Hacker-Angriffe Zorn gegen Chinas Internetspione wächst

Cyber-Angriffe aus Fernost werden immer häufiger – und immer dreister. Jetzt braut sich eine Gegenreaktion zusammen. In den USA wurden sogar Sanktionen in Aussicht gestellt, sollte sich China nicht bald fairer verhalten.
11 Kommentare
Hacker-Angriffe aus China werden immer häufiger - der internationale Zorn wächst. Quelle: dpa

Hacker-Angriffe aus China werden immer häufiger - der internationale Zorn wächst.

(Foto: dpa)

PekingDie US-Regierung erwägt angesichts immer gefährlicherer Cyber-Angriffe nun Schritte gegen China. „Wir haben angefangen, den Chinesen klar zu machen, dass die Vereinigten Staaten tätig werden müssen, um nicht nur den Staat, sondern auch die Firmen vor illegalen Zugriffen zu schützen“, sagte die scheidende Außenministerin Hillary Clinton in ihrem letzten Gespräch mit der Presse. „Das kann zu einem wenig zielführenden Katz- und Maus-Spiel ausarten“, warnte Clinton, deren Amtszeit am Freitag geendet hat.

Die jüngsten Raubzüge auf die Computer der US-Zeitungen „New York Times“ und „Wall Street Journal“ reihen sich in eine lange Liste von Angriffen gegen westliche Organisationen mit Ursprung in China. Auch große Namen wie Google, die NASA, die Weltbank oder der Rüstungskonzern Lockheed Martin hatten es bereits mit Eindringlingen aus Fernost zu tun.

In vielen Fällen lässt sich der Ursprung des Angriffs zwar nicht eindeutig belegen. Denn wer als Hacker seine Herkunft verschleiern will, kann seinerseits einen Rechner in China kapern und damit den falschen Eindruck erwecken, dass der Angriff aus Asien stammt. Im Fall der „New York Times“ ist das Bild jedoch ziemlich eindeutig: Die Zeitung war dabei, einen Skandal um Regierungschef Wen Jiabao aufzudecken. Die Journalisten haben der Familie Wens ein sagenhaftes Vermögen nachgewiesen.

Auch andere Angriffe, etwa auf die technischen Geheimnisse von Luftfahrtherstellern, einen Anbieter von Kindersicherungssoftware, E-Mail-Accounts von Regimegegnern oder die IT des Dalai Lama legen nahe: Dahinter stecken entweder der chinesische Geheimdienst, das Militär oder große Staatsunternehmen. Anscheinend stöbern die ungebetenen Gäste bevorzugt auf Festplatten vermeintlicher Gegner Chinas herum - oder da, wo sich technische Geheimnisse abgreifen lassen.

Ostasien entwickelt sich zur Hacker-Hochburg
Seite 1234Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Hacker-Angriffe - Zorn gegen Chinas Internetspione wächst

11 Kommentare zu "Hacker-Angriffe: Zorn gegen Chinas Internetspione wächst"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Ihre Ignoranz ist schwer zu toppen! So etwas kann nur jemand posten, der sich wenig bis gar nicht mit dem Land auseinandergesetzt hat.

  • dieser Kommentar ist rassistisch! So etwas kann nur jemand posten, der von dem Land keine Ahnung hat.

  • Fairness ist gut, aber bitte nicht als Einwegventil..

    http://de.wikipedia.org/wiki/Echelon

  • Ich bitte das HB auch etwas differenzierter vorzugehen. China-Bashing ist ja arg in Mode, aber eine gründliche Recherche erwarte ich schon. Welche Hackerangriffe haben die USA denn schon bereits gestartet? Stünde dieses Recht China nicht auch zu, wenn denn bewiesen wäre, dass der Hackerangriff tatsächlich auch China kam?

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Bei chinesischen Hackern im "Cyber War" denkt man unversehens an riesige Datensammlungen westlicher Antivirenprogrammhersteller (bei Symantec sollen NSA und die CIA sozusagen schon fast zur Betriebsfamilie gehören), die ihrer "zweckgerichteten Nutzung" harren.
    Vlt ist das gemeint mit dem BigData-Rush, mit dem HB-Online zusammen mit dem Sponsoring Partner IBM heute aufmacht.

  • @Sam_Hawkins

    China die größe Militätmacht der Welt? Hahahaha, der war gut.
    btt: Einfach die Kabel nach China kappen.Dann sind die Hacker nicht mehr gefährlich.

  • @SCHMIWI

    Sie Träumer :) Wissen Sie denn nicht, dass China die größte Militärmacht der Welt ist und nur einen Vorwand bräuchte um zuzuschlagen? Die USA wäre schön blöde, China diesen Vorwand zu geben. Und die USA hätte keinen Stich gegen China, die insgeheim von den Russen unterstützt werden würden. Aber ich gebe Ihnen recht, ich wäre auch lieber weg, als ein Sklave des menschenverachtenden chinesischen Systems zu sein.

    Dennoch - diese Sprüche von Konsequenzen gegen die chinesischen Hackerangriffe sind lächerlich.

  • hallo fmk, Ich lese diese Zeitung wirklich genre, aber diese Berichtreihe ueber Chinas Hacker ist sehr verallgemeinernd und hat schon was Rassistisches. Also solange es keine eindeutigen Beweise gibt, kann niemanden beschuldigen. Vor Allem jeder kann eine ip Von ausserhalb benutzen. Das finde ich nicht so gut recherchiert. Ein schlechter Chinese macht noch lange kein schlechtes China, wenn es denn Einer ist. Praedikat Bild niveau.

  • @Sam Hawkins

    Die USA könnten aus 1000.000.000 Chinesen ganz schnell 100.000.000 machen....wachen SIE auf und schnuppern den Kaffee. Ich persönlich würde auch lieber im Atomaren Feuerball verdampfen anstatt irgendwelchen Chinesen zu huldigen. Die Deutsche Linke hat keinen Plan und ist einfach nur devot wie immer. Wer Hunde lebendig in einen Kochtopf stopft....hat auf dieser Scheisskugel nichts zu melden....und das ist gut so.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%