Gewinn enttäuscht Anleger Apple verliert ein wenig seinen Glanz

Die iPhone-Verkäufe sind bei Apple deutlich geschrumpft, der Gesamtumsatz daher nicht so stark gestiegen wie von Analysten erhofft. Die Aktie des Technologiekonzerns bricht ein. Neuen Schwung soll das iPhone 5 bringen.
Update: 24.07.2012 - 22:43 Uhr 11 Kommentare
Andrang vor einem Apple-Geschäft in Peking im Januar 2012. Quelle: Reuters

Andrang vor einem Apple-Geschäft in Peking im Januar 2012.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfApple, Hersteller des Taschencomputers iPad und des iPhone, hat mit den am späten Dienstagabend vorgelegten Quartalszahlen die Börsianer enttäuscht. Der Umsatz in den Monaten von April bis Juni belief sich auf 35 Milliarden US-Dollar. Im ersten Quartal des laufenden Jahres (dem zweiten des Geschäftsjahrs 2012) hatte Apple 39 Milliarden Dollar umgesetzt. Die Apple-Aktie stürzte im nachbörslichen Handel sechs Prozent ins Minus und notierte bei 570 Dollar. Apple selbst hatte zu Beginn des zweiten Quartals einen Umsatz von 34 Milliarden Dollar vorhergesagt - doch das Unternehmen ist bekannt dafür, eher tief zu stapeln.

Der Gewinn pro Aktie beträgt für den jüngsten drei Monatszeitraum 9,32 Dollar pro Aktie und ist damit weit von den 12,30 Dollar pro Aktie im vorherigen Quartal entfernt. Die Gewinnerwartungen der Analysten schwankten stark zwischen 9,45 Dollar pro Aktie bis 13,85 Dollar. Mit dem erzielten Wert lag Apple sogar unter der pessimistischsten Schätzung der professionellen Beobachter.

In absoluten Zahlen betrug der Überschuss nach Steuern 8,8 Milliarden US-Dollar, was gegenüber dem Vorjahreszeitraum immer noch ein satter Zuwachs ist (damals: 7,3 Milliarden Dollar). Auch die Marge lag mit jetzt 42,8 Prozent etwas über den 41,7 Prozent im vergangenen Jahr.

Apple verkaufte in den drei vergangenen Monaten 26 Millionen iPhones und damit etwa dreißig Prozent mehr als vor einem Jahr. Doch gegenüber dem Zeitraum Januar bis März war es ein Rückgang von 26 Prozent. Es wird vermutet, dass das neue iPhone 5 bereits im Oktober in die Läden kommt. Experten gehen davon aus, dass Apple-Fans auf dieses Modell warten und deswegen nicht mehr beim aktuellen iPhone 4S zugreifen.

Außerdem gingen 17 Millionen iPads weg, vier Millionen Mac-Computer und 6,8 Millionen iPods. Für das laufende Quartal rechnet Apple mit einem leichten Umsatzrückgang auf 34 Milliarden Dollar, was deutlich weniger ist als die von Analysten bislang erwarteten 38 Milliarden Dollar.

Analysten werden Apple-kritisch

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11 Kommentare zu "Gewinn enttäuscht Anleger: Apple verliert ein wenig seinen Glanz"

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  • Angenommen das operative Geschäft von Apple würde einbrechen, jedoch würde Apple eine 3 Mrd. Klage für sich entscheiden und hätte somit in der GuV a.o. Erträge in höhe von 3 Mrd. stehen. Die Analysten würden sich wahrscheinlich trotzdem freuen, da Apple "profitabler als im VJ" war.


    Alles ist endlich, somit auch der Trend der Gewinnsteigerungen. Um Analysten glücklich zu machen werden funktionale und haltbare Produkte nach und nach durch billigere Teile verunstaltet, da die Lieferanten früher oder später auch nicht mehr gleichbleibende Qualität zu niedrigeren Preisen liefern können. D.h. alsbald kommt der (evtl. starke") Gewinneinbruch, da leicht zeitverschoben die nun offensichtlich minderwertigeren Produkte nicht mehr für die alten Preise abnehmen wollen. Selbstverständlich gefällt das den Analysten eher weniger und aus einer"Buy- oder Hold- wird eine Sell-Empfehlung". Ende vom Lied ist, dass ein einst profitables Unternehmen in den Ruin getrieben wird, durch absolute, und ich wiederhole absolute Zahlengläubigkeit, ohne sich für die Hintergründe der GuV zu interessieren.

