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Geldgeber gesucht Asiens Technologieriesen wollen bei Olympus einsteigen

Samsung, Sony und Panasonic - die großen Technologieunternehmen Asiens haben Interesse an einer Beteiligung bei Olympus. Der Kamera- und Medizingerätehersteller steckt mitten im Bilanzskandal und braucht Geld.
12.01.2012 Update: 12.01.2012 - 14:02 Uhr Kommentieren
Olympus sucht einen Geldgeber - und hat jede Menge Interessenten. Quelle: AFP

Olympus sucht einen Geldgeber - und hat jede Menge Interessenten.

(Foto: AFP)

Tokio/Seoul Potenzielle Geldgeber rennen dem skandalumwitterten Kamera- und Medizingerätehersteller Olympus die Türen ein. Alle Technologiekonzerne Asiens scheinen Interesse an einer Beteiligung oder Kooperation zu haben. Samsung erwägt einer dem Unternehmen nahestehenden Person zufolge eine Allianz mit den Japanern. Demnach haben die Südkoreaner allerdings kein Interesse an der Verluste schreibenden Kamerasparte - der Elektronikriese hat ein Auge auf das Geschäft mit Medizintechnik geworfen, wo Olympus den Löwenanteil verdient.

Laut der Zeitung „Asahi“ ist Samsung auch bereit, mit einem Minderheitsanteil bei Olympus einzusteigen. Da tritt der weltgrößte Smartphonehersteller allerdings gegen seine größten japanischen Rivalen Sony und Panasonic sowie gegen Fujifilm und den japanischen Hersteller von Medizingeräten Terumo an, die sich ebenfalls für eine Beteiligung in Stellung bringen.

Olympus benötigt dringend frisches Kapital in Höhe von rund 1,3 Milliarden Dollar und sucht deshalb „Asahi“ zufolge nach einem Investor. Schon im kommenden Monat wolle der Konzern über eine Zusammenarbeit entscheiden. Die Japaner wollten sich dazu nicht direkt äußern. Es hieß lediglich, dass verschiedene Optionen geprüft würden und noch nichts feststehe. Olympus hatte vor einigen Wochen eingeräumt, in den vergangenen Jahren 1,7 Milliarden Dollar falsch verbucht zu haben. Dabei wurden Verluste aus Wertpapiergeschäften als Kosten für Beratungen und Firmenzukäufe ausgewiesen.

Es handelt sich um einen der größten Bilanz-Skandale in der Geschichte Japans. Seit der Betrug im Oktober durch den Ex-Chef Michael Woodford öffentlich gemacht wurde, hat Olympus etwa 40 Prozent Marktwert verloren.

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    Für die Elektronikindustrie ist der rasante Fall des einst ehrwürdigen Konzerns ein gefundenes Fressen. Schon lange versuchen die Unternehmen ihre Anteile in der lukrativen Medizingeräte-Branche auszubauen. Samsung hat es sich zum Ziel gesetzt, in diesem Bereich ein weiteres Standbein aufzubauen. Erst im November hatten die Südkoreaner die US-Firma Nexus gekauft, die im Gesundheitswesen tätig ist.

    Auch Sony und Panasonic wollen stärker in diesen Bereich vorstoßen. Die Medizingeräte-Firma Terumo hält bereits einen kleinen Anteil an Olympus. Eine stärkere Zusammenarbeit mit dem Endoskope-Wettbewerber Fujifilm dürfte hingegen nach Einschätzung von Experten schwierig werden. Olympus und Fujifilm hätten zusammen einen Marktanteil von 80 Prozent, was die Kartellaufsicht auf den Plan rufen dürfte. Während sich Sony, Fujifilm sowie Terumo nicht zu dem „Asahi“-Bericht äußern wollten, wies Panasonic ein Interesse zurück, brachte damit die Gerüchte aber nicht zum verstummen.

    Olympus hat eingeräumt, in den vergangenen Jahren 1,3 Milliarden Euro falsch verbucht zu haben. Dabei wurden Verluste aus Wertpapiergeschäften als Kosten für Beratungen und Firmenzukäufe ausgewiesen. Es handelt sich um einen der größten Bilanz-Skandale in der Geschichte Japans. Die Aktien von Olympus haben infolge des Skandals deutlich an Wert verloren. Am Donnerstag legten die Papiere 3,5 Prozent zu.

    • rtr
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