Google-Mutter Alphabet Drohnen-Chef macht den Abflug

Die Liste an Managern, die Google-Mutter Alphabet den Rücken kehren, wird immer länger. Nun verlässt Dave Vos, Chef der Entwicklung von Lieferdrohnen, den Konzern. Pläne für mehr kommerzielle Tests führten zum Streit.
Google arbeitet wie der Online-Händler Amazon an Liefer-Drohnen. Quelle: dpa
Testflug

Google arbeitet wie der Online-Händler Amazon an Liefer-Drohnen.

(Foto: dpa)

Mountain ViewDie Welle der Abgänge von Top-Managern in Zukunftsprojekten der Google-Mutter Alphabet geht weiter. Im Oktober verließ auch der Chef der Entwicklung von Lieferdrohnen, Dave Vos, das Unternehmen, wie ein Sprecher dem „Wall Street Journal“ bestätigte. Ein Streitpunkt seien Pläne für mehr kommerzielle Tests der Technik gewesen, schrieb die Zeitung unter Berufung auf informierte Personen in der Nacht zum Mittwoch. Techniker des Projekts hätten sich für ein langsameres Tempo eingesetzt. Schon die Tests mit Essenslieferungen auf dem Gelände der Hochschule Virginia Tech im September seien umstritten gewesen.

Das „Wall Street Journal“ und der Finanzdienst Bloomberg berichteten zudem, Gespräche mit der Kaffeehauskette Starbucks über Drohnen-Lieferungen seien gescheitert. Es habe Differenzen über den Zugang von Alphabet zu Kundendaten gegeben.

In den vergangenen Monaten hatten bereits der Gründer und Chef des für drei Milliarden Dollar gekauften Heimvernetzers Nest, Tony Fadell, und der Entwicklungschef und frühere Leiter des Roboterwagen-Projekts, Chris Urmson, Alphabet verlassen.

Das sind Googles neue Gadgets
Smartphone Pixel
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Am Dienstag stellte Google in San Francisco zunächst mit Pixel ein Oberklasse-Smartphone vor. Das Design lehnt sich an die großen Flaggschiffe von Apple und Samsung an. Zwei Modelle legt Google vor: mit 5- und 5,5-Zoll-Bildschirm.

Oberes Marktsegment angepeilt
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Pixel ist dabei auf das obere Marktsegment ausgerichtet, in dem sich gegenwärtig Apple und Samsung ein erbittertes Duell liefern. Exklusiv-Partner in den USA ist Verizon, in Deutschland die Telekom.

Konkurrenzkampf der künstlichen Intelligenzen
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Beim hauseigenen Smartphone „Pixel“ soll der Google Assistant nur einen Klick oder einen Sprachbefehl entfernt sein - ähnlich wie Siri auf Apples iPhones. Google stattete den Assistenten aber mit seinem Wissen über die Welt aus. Ein Konkurrenzkampf künstlicher Intelligenzen scheint damit programmiert.

Hochwertige Kamera
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Zusätzlich verspricht Google, die Kamera in dem Telefon sei „die beste, die je in einem Smartphone verbaut wurde“. Unter anderem könne sie besonders viel Licht einfangen und die Stabilisierung gegen das Rütteln arbeite besonders präzise. Hält man den Auslöser gedrückt, nimmt die Kamera eine Bildserie auf - und die Software sucht selbst die besten Bilder raus.

Uneingeschränkter Speicherplatz für Fotos
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„Pixel“-Käufer bekommen auch uneingeschränkten Speicherplatz für ihre Fotos - und sogar Videos in 4K-Auflösung - auf Googles Servern. Mit 15 Minuten Ladezeit könne das „Pixel“ sieben Stunden laufen, hieß es.

In drei Farben erhältlich
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Das Google-Smartphone Pixel wird es in drei Farben geben: schwarz, blau und silber. Gebrandet ist das Handy nur auf der Rückseite mit einem großen G - wie Google.

Bunt, vielseitig, individuell
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Darüber hinaus präsentierte Googles Produktmanagerin Sabrina Ellis direkt mögliche Hardcase-Verzierungen für das Google Pixel. Bunt, vielseitig, individuell - so die Google-Botschaft.

Google hatte Drohnen aus seinem „Project Wing“ zunächst 2014 an einer abgelegenen Farm in Australien getestet. Seitdem wurden die Fluggeräte und die Software für autonome Steuerung bei Flügen auf privatem Gelände in Kalifornien weiterentwickelt.

Die bisher bekanntgewordenen Google-Drohnen haben Flügel wie Mini-Flugzeuge und können ihre Ladung an einem Seil herunterlassen. Der aktuelle Prototyp solle die Basis für künftige „Wing“-Drohnen sein.

Als Amazon-Chef Jeff Bezos Ende 2013 in einem TV-Interview einen Prototypen von Drohnen zur Warenlieferung vorstellte, hielten das viele zunächst für einen Werbe-Gag. Doch Amazon meint es ernst und hat mit „Prime Air“ schon einen Namen für den Service. Nach aktuellem Stand sollen die Amazon-Drohnen Päckchen mit einem Gewicht von bis zu 2,3 Kilogramm binnen 30 Minuten transportieren. Auch Logistiker testen die Drohnen-Zustellung. So hat die Deutsche Post den automatischen „Paketcopter“, der 2014 testweise die Nordseeinsel Juist unter anderem mit Medikamenten versorgte.

  • dpa
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