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Gescheiterte Kooperation Ericsson und STMicro lösen Joint Venture auf

Nach vier Jahren wird ST-Ericsson aufgelöst – mit Verlusten für beide Unternehmen. Ein der Großteil der Mitarbeiter verliert seinen Job. Das Joint Venture litt vor allem unter dem Niedergang des Hauptkunden Nokia.
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Gescheitert: ST und Ericsson gehen in Zukunft getrennte Wege. Quelle: Reuters

Gescheitert: ST und Ericsson gehen in Zukunft getrennte Wege.

(Foto: Reuters)

Paris/Stockholm Der schwedische Netzwerkbauer Ericsson und der französische Chipkonzern STMicroelectronics lösen ihre gemeinsame Halbleitertochter auf. Die Trennung bei dem Joint Venture ST-Ericsson werde bis zum Herbst vollzogen, teilten die Skandinavier am Montag mit. Ericsson übernehme das Geschäft mit Mobilfunkchips der neuesten Generation (LTE), STMicro einen Teil des übrigen Produktportfolios sowie einige Fabriken und Testeinrichtungen. Der Rest werde dichtgemacht. Ein Großteil der Mitarbeiter bleibt dabei auf der Strecke: Zu Ericsson wechselten von den 5.000 Beschäftigten rund 1.800, zu STMicro etwa 950.

Um die Abwicklung des gescheiterten Gemeinschaftsunternehmen kümmert sich der bisherige COO Carlo Ferro, der dem zurückgetretenen ST-Ericsson-Chef Didier Lamouche folgt, wie Ericsson mitteilte. Den Schweden kostet der Ausstieg aus dem gescheiterten Joint Venture knapp 400 Millionen Euro. Die Franzosen bezifferten ihre Sonderlasten auf bis zu 345 Millionen Euro.

STMicro und Ericsson legten erst Anfang 2009 ihr Geschäft mit Handychips zusammen. Doch auch gemeinsam kamen die Partner auf keinen grünen Zweig. ST-Ericsson litt vor allem unter dem Niedergang seines Hauptkunden Nokia, neue Kunden konnten das Unternehmen kaum gewinnen.

Der deutsche ST-Rivale Infineon war unterdessen frühzeitig aus dem hart umkämpften Markt für Handy-Halbleiter ausgestiegen und hatte den Bereich an Intel verkauft. Die Amerikaner haben bisher mit der Sparte wenig Glück. Ihre LTE-Chips kommen spät auf den Markt, zudem verloren sie Apple als einstigen Infineon-Stammkunden, ihre Mobilfunkkomponenten wurden aus den aktuellen Generationen von iPhone und iPad verbannt.

Der Handelsblatt Expertencall
  • rtr
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