    Das ist in etwa vergleichbar wie wenn der FC Bayern einen Kantersieg gegen Dortmund i. H. V. 5:0 gegen Dortmund feiern würde. In der Rückrunde gelingt ein stark umkämpftes, aber deutliches 3:1. Wäre nun die Bundesliga der DAX, so hätte das Unternehmen des FC Bayern München die Analysten stark enttäuscht und die ganzen Großbanken verkaufen einen Teil ihrer Aktien. Nächste Saison folgt dann ein nur glückliches 2:1 für den FCB in einer turbulenten Phase Schweinsteiger/Lahm/Ribery/Robben verletzt (quasi Krise des FCB) und weitere Aktien werden abgestoßen, wobei dieses Mal selbst Kleinanleger mitziehen. Die Insolvenz ruft, obwohl die 2. Liga (M-Dax) noch weit entfernt ist.

    Ich bin mir darüber im klaren, das oben geschriebenes stark vereinfacht dargestellt ist, jedoch ist die Wahrheit manchmal näher als man glaubt ...

  • Angenommen das operative Geschäft von Apple würde einbrechen, jedoch würde Apple eine 3 Mrd. Klage für sich entscheiden und hätte somit in der GuV a.o. Erträge in höhe von 3 Mrd. stehen. Die Analysten würden sich wahrscheinlich trotzdem freuen, da Apple "profitabler als im VJ" war.


    Alles ist endlich, somit auch der Trend der Gewinnsteigerungen. Um Analysten glücklich zu machen werden funktionale und haltbare Produkte nach und nach durch billigere Teile verunstaltet, da die Lieferanten früher oder später auch nicht mehr gleichbleibende Qualität zu niedrigeren Preisen liefern können. D.h. alsbald kommt der (evtl. starke") Gewinneinbruch, da leicht zeitverschoben die nun offensichtlich minderwertigeren Produkte nicht mehr für die alten Preise abnehmen wollen. Selbstverständlich gefällt das den Analysten eher weniger und aus einer"Buy- oder Hold- wird eine Sell-Empfehlung". Ende vom Lied ist, dass ein einst profitables Unternehmen in den Ruin getrieben wird, durch absolute, und ich wiederhole absolute Zahlengläubigkeit, ohne sich für die Hintergründe der GuV zu interessieren.

    Das ist in etwa vergleichbar wie wenn der FC Bayern einen Kantersieg gegen Dortmund i. H. V. 5:0 gegen Dortmund feiern würde. In der Rückrunde gelingt ein stark umkämpftes, aber deutliches 3:1. Wäre nun die Bundesliga der DAX, so hätte das Unternehmen des FC Bayern München die Analysten stark enttäuscht und die ganzen Großbanken verkaufen einen Teil ihrer Aktien. Nächste Saison folgt dann ein nur glückliches 2:1 für den FCB in einer turbulenten Phase Schweinsteiger/Lahm/Ribery/Robben verletzt (quasi Krise des FCB) und weitere Aktien werden abgestoßen, wobei dieses Mal selbst Kleinanleger mitziehen. Die Insolvenz ruft, obwohl die 2. Liga (M-Dax) noch weit entfernt ist.

    Ich bin mir darüber im Klaren, dass oben Geschriebenes stark vereinfacht dargestellt ist, jedoch ist die Wahrheit manchmal näher als man glaubt ...

    P.S. Tippfehler sind zu ignorieren. Keine Lust auf Doublecheck ...

  • Ich fasse diese Ansagen nicht!!!
    Die Unternehmen machen MILLIARDEN Gewinne, steigern ihre Umsätze und haben einen fantastischen EBIT und es wird von SCHWÄCHELNDEN unternehmen gesprochen?? Hallo!!!!!!!!!
    8,8 Milliarden GEWINN !!!!!!!! In einem Quartal !!! Ich finde hier sollte Mann mal Den gesunden Menschenverstand einschalten!!!! Das ist ein Super Ergebnisse und dazu noch mehr MARGE!!!
    Ich habe heute apple gekauft.. Und das satt!!

  • Absolut erschreckende Entwicklung. Leider spiegelt sich diese Entwicklung nicht nur in Börsenangelegenheiten wieder, sondern zieht sich in jeglicher Hinsicht durch unsere gesamte Gesellschaft.

    Allein auf der Frontpage des HB sind drei ähnlich lautende Überschriften zu sehen.

    Apple verliert ein wenig seinen Glanz - " [...], der Gesamtumsatz daher nicht so stark gestiegen wie von Analysten erhofft."

    Quartalsgewinn der Deutschen Bank bricht ein - "Die Deutsche Bank hat im zweiten Quartal einen Gewinn (!!!!!!!) von rund einer Milliarde Euro vor Steuern erzielt. Das ist deutlich weniger als im Vorjahreszeitraum. Auch die Analystenerwartungen (!!!) werden deutlich verfehlt."

