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Großrechner T-Systems-Deal mit IBM verzögert sich

Die Telekom-Tochter will den Betrieb ihrer Großrechner an IBM abgeben. Doch der Deal gerät ins Stocken: Das Bundeskartellamt verlangt mehr Informationen.
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IBM will von der Telekom-Tochter Großrechner kaufen. Quelle: dpa
T-Systems

IBM will von der Telekom-Tochter Großrechner kaufen.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDer geplante Verkauf des Betriebs von Großrechnern der Telekom-Tochter T-Systems an IBM verzögert sich. „Das Bundeskartellamt hat uns aufgefordert, neue Informationen zum Markt einzureichen“, sagte ein T-Systems-Sprecher. Das würden die Unternehmen mit einem neuen Antrag nachholen.

Eigentlich hatte IBM bereits am 31. Dezember die geplante Übernahme zur Prüfung beim Bundeskartellamt eingereicht. Am 30. Januar wurde der Antrag jedoch wieder zurückgezogen, wie aus der Webseite des Kartellamtes hervorgeht.

Dahinter stünden keine Schwierigkeiten mit dem Genehmigungsverfahren, hieß es in Unternehmenskreisen. Hingegen gehe es nur darum, den Beamten weitergehende Informationen bereitzustellen. Möglichst bald werde der neue Antrag mit allen erforderlichen Unterlagen gestellt.

Dass der Deal womöglich platzt, sei nicht zu befürchten, hieß es aus Konzernkreisen. Das Branchenportal IT-Zoom hatte zuerst über die Rücknahme des Antrages berichtet.

Der Verkauf ist Teil der Restrukturierung

IBM will T-Systems Großrechner abkaufen. Die bestehenden Kundenverträge werden zwar von T-Systems fortgeführt, der Umsatz aber zu großen Teilen an IBM weitergegeben. Das Geschäftsvolumen liegt nach Informationen des Handelsblatts bei über 800 Millionen Euro über zehn Jahre.

Das Abstoßen des Geschäftsbereiches ist Teil der Strategie des neuen T-Systems-Chef Adel Al-Saleh. Er will die angeschlagene Großkundentochter der Telekom restrukturieren. Im Juni hatte er den Abbau von 10.000 der insgesamt rund 37.000 Stellen angekündigt – davon rund 6 000 in Deutschland.

Vor rund zwei Wochen vermeldete T-Systems einen neuen Großauftrag. Für einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag übernimmt die Telekom-Tochter die Verarbeitung von Millionen Sozialdaten von Versicherten in Deutschland.

Für den IT-Dienstleister Gkv-Informatik übernimmt T-Systems die Abrechnung der Krankenkassen. Der Dienstleister kümmert sich um 17 Millionen Versicherte der Krankenkassen Barmer, Hanseatische Krankenkasse sowie der AOK Nordost, AOK Nordwest und AOK Rheinland/Hamburg.

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