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Galaxy Note 7 Warum Samsung die Notbremse zieht

Herber Rückschlag für Samsung im Wettkampf mit Apple: Die Südkoreaner stoppen den Verkauf ihres neuen Flaggschiffs Galaxy Note 7 wegen Explosionsgefahr beim Akku. Was Kunden jetzt wissen müssen.

Verkaufsstop: Brandgefahr beim Galaxy Note 7

SeoulIn den ersten Testberichten erzielte das neue Riesen-Smartphone von Samsung, das Galaxy Note 7, noch Bestnoten. Doch es tauchten auch kurz nach der Auslieferung der ersten Geräte in Südkorea und China Berichte zu massiven Problemen auf.

Warum ruft Samsung das Galaxy Note 7 zurück?

Bei einigen Geräten bestand Feuergefahr beim Aufladen des Akkus. Laut Samsung gab es 35 Vorfälle, bei denen sich das Galaxy Note 7 extrem erhitzt hatte. Das ist weniger als ein Promille der bislang ausgelieferten Geräte.

Was weiß man zu den Ursachen der Brandgefahr?

Nach Angaben von Samsung verursacht ein fehlerhafter Akku die Probleme. Die Südkoreaner beziehen die Batterien von verschiedenen Herstellern. Daher sind nicht alle Geräte davon betroffen.

Drohnen und Dröhnung auf der IFA
Samsung Gear S3
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Samsung will sich mit zwei neuen Smartwatch-Modellen im Markt der Wearables und Computeruhren behaupten. Zum Auftakt der IFA stellte der Konzern die Gear S3 Frontier (l.) und die Gear S3 Classic vor. Sie sollen verschiedene Nutzergruppen ansprechen. Während die Frontier als leistungsfähiger und robuster Begleiter für Abenteurer und Entdecker gedacht sei, setze Samsung bei der etwas kleineren Classic auf Eleganz und klassische Uhren-Optik.

(Foto: AP)
Notebook Acer Swift 7
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Als dünnstes Notebook der Welt bewirbt Acer für sein Modell Swift 7. Das Flaggschiff der neuen Swift-Serie ist mit gerade einmal 1100 Gramm ein echtes Leichtgewicht und kaum 10 Millimeter dick. Zu haben ist es ab Ende September zum Preis von 1299 Euro. (Foto: pr)

Roller-Navi TomTom Vio
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Ein Navi speziell für Rollerfahrer stellt TomTom in Berlin vor. Das Vio wird mit Hilfe eines Smartphones gesteuert und soll Roller-Fahrern die Navigation ohne Ablenkung ermöglichen.

(Foto: dpa)
Volle Dröhnung auf die Ohren
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Der Lautsprecher-Anbieter Libratone zeigt auf der IFA die ersten kleinen Ohrhörer für das iPhone mit Unterdrückung von Umgebungsgeräuschen. Der Ohrhörer Q Adapt wird an Apples digitale „Lightning“-Buchse angeschlossen, über die das iPhone zum Beispiel auch aufgeladen wird.

Hoverboard von Nilox
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Ein Hoverboard für Menschen, die gern abseits der Wege fahren, stellt Nilox in Berlin vor. Das „Doc Off Road“ soll sich mit seinen 10-Zoll-Rädern besonders gut für holpriges Gelände eignen. Wer den Fahrspaß bei Höchstgeschwindigkeiten um 10 km/h genießen will, muss rund 550 Euro hinblättern.

OLED-Fernseher von Metz
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Gestochen scharfe Bilder, dazu dünnere und leichtere Bildschirme verspricht die OLED-Technologie, die auch in diesem Jahr zu den TV-Trends auf der IFA zählt.

(Foto: dpa)
Drohe Inspire von DJI
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Die IFA geht in diesem Jahr in die Luft: Verschiedene Drohnen-Hersteller zeigen ihre aktuellen Geräte. DJI, Marktführer bei Drohnen für Konsumenten, ist unter anderem mit seinem Modell Inspire vertreten.

(Foto: dpa)

Warum greift Samsung zu einer so massiven Rückholaktion?

Der Konzern betont, die Sicherheit seiner Kunden habe höchste Priorität. Deshalb wolle man das Galaxy Note 7 austauschen. Der Hinweis auf fehlerhafte Akkus erklärt allerdings nicht, warum das komplette Geräte ausgetauscht werden muss. Experten spekulieren nun, ob die lokalen Reparaturwerkstätten nicht genügend Kapazitäten haben, den Akku-Tausch vorzunehmen. Außerdem ist der Akku-Tausch bei dem wasserdichten Gehäuse kein ganz banaler Vorgang.

Kann es weitere Ursachen für die Brandgefahr geben?

Ja, auch eine fehlerhafte Ladeelektronik könnte eine extreme Überhitzung verursachen. Es gibt allerdings keine konkreten Indizien für weitere Fehlerursachen.

An wen sich Kunden wenden können

Was bedeutet die Rückrufaktion für Kunden in Deutschland?

Hierzulande dürften noch nicht viele Anwender ein Samsung Galaxy Note 7 in den Händen halten. Samsung hatte zuerst Kunden in Südkorea und China beliefert. Rund 400.000 Geräte sollen dort ausgeliefert worden sein. In Deutschland wollten die Mobilfunkprovider und Händler eigentlich an diesem Freitag mit dem Verkauf des „Phablets“ starten. Vorbesteller dürfen eventuell schon am Donnerstag beliefert worden sein.

