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Geheimverträge Ausgewählte Unternehmen haben von Facebook mehr Daten bekommen als bekannt ist

Einem Bericht zufolge soll Facebook offenbar Spezialverträge mit bestimmten Firmen gehabt und Nutzerdaten weitergegeben haben.
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Ein Facebook-Schriftzug an der Börse in New York. Nach Medienberichten hat das Unternehmen 2015 Geheimverträge mit einer kleinen Gruppe von Unternehmen unterhalten und ihnen länger und mehr Daten geliefert als dem Rest seiner Kunden und Entwickler. Quelle: AP
Facebook-Schriftzug an der Wall Street

Ein Facebook-Schriftzug an der Börse in New York. Nach Medienberichten hat das Unternehmen 2015 Geheimverträge mit einer kleinen Gruppe von Unternehmen unterhalten und ihnen länger und mehr Daten geliefert als dem Rest seiner Kunden und Entwickler.

(Foto: AP)

San FranciscoEigentlich hatte Facebook 2015 die Datenweitergabe an Drittunternehmen und Programmentwickler schon unterbunden. Aber das galt wohl doch nicht für alle Unternehmen.

Wie das Wall Street Journal unter Berufung auf Gerichtsdokumente und Informanten berichtet, gab es für bestimmte Kundengruppen Spezialverträge, die ihnen nicht nur für eine nicht genau bekannte Zeit weiter Zugang zu den Daten der Facebook-Nutzer ermöglichte. Darüber hinaus sollen diesen Unternehmen auch noch Informationen über die Freunde der Nutzer zugänglich gemacht worden sein.

Wie eingeweihte Personen laut WSJ bestätigten, hätten die Unternehmen teilweise sogar Telefonnummern von Freunden über den sogenannten „friend link“ erhalten. Diese Messzahl gibt an, wie eng Personen auf Facebook miteinander interagieren. Zu den begünstigten Kunden hätten unter anderem die Royal Bank of Canada und Nissan Motor gehört.

Die Enthüllungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Facebook wegen der laxen Überwachung seiner Plattform und der Freizügigkeit der Herausgabe von Nutzerdaten unter massivem Druck steht.

Vorstandschef und Mitgründer Mark Zuckerberg musste sich vor dem US-Kongress in Washington und dem Europaparlament in Brüssel zu den Vorgängen rund um die Datenweitergabe an das britische Unternehmen Cambridge Analytica rechtfertigen und darlegen, was er gegen politische Manipulationen und „Fake News“ unternehmen werde. Vor dem Kongress hatte er unter anderem ausgeführt, die Daten der über 2,2 Milliarden Nutzer seien seit 2015 geschützt gewesen.

Erst vergangene Woche musste Zuckerberg dann einräumen, dass es Datenteilungsvereinbarungen auch mit rund 60 Smartphoneherstellern gegeben habe. Der jüngste Skandal betraf rund 14 Millionen Nutzer direkt: Ein Softwarefehler hatte ihre Einträge auf der Plattform für alle einsehbar gemacht, obwohl sie eigentlich privat sein sollten.

Ein Facebook-Sprecher erklärte gegenüber dem WSJ, man habe mit „einer kleinen Zahl“ von Unternehmen Verträge abgeschlossen, meist um neue Funktionen zu testen oder den Unternehmen die Möglichkeit zu geben, bestehende Daten-Teilungsprojekte geordnet zurückzufahren. Einige Vereinbarungen hätten Wochen, andere Monate gedauert. Mit Ende 2015 sei diese Praxis aber beendet gewesen.

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