    Der Mercedes-Stern hat viel an Glanz verloren - "Die Aussichten scheinen trübe: Analyst Arndt Ellinghorst von der Credit Suisse prognostiziert einen Gewinneinbruch von 20 Prozent für das zweite Quartal - und rechnet für einen späteren Zeitpunkt im Herbst mit einer Gewinnwarnung für das Gesamtjahr."

    Drei Schlagzeilen - dreimal "Gewinneinbruch".

    Die Sprache ist von drei profitablen, zum Teil hochprofitablen, Unternehmen. Weder werden Verluste geschrieben, noch befinden sich die Gewinne knapp über der schwarzen Null. In wirtschaftlich turbulenten Zeiten werden ergo satte Gewinne eingefahren.

    Zum Thema Apple-Kritik: "In absoluten Zahlen betrug der Überschuss nach Steuern 8,8 Milliarden US-Dollar, was gegenüber dem Vorjahreszeitraum immer noch ein satter Zuwachs ist (damals: 7,3 Milliarden Dollar). Auch die Marge lag mit jetzt 42,8 Prozent etwas über den 41,7 Prozent im vergangenen Jahr."

    Überschussplus von 1,5 Mrd. US-Dollar. Wen kümmert der Umsatz? Um das RoI hochzufahren kann man entweder die Umschlagshäufigkeit erhöhen oder die Umsatzrendite nach oben fahren, was bei Apple wohl der Fall gewesen sein wird.

    Leider sind die Analysten trotz Umsatzplus zu tiefst enttäuscht.

  • PS: In der Telefonkonferenz wurde von Cook darauf hingewiesen, dass das Gewchäft in China sehr gut anläuft. Das wird der Markt der Zukunft, und die Erfolge werden in Q4 sichtbar sein.

  • @alersa:

    Habe ich doch bereits. Ich bin zutiefst in Apple investiert UND nutze vieler der Produkte.

    Haben Sie ihr Geld in Samsung investiert? Nein? Na dann ... heisse Luft? ;-)

    Die Zusammenstellung der mactechnews.de (danke, para_neujahr!) zeigt eindrucksvoll die Stärken von Apple. Und ja, Q2 und Q3 Ergebnisse miteinander zu vergleichen zeugt vonneiner gewissen unprofessionalität. Warum nicht gleich Q1 mit Q3 vergleichen? ;-)

    Aussagekräftig ist jeweis dasselbe Quartal mit dem/den Vorjahr(en). Und da steht Apple glänzend da. Erneut!

  • Na wenn Sie so sehr von Apple schwaermen, dann investieren sie doch alles, was sie haben, in Apple Aktien, und bitte nicht versuchen Handelsblatt leser zu verdummen.. Einfach Aktien von Apple kaufen, und nicht schwaermen..

  • - Die iPad-Verkäufe stellen einen absoluten Rekord da (17 Millionen Stück)
    - Nie hat Apple mehr Umsatz in einem 3. Quartal gemacht als im Jahr 2012
    - 4 Millionen Macs wurden verkauft, auch ein Rekord für das 3. Geschäftsquartal
    - Apple konnte 2% mehr Macs verkaufen als im Vorjahresquartal, während der PC-Markt um 1% geschrumpft ist
    - Immer noch hält der iPod einen Marktanteil von über 70% in den wichtigsten Ländern
    - Mit dem iTunes Store machte Apple 1,8 Milliarden Dollar Umsatz
    - Insgesamt wird das iPhone bei über 250 Mobilfunkanbietern geführt
    - Mit dem iPhone machte Apple 16,2 Milliarden Dollar Umsatz (Vorjahresquartal:13,3 Milliarden Dollar)
    - Das iPad wird in insgesamt 97 Ländern angeboten
    - Mit dem iPad machte Apple 9,2 Milliarden Dollar Umsatz (Vorjahresquartal: 6,0 Milliarden Dollar)

    Quelle: www.mactechnews.de

    ...in allen relevanten Werten steht Apple besser da, als im selbigen Vorjahresquartal. Man sollte als seriöses Wirtschaftsmagazin sich bewusst sein, was man miteinander vergleicht. Q2 mit Q3 zu vergleichen macht nur wenig Sinn bei Firmen, die so eine ausgeprägtes Saisongeschäft haben.

  • Das ist ja nur in Realtion zum Aktienkurs zu sehen,der sich seit September 2000 verdreißigtfacht hat.
    Nur zum Vergleich,Microsoft hat sich in dieser Zeit halbiert.

  • voll deiner Meinung! Allein die Verkaufszahlen sind doch Spitze (17 Mio. verkaufte ipads in 3 monaten !!!)
    Und vor dem Hintergrund des bald startenden neuen Iphones sind 26 Mio. verkaufte iphones wirklich klasse!!!

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