Vom Technik-Knochen zur Wunder-Flunder
Nokia Communicator 9000
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Der Pionier der Smartphone-Ära: Im Jahr 1996 – über zehn Jahre vor dem ersten iPhone – stellte Nokia auf der Cebit in Hannover den „Communicator“ vor. Das rund 2700 Mark teure und gut 400 Gramm schwere Gerät wurde als „Büro im Westentaschenformat“ angepriesen. Eine der wichtigsten Funktionen: Der aufklappbare Communicator konnte Faxe senden und empfangen. Außerdem gab es einen elektronischen Kalender, ein digitales Adressbuch und einen Taschenrechner.

(Foto: dpa)
Nokia N-Gage
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Lange vor Angry Birds und Pokémon Go experimentierte auch Nokia mit einer Mischung aus Handy und Spielkonsole: 2003 kam das N-Gage auf den Markt. Das erste echte Spiele-Handy des finnischen Konzerns machte zwar viele Schlagzeilen, fand aber nicht so viele Käufer. Nur wenige Entwickler schrieben Spiele für den Mini-Bildschirm, zudem war das Gerät nicht gerade billig. Geradezu absurd: Um Spiele auszutauschen, musste man den Akku herausnehmen. Nokia stellte die Serie später ein.

(Foto: dpa)
Blackberry-Modelle
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Die Ära der frühen Business-Smartphones prägte die Firma Blackberry: Die Kanadier brachten Anfang der 2000er Jahre die ersten Handys auf den Markt, mit denen telefoniert und E-Mails empfangen werden konnten. Charakteristisch bis heute: Die physikalische Tastatur der Smartphones (auch wenn Blackberry inzwischen reine Touchscreen-Geräte anbietet).

(Foto: AFP)
Steve Jobs mit dem ersten iPhone
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Nokia, Blackberry, Motorola: Sie alle wurden kalt erwischt von der Präsentation, die Steve Jobs im Januar 2007 hielt: Der damalige Apple-Chef versprach dem Publikum gleich drei Geräte in einem: einen Musikplayer mit Touch-Bedienung, ein revolutionäres Telefon und einen grundlegend neu konzipierten Internet-Kommunikator. Das iPhone betrat die Bühne und sollte den Markt grundlegend umkrempeln. Apples Konkurrenten hatten noch Jahre später große Schwierigkeiten, eine angemessene Antwort zu geben.

(Foto: Reuters)
Das HTC Dream (G1) mit Android-Betriebssystem
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Nur Google mit seinem damaligen Chef Eric Schmidt war gut vorbereitet. Schmidt saß seit 2006 auch im Verwaltungsrat von Apple und hatte wohl mitbekommen, in welche Richtung sich der Zukunftstrend im Mobilfunk bewegen wird. Schon im Sommer 2005 hatte Google das Start-up Android übernommen, um eine Steuerungssoftware für Kameras zu entwickeln. Doch nach der iPhone-Premiere wurde das Projekt neu ausgerichtet. Im Oktober 2008 kam mit dem HTC Dream das erste Android-Smartphone auf den Markt.

(Foto: Reuters)
Smartphone Galaxy Note von 2012
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Neben Google kann sich Samsung als Gewinner des danach einsetzenden Android-Booms fühlen. Im ersten Quartal 2012 lösten der südkoreanische Konzern Nokia als weltgrößten Mobiltelefonhersteller ab. Der langjährige Marktführer war mit seinem eigenen Betriebssystem nicht gegen iOS von Apple oder Android von Google angekommen.

(Foto: AFP)
Microsoft kauft Handy-Geschäft von Nokia
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Schließlich trat der Software-Riese Microsoft im April 2014 als Retter in der Not auf und kaufte die Handy-Sparte von Nokia für knapp 9,5 Milliarden Dollar. Doch der Deal konnte die Nokia-Smartphones nicht vor dem Untergang bewahren: Nach einer Serie von schlechten Quartalsergebnissen wurde die Sparte vom neuen Microsoft-Chef Satya Nadella fast vollständig abgewickelt. Den Namen Nokia ließ Microsoft schon vorher verschwinden.

(Foto: Reuters)

An wen kann man sich als betroffener Kunde wenden?

Von Samsung gibt es bislang keine spezielle Website zur Abwicklung des Austausches. Besitzer eines Galaxy Note 7 sollten sich deshalb an den Händler wenden, von dem sie das Gerät erhalten haben. Der britische „Guardian“ berichtet unter Berufung auf Samsungs Mobile-Chef Koh Dong-jin, dass es bis zu zwei Wochen dauern wird, bis Ersatzgeräte bereitstehen. Bis dahin werden alle Lieferungen sozusagen unter Quarantäne gestellt.

Wie schwer schadet eine spektakuläre Rückrufaktion dem Geschäft von Samsung?

Die Investoren von Samsung nahmen die Aktion halbwegs gelassen hin. Die Samsung-Aktie hatte zuvor schon mit einem leichten Rückgang auf erste Gerüchte zu den Batterie-Problemen reagiert. Dass man im Prestige-Wettstreit mit Apple wenige Tage vor der erwarteten Ankündigung eines neuen iPhone-Modells solche Negativ-Schlagzeilen produzieren muss, dürfte die Samsung-Manager aber schon mächtig ärgern. Langfristig tragen allerdings Rückrufaktionen häufig zur Stärkung einer Marke bei, weil Verbraucher anerkennen, dass Unternehmen Verantwortung für ihre Produkte übernehmen.

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  • dpa
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