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Hacker legen Telekom Austria lahm Der Angriff aus dem Netz auf das Netz

Seit Samstag fällt das Netz des österreichischen Mobilfunkanbieters A1 immer wieder aus. Cyber-Angreifer überlasten gezielt das System, viele Kunden reagieren wütend. Auch deutsche Anbieter wie die Telekom sind gewarnt.
Das Unternehmen ist Ziel eines gezielten Cyberangriffs geworden, von dem Teile des Netzes immer wieder betroffen sind. Quelle: Reuters
Telekom Austria

Das Unternehmen ist Ziel eines gezielten Cyberangriffs geworden, von dem Teile des Netzes immer wieder betroffen sind.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf/Wien Es ist eins der Horror-Szenarien, vor denen Unternehmen Angst haben: Hacker legen den Betrieb lahm. Diese Furcht wurde bei der Telekom Austria nun bittere Wirklichkeit. Seit Samstag haben Angreifer ihr mobiles Datennetz gezielt so überlastet, dass es immer wieder zu Ausfällen kam. Am späten Dienstagvormittag wurde auch noch das Festnetz außer Betrieb gesetzt. Nach Angaben von Telekom Austria waren von dem Hackerangriff 2,3 Millionen Festnetz- und 5,4 Millionen Handy-Kunden betroffen. „Die Dimension eines solchen Angriffs ist bislang einmalig“, sagte ein Unternehmenssprecher in Wien.

Das Tochterunternehmen von América Móvil erstattete Anzeige. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Den Schaden wollte Telekom Austria am Dienstag noch nicht beziffern. Der Konzern verwies jedoch darauf, dass von den unbekannten Hackern keine Kundeninformationen gestohlen worden seien.

Der Ärger der Kunden war groß. Als am Dienstag auch noch das Festnetz-Internet für etliche Minuten außer Kraft gesetzt wurde, steigerte sich der Unmut noch. Alle Kunden-Hotlines waren restlos überfordert. Betroffen waren neben dem Festnetz und Mobilnetz der Marke A1 auch die österreichischen Mobilfunktöchter Yesss, Bob und Georg. Im Juni wird die Tirolerin Margarete Schramböck das Österreich-Geschäft des Marktführers übernehmen. Sie muss das Vertrauen der Kunden wieder zurück gewinnen.

Bisher sind nur eine Handvoll Fälle weltweit bekannt geworden, bei denen Cyber-Angreifer es geschafft haben, den Betrieb eines Konzerns lahmzulegen. Doch warnen IT-Sicherheitsexperten seit langem davor, dass sich Hackergruppen auf ebensolche Eingriffe spezialisieren. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Kriminelle, die die Unternehmen auf Schutzgeldzahlung erpressen. Meist folgt auf eine kurze, aber schmerzhafte Attacke eine Email mit der Aufforderung eine Summe in der Digitalwährung Bitcoins zu überweisen, sonst würde der Betrieb lahmgelegt. Für den Angriff nutzen sie oftmals DDoS-Attacken: Ein Server wird so oft angefragt, bis er unter der Arbeitslast zusammenbricht.

Das sind die dümmsten Passwörter der Deutschen
Zu einfach!
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Die Deutschen sind nicht sehr kreativ, wenn es um die Wahl ihrer Passwörter geht. Auch im zurückliegenden Jahr verließen sich viele auf simple Zahlenreihen. Damit gehen sie allerdings erhebliche Risiken ein...

(Foto: Photo by Victoria Heath on Unsplash)
Was ist kein sicheres Passwort?
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Obwohl Daten- und Identitätsdiebstähle ständig Schlagzeilen machen, benutzen viele Internetnutzer weiterhin unsichere Passwörter. Das beliebteste Passwort der ist hierzulande laut dem Potsdamer Hasso-Plattner Institut „123456“. Die HPI-Forscher veröffentlichen jedes Jahr die meistgenutzten Passwörter der Deutschen – Datengrundlage sind rund 500.000 Zugangsdaten aus dem Datenbestand des HPI Identity Leak Checkers, die auf E-Mail-Adressen mit .de-Domäne registriert sind und zuletzt 2018 geleakt wurden.

(Foto: Photo by NeONBRAND on Unsplash)
Offene Türen
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„Derart schwache Passwörter gleichen Haustüren, an denen von außen ein Schlüssel steckt. Sie sind geradezu eine Einladung zum Identitätsdiebstahl“, sagt HPI-Direktor Christoph Meinel, der daher bei der Nutzung von Passwörtern weiterhin digitalen Aufklärungsbedarf sieht. „Es gibt keinen 100-prozentigen Schutz vor Identitätsdiebstahl, aber es muss Kriminellen so schwer wie möglich gemacht werden, an das eigene Passwort zu gelangen.“

(Foto: Photo by imgix on Unsplash)
Jahreswechsel
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Simple Zahlenfolgen

Unter den Passwörtern, die 2018 besonders häufig benutzt wurden, sind simple Zahlenreihen besonders häufig vertreten. Diese lassen sich besonders leicht knacken. Auf dem ersten Platz landet „123456“. Auch wenn die Länge variiert wird, hilft das nicht: Auf dem zweiten und dritten Platz finden sich „12345“ und „12345678“. „123456789“ landet auf Rang fünf. Dazwischen befindet sich ein nicht ganz so anständiger Ausrutscher...

(Foto: dpa)
Nicht anständig
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Platz 4

... für das Passwort „ficken“.

(Foto: Photo by freestocks.org on Unsplash)
Nicht gