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Grünes Licht von BWB Orange und Hutchison dürfen fusionieren

Hutchison darf das österreichische Mobilfunkunternehmen Orange übernehmen. Österreichs Wettbewerbsbehörde BWB hat der Fusion zugestimmt. Die Entscheidung könnte auch den deutschen Mobilfunk-Markt beeinflussen.
21.12.2012 - 15:14 Uhr Kommentieren
Ein Orange-Geschäft in Wien: Hutchison übernimmt Orange. Quelle: Reuters

Ein Orange-Geschäft in Wien: Hutchison übernimmt Orange.

(Foto: Reuters)

Wien Die monatelange Zitterpartie bei der Übernahme des österreichischen Mobilfunkers Orange durch den Konkurrenten Hutchison hat ein Ende: Die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) machte am Freitag den Weg frei für die 1,3 Milliarden Euro schwere Übernahme frei.

Voraussetzung für den Zusammenschluss von Orange und Hutchison ist der Weiterverkauf der Orange-Billigmarke Yesss an den Marktführer Telekom Austria für bis zu 390 Millionen Euro. Diesen hatte die BWB monatelang unter die Lupe genommen und trotz einer bereits erfolgten Genehmigung eines Kartellgerichts Bedenken kundgetan. Sie hatte moniert, dass das Kartellgericht seine Genehmigung auf Basis falscher Tatsachen erteilte habe.

Daran habe sich zwar nichts geändert, erklärte die BWB nun. Dennoch werde sie auf einen Einspruch gegen die Yesss-Übernahme verzichten. Dieser sogenannte Rekurs hätte nach Einschätzung der Behörde wenig Chancen auf Erfolg gehabt. „Ein Rekursverfahren würde nur zu unnötigen Zeitverzögerungen führen, letztlich aber nichts bringen“, teilte die BWB mit. An der Börse kam die Entscheidung gut an: Die Telekom-Austria-Aktie legte um knapp zwei Prozent zu.

Mit der Entscheidung der BWB hat der seit Anfang 2012 geplante Zusammenschluss von Orange und Hutchison nun die letzte Hürde genommen. „Wir sind sehr erfreut“, sagte Hutchison-Österreich-Chef Jan Trionow. „Damit stehen nach langen und intensiven Verhandlungen der letzten Monate endlich alle Ampeln der Übernahme von Orange Austria durch Hutchison 3G Austria auf Grün.“ Auch Orange-Österreich-Chef Michael Krammer zeigte sich erfreut: „Wir sind froh für die 800 Orange-Mitarbeiter, dass nun rechtzeitig vor Weihnachten endlich Klarheit über die Zukunft des Unternehmens hergestellt wurde.“

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    Die Verkäufer von Orange sind zum einen der Finanzinvestor Mid Europa Partners, der 65 Prozent hielt. Die restlichen 35 Porzent gehören der France Telecom. Hutchison ist Teil des Hongkonger Mischkonzerns Hutchison Whampoa.

    Die EU-Kommission hatte den Zusammenschluss vor wenigen Wochen bereits genehmigt. Hutchison hatte den Wettbewerbshütern zuvor zugesichert, im Gegenzug sein Netz für Quereinsteiger zu öffnen und Frequenzen zu verkaufen.

    Durch die Fusion sinkt die Zahl der Mobilfunkanbieter in Österreich von vier auf drei: An der Spitze steht weiterhin unangefochten die Telekom Austria mit der Marke A1, gefolgt von der Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile und dem neuen Unternehmen aus Hutchison und Orange.

    Mit dem Deal steigt auch bei Mobilfunk-Betreibern in anderen europäischen Ländern die Hoffnung auf eine Konsolidierung. Besonders in Märkten wie Deutschland oder Spanien erwarten Analysten weitere Zusammenschlüsse: Mobilfunk-Anbieter sind angesichts steigender Kosten für die Erhaltung ihrer Infrastruktur und sinkender Erlöse unter Druck und suchen ihr Heil in Fusionen.

    Was den Unternehmen das Geschäft vermiest, freut jedoch die Konsumenten, die durch den starken Wettbewerb von niedrigen Preisen profitieren. In Österreich führte der jahrelange erbitterte Kampf um Kunden dazu, dass Verbraucher so wenig fürs Handy-Telefonieren bezahlen wie in fast keinem anderen Land Europas.

     
    • rtr
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