Google ändert Suchergebnisliste Heute kommt das „Mobilegeddon“

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„Wer sich nicht anpasst, verliert“

„Wie sich das Update genau auswirkt, lässt sich derzeit nicht zu 100 Prozent abschätzen“, sagt Christian Volmert, Chef der Kölner Online-Marketing-Agentur Luna-Park und Suchmaschinenexperte im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW). Es deute sich aber bereits an, dass Google viel an der Darstellung verändern werde. Vertreter des Konzerns ließen bereits durchblicken, dass die Anpassung größere Auswirkungen haben wird als vergleichbare Änderungen für die herkömmliche Suche auf Desktop-Geräten, die bereits in der Vergangenheit manche Website ins Verderben gestürzt hatte.

So schmeckt Googles Lollipop
Vorstellung von Android Lollipop
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Die Lutscher auf dem Tisch sind kein Zufall: Google benennt die Android-Versionen nach Süßigkeiten. Nach Kitkat kommt nun Lollipop. Der Konzern stellte das Update Ende Oktober vor, nun steht es für immer mehr Geräte zur Verfügung.

Android-Tablet Nexus 9
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Die meisten Nutzer können das Update nicht selbst aufspielen – die Gerätehersteller müssen die Software in der Regel erst anpassen. Eine Ausnahme sind die Nexus-Geräte, die Android pur. Von vornherein mit Version 5.0 ausgeliefert wird etwa das Tablet Nexus 9, das HTC im Auftrag von Google herstellt...

Vorstellung des Nexus 6
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... sowie das Nexus 6 von Motorola. Nutzer anderer Geräte mussten dagegen Geduld haben, die Hersteller brauchten etliche Wochen, um die Software anzupassen. Anfang Februar lief Version 5.0 laut einer Google-Statistik nur auf 1,6 Prozent aller Android-Smartphones.

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Schlicht und aufgeräumt: Google hat mit Android 5.0 eine neue Designsprache eingeführt – das Unternehmen spricht von „Material“-Design.

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Die klaren Formen des Designs – hier in der Kalender-App – sollen sich durchs ganze Betriebssystem ziehen und künftig auch in den Apps anderer Entwickler zu finden sein.

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In den Google-Apps ist das neue Design bereits in Reinform zu sehen – hier der Taschenrechner.

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Benachrichtigungen sind in übersichtlichen Kacheln auf dem Sperrbildschirm zu sehen. Mit einer Fingergeste öffnen Nutzer ihr Adressbuch oder starten die Kamera. Der Sperrbildschirm lässt sich allerdings nicht mehr mit Widgets frei gestalten.

Noch längst nicht alle Portale haben sich auf die Veränderungen eingestellt. Von den 100 beliebtesten Domains in Deutschland sind 20 noch nicht für mobile Geräte optimiert, wie eine Auswertung des Dienstleisters Searchmetrics ergeben hat, darunter Wikipedia, filmstarts.de und Duden.de.

Schon heute sei das Ranking in der mobilen Suche teils komplett anders als in der Desktop-Suche, erklärt Searchmetrics. „Die Unterschiede betragen in Abhängigkeit vom Suchbegriff teils mehr als 40 oder 50 Prozent und werden nach dem Update noch deutlich größer sein.“ Wer sich nicht anpasse, müsse mit deutlichen Einbußen bei den Besucherzahlen rechnen.

„Es ist erschreckend, dass selbst unter den 25 größten deutschen Onlinehändler ein Drittel seinen Onlineauftritt noch nicht für Mobilgeräte optimiert hat“, sagt Gerrit Heinemann, E-Commerce-Experte von der Hochschule Niederrhein.

So haben nach einer Untersuchung des Internetmarktplatzes Locafox große Handelsunternehmen wie beispielsweise C&A, Intersport, Expert oder das Möbelhändler Roller noch keine mobile Website und keine mobile App. Der deutsche Handel hinke da im internationalen Vergleich deutlich hinterher, so Heinemann. Das sei ein Wettbewerbsvorteil für ausländische Anbieter.

„Die größeren Unternehmen, die ihre Websites professionell pflegen, haben das Update auf dem Schirm und werden es spätestens in den nächsten Monaten berücksichtigen“, sagt Volmert. „Stärkere Veränderungen wird es bei kleinen und mittleren Unternehmen geben, die nicht regelmäßig in ihre Website investieren“, fürchtet der Experte.

„Mit jeder Änderung des Algorithmus von Google können sich dramatische Dinge ändern, die über Erfolg und Misserfolg von Online-Händlern entscheiden können“, warnt Heinemann. Die nächsten Wochen werden zeigen, wie sich das aktuelle Update auswirkt – und welche Unternehmen etwas tun müssen, damit sie das „Mobilegeddon“ verschont.

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12 Kommentare zu "Google ändert Suchergebnisliste: Heute kommt das „Mobilegeddon“"

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  • --@ Herr Helmut Metz

    Ich werde nicht in den Alptraum schlittern, in dem sie heute schon leben.

    Egal, was an den Märkten auch passiert, ich verdiene gut an den Index-Derivaten (CFD Short / Long auf den Index (DAX, US2000, JP225,...). Ich verdiene daran, dass es größere Bewegungen gibt. Die Richtung ist mir schnuppe. Hauptsache Bewegung.

    Iwo auf der Welt gibt es immer Bewegung im Index, notfalls sogar Rohstoffe oder Gold.

  • Die Notenbanken KÖNNEN doch gar kein "Geld" drucken - sie können nur Schulden = Kredit drucken, das ist ja gerade der Clou. ;-)
    Schade, dass Sie nicht verstehen, folglich werden Sie leider in einem Alptraum aufwachen, wenn es zu spät ist.
    Auch in diesem Falle würde "googlen" weiter helfen.
    Pech für Sie, Herr Spirat...

  • Eben - und nur weil ein Dienst total versichert alles zu tun sind auch dort die Lücken nie geschlossen!
    Es wird in diesen Bereichen keinen "sauberen" DL geben - das können die versichern wie sie wollen. Wer stellt ohne irgendwelche Gewinnabsichten eine Serviceleistung ins Netz?

  • Oh, auch hier heißte es: "Der Crash ist die Lösung!"
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    Träume sie gerne weiterhin von ihrem Lebens-Crash, der ihnen ihre Lösung bringt.

    Bedingt dadurch, dass die Notenbanken weltweit durch Geld steuern, wird es genau zu diesem Crash nicht kommen. Das alles sind eben nur Fantasien von Menschen, die gescheitert sind. Oder es sind die, die Katastrophen-Artikel an Menschen verkaufen wollen.

    Diese herrliche Welt ist gerecht und vollkommen in sich ausgeglichen. Hier bekommt jeder, was immer er haben will. Wer reich sein will, kann an die Börsen-Märkte gehen, oder wunderbare neue Sachen erfinden. Und wer Bestätigung für sein gescheitertes Leben haben will, der liest sich gerne in die Katastrophen-Märchen ein. Notfalls befasst er sich mit der Lüge, dass Menschen an der globalen Klima-Normalisierung einen Einfluss haben.

    Ich wünsche ihnen interessante Träume (** g).

  • @ peter Spirat
    Oh, auch hier heißte es: "Der Crash ist die Lösung!"
    Diese gigantische Datenkrake NSA benötigt als wichtigste Ressource: GELD, wahnsinnig viel Geld. Wie Sie vermutlich bereits wissen, ist der amerikanische Etat zum überwiegenden Teil schuldenfinanziert. Das heißt auf gut deutsch: mit dem Ende des Schuldgeldsystems und dem US-Staatsbankrott werden auch die monströsen Geheimdienstkraken schlicht und ergreifend nicht mehr zu finanzieren sein.
    Auch in diesem Punkt wird sich daher z.B. Roland Baader als Visionär erweisen:
    "Wer Leviathan zähmen will, muss ihm sein Mastfutter - das beliebig vermehrbare Papiergeld - entziehen.
    Ohne dieses Mastfutter hätte eben auch die NSA - als Teil des staatlichen Leviathans - nicht zu einem Ungetüm entarten können.
    Es hängt eben ALLES am ungedeckten Papiergeld - vielleicht verstehen Sie nun auch, weshalb das mein Lieblingsthema ist. ;-)

  • Das Internet ist nun einmal fest in Ami-Hand.

    Egal, was sie auch versuchen, NSA & Co weiß alles und wird auch weiterhin sich nicht von naiven Selbstversuchen von Lieschen Müller davon abhalten lassen.

    Trotzdem finde iche s süß, wie Lieschen Müller meint, dass man iwi an ihr Interesse haben könnte. Naja, jedem seinen Traum.

  • Korrektur: Informationelle Selbstbestimmung natürlich... ;-)

  • Den Profilestellern der Websites aber schon. ;-)
    Google Analytics sehe ich etwa als Angriff auf meine informelle Selbstbestimmung.
    Hiermit können absolut exakte Benutzerprofile erstellt werden, die weit darüber hinaus gehen, ob der User z.B. Männlein oder Weiblein ist. Und selbstverständlich werden diese Daten auf Servern in den USA gespeichert. Datenschutz in den USA??
    Dagegen können Sie den Profilestellern der NSA nicht ohne Einsatz von Kosten entgehen. Wenn Sie aber Geld investiern, können Sie es denen zumindest so schwer wie möglich machen, indem Sie "unter dem Radar" der Geheimdienste surfen. Googlen Sie (oder NEIN: suchen Sie mit einer anderen Suchmaschine) z.B. mal nach der (Wer hats erfunden??)-Enigmabox : original Schweizer Wertarbeit..
    Wenn Sie ungeschützt z.B.oft im Internet nach dem Begriff "Anarchie" suchen, werden Sie bereits gerastert, oder bei etwas, was für die persönliche Freiheit viel wichtiger ist: anonym im Internet bezahlen nämlich, z.B. via Bitcoin...

  • Herr Metz - sie glauben doch nicht wirklich man damit dem Profilerstellen durch die NSA entgeht...
    Warum so einen Aufwand machen - sollen sie doch wissen dass ich letztens ein Italiener gesucht habe, wenn die es glücklich macht!

  • Nachtrag:
    Die Verwendung solcher alternativer Suchmaschinen kann sich für ungeübte Nutzer auf Mobilgeräten u.U. etwas schwierig gestalten. So hat es auch etwas gedauert, bis es bei der von mir bevorzugten eine Mobile-App gegeben hat.
    Gerade auf Android-Handys hat Google hier einen klaren - und für mich wettbewerbsrechtlich bedenklichen (Hallo Kartellamt!) - Vorteil, da diese bereits vorinstalliert sozusagen "Google-optimiert" sind...

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