Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Gewinn höher als erwartet - Ausblick angehoben Ericsson überrascht die Analysten

Der schwedische Telekommunikationskonzern Ericsson hat dank eines starken vierten Quartals nach hohen Verlusten in den Vorjahren 2003 wieder Gewinne eingefahren und die Erwartungen teils deutlich übertroffen. Damit hat ein weiterer führender Telekomausrüster Hoffnungen auf eine merkliche Erholung der Technologieinvestitionen gestärkt.

HB STOCKHOLM. Die Nachrichten sorgten für Begeisterung an der Börse und bei Analysten. Der Ericsson-Aktienkurs schnellte um mehr als 13 % in die Höhe und gab auch den europäischen Aktienmärkten Auftrieb.

Den bereinigten Vorsteuergewinn im Schlussquartal 2003 gab der Konzern mit 5,5 Mrd. Kronen (rund 603,5 Mill. €) an nach einem Verlust von 2,1 Mrd. Kronen im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis lag mehr als doppelt so hoch wie die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten von 2,66 Mrd. Kronen. Den Umsatz bezifferte das Unternehmen auf 36,2 Mrd. Kronen. Branchenexperten hatten lediglich 34,6 Mrd. Kronen erwartet.

Der Markt für Mobilfunksysteme habe sich stabilisiert, teilte Ericsson weiter mit. Das Unternehmen hält für 2004 nun - gemessen in Dollar - ein leichtes Wachstum für möglich. Die bisherige Prognose lautete auf einen stagnierenden Markt. Die vorsichtige Aufwärtskorrektur entspricht optimistischeren Prognosen von Konkurrenten wie der deutschen Siemens, der französischen Alcatel und der kanadischen Nortel Networks. Zuletzt hatte die finnische Nokia ebenfalls besser als erwartet ausgefallene Ergebnisse für ihre Netzwerksparte vorgelegt.

Ericsson hatte wie andere Wettbewerber mit Kostensenkungen auf die jüngste Branchenflaute reagiert. Die Schweden wollen ihre Belegschaft bis zum dritten Quartal dieses Jahres auf 47 000 Beschäftigte reduzieren von 51 583 Ende 2003.

Die Bruttogewinnmarge bei Ericsson legte im vierten Quartal auf 41,6 % zu von 35,9 % im dritten Vierteljahr und lag damit deutlich über den Maximalerwartungen des Unternehmens von 36,5 %. „Die Bruttogewinnmarge ist viel besser, als wir erwartet haben, das gilt auch für die Umsätze und den Cash-Flow“, sagte Analyst Mikael Laseen von der Kaupthing Bank.

Als schwachen Punkt in der Quartalsbilanz bezeichneten Analysten aber den Auftragsbestand, der mit 29,5 Mrd. Kronen unter dem Vorjahreswert und dem Umsatzniveau lag und damit auf möglicherweise geringere Umsätze in der Zukunft hindeutet. „Die Aufträge liegen entschieden unter unseren Erwartungen“, sagte Laseen.

Für das laufende Quartal sagte Ericsson einen üblichen saisonbedingten Umsatzrückgang zum Vorquartal voraus, der sich Analysten zufolge auf bis zu etwa 30 % belaufen könnte. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum werden die Erlöse nach Schätzung des Unternehmens dagegen um fünf bis zehn Prozent zulegen.

Startseite
Serviceangebote