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Google-Mutter Alphabet verdient deutlich mehr – doch Wachstumstempo unter Erwartungen

Der US-Technologieriese Alphabet verbucht dank hoher Werbeeinnahmen einen Gewinnsprung. Doch Analysten hatten höhere Erwartungen. Die Aktie fällt nachbörslich.
Update: 26.10.2018 - 02:34 Uhr Kommentieren
Alphabet profitiert von boomenden Einnahmen aus Online-Werbung. Quelle: Reuters
Google-Mutterkonzern

Alphabet profitiert von boomenden Einnahmen aus Online-Werbung.

(Foto: Reuters)

San FranciscoTrotz boomender Einnahmen aus der Online-Werbung ist der Google-Mutterkonzern Alphabet im Sommer hinter den Geschäftserwartungen der Anleger zurückgeblieben. Der Umsatz des Suchmaschinenanbieters legte im dritten Quartal zwar um 21 Prozent auf 33,7 Milliarden Dollar zu, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte.

Dies lag jedoch unter den Erwartungen der Analysten. Der Überschuss kletterte um fast 37 Prozent auf 9,2 Milliarden Dollar. Die Aktie fiel dennoch nachbörslich um mehr als vier Prozent. Experten zufolge gibt es Anzeichen für einen wachsenden Kostendruck auf den Technologiegiganten.

„Die Ertragsdynamik von Google bleibt stark“, sagte Haris Anwar, Analyst bei Investing.com: „Aber wenn man etwas tiefer eindringt, sieht man einen sich aufbauenden Kostendruck, der vor allem für die Enttäuschung über das abgelaufene Quartal verantwortlich ist.“

Die Ergebnisse des Technologieunternehmens schürten die Sorge der Investoren, dass große Investitionen in neue Unternehmen, zunehmende regulatorische Kontrollen und der Wettbewerb nur langsam und unvorhersehbar Gewinne abwerfen. Die Aktien von Alphabet fielen nach der Veröffentlichung der Zahlen nachbörslich um rund 4,4 Prozent auf 1055 Dollar.

Nach Angaben des Datenabieters Refinitiv hatten Analysten im dritten Quartal einen höheren Umsatz von 34,05 Milliarden Dollar erwartet. Der Reingewinn lag bei 13,06 Dollar pro Aktie, verglichen mit 9,57 Dollar pro Aktie im Vorjahresquartal. Damit wurde die Analystenschätzung von 10,45 Dollar übertroffen.

Google verzeichnet seit Jahren ein starkes Umsatzwachstum, weil die Kunden in Scharen Werbung in der Suchmaschine und Werbespots auf YouTube kaufen. Im dritten Quartal lagen die Werbeeinnahmen bei etwa 29 Milliarden Dollar, ein Plus von 20,3 Prozent zum Vorjahr und über der durchschnittlichen Schätzung von 28,76 Milliarden Dollar. Der Umsatz in anderen Bereichen wie Gesundheit, im Cloudgeschäft und im Hardware-Verkauf lag aber hinter den Erwartungen.

Statt der Quartalszahlen sorgten jedoch vor allem Berichte über sexuelle Belästigung bei dem Internetgiganten am Donnerstag für Aufsehen. In einem Rundschreiben an die Google-Belegschaft erklärte Vorstandschef Sundar Pichai, das Unternehmen habe in den vergangenen zwei Jahren 48 Mitarbeiter wegen sexueller Belästigung ohne Abfindung gefeuert. In der E-Mail, die von verschiedenen US-Medien im Internet veröffentlicht wurde, heißt es, bei 13 der Entlassenen habe es sich um Führungskräfte gehandelt.

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  • rtr
  • dpa
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