginn einer großen Angriffswelle auf die Sportübertragungsrechte sein.

    • dpa
    • jj
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