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Georg-von-Holtzbrinck-Preis für Wirtschaftspublizistik Blockchain, Altenpflege, VW in Brasilien – Qualitätsjournalismus in Frankfurt ausgezeichnet

Der Holtzbrinck-Preis gibt Anlass zur Bestandsaufnahme der Branche. Nicht nur der Journalismus wird angegriffen, oft sind es Journalisten selbst.
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Vier Preise, vier Themen: eine mit Fotos und Videos unterstützte Reportage, ein Multimediabeitrag, eine klassische Reportage und ein Fernsehbeitrag – das macht die Vielfalt der Medienlandschaft deutlich. Quelle: BOSTELMANN / BILDFOLIO  für Handelsblatt
Georg von Holtzbrinck Preis für Wirtschaftspublizistik

Vier Preise, vier Themen: eine mit Fotos und Videos unterstützte Reportage, ein Multimediabeitrag, eine klassische Reportage und ein Fernsehbeitrag – das macht die Vielfalt der Medienlandschaft deutlich.

(Foto: BOSTELMANN / BILDFOLIO für Handelsblatt)

FrankfurtVier Preise, vier Themen: Mit der Ausbeutung von Frauen, der neuen Technik der Blockchain, den Problemen in der Altenpflege und der Aufarbeitung der Beziehungen zwischen Volkswagen und der Diktatur in Brasilien werden komplexe und schwierige Sachverhalte angesprochen.

Vier Preise, vier Formen: eine mit Fotos und Videos unterstützte Reportage, ein Multimediabeitrag, eine klassische Reportage und ein Fernsehbeitrag – das macht die Vielfalt der Medienlandschaft deutlich.

Wenn Journalistenpreise verliehen werden, geht es um die Qualität der Beiträge. Aber zugleich spiegeln diese Veranstaltungen die gesamte Branche wider – ihre großen Themen, ihre Veränderungen in der Art, wie sie Inhalte präsentieren. Außerdem geben sie Anlass zur Reflexion: Wo steht der Journalismus heute? Wohin entwickelt er sich?

Handelsblatt-Chefredakteur Sven Afhüppe sagt bei der Verleihung des Georg-von-Holtzbrinck-Preises für Wirtschaftspublizistik in Frankfurt: „Das ist kein leichtes Jahrzehnt.“ Damit meint er nicht nur, dass das Geschäftsmodell der Medienhäuser unter Druck steht. Sondern auch den täglichen Kampf gegen Verwirrung und politische Lügen. Und die Gefahren, die unliebsamen Journalisten drohen.

Laut „Reporter ohne Grenzen sind in diesem Jahr schon 63 Journalisten, vier weitere Medienmitarbeiter und elf Blogger und Bürgerjournalisten umgebracht worden. Afhüppe erinnert an Jamal Khashoggi, der in der saudischen Botschaft in Istanbul gefoltert, ermordet und dann an einen unbekannten Ort gebracht wurde. Er erinnert auch an Jan Kuciak. Er und seine Freundin wurden ermordet, weil Kuciak mit seinen Recherchen slowakischen Kriminellen in die Quere kam.

Aber Afhüppe nennt auch den Fall Jim Acosta als Beleg dafür, wie Journalisten unter politischen Druck geraten können. „Da stellt einer eine Frage zu viel und läuft Gefahr, seine Akkreditierung zum Weißen Haus zu verlieren“, sagt er. US-Präsident Donald Trump sperrte den CNN-Reporter, nachdem dieser ihn mit hartnäckigen Fragen genervt hatte, unter einem fadenscheinigen Vorwand aus. Auf richterlichen Beschluss musste er das kurz danach aber wieder rückgängig machen.

Bettina Orlopp, Mitglied des Vorstands bei der gastgebenden Commerzbank, mahnt an, Journalisten sollten ihren Lesern die Grundlage für die eigene Meinung liefern. Ihre Arbeit sollte zugleich „mitreißend“ und „klar“ Orientierung geben.

Kabarettist Sebastian Pufpaff fragt: „Verstehen Sie die Welt da draußen noch?“ Seiner Diagnose nach leben „wir alle auf unserer kleinen Untertasse“. Er mokiert sich über die Sucht der Medien, Zielpersonen für Kritik – „Donald Trump, Recep Tayyip Erdogan, Helene Fischer“ – zu definieren und sich daran abzuarbeiten. Und er verlangt, ab und zu das Gehirn zu „nullen“, um es von Vorurteilen zu befreien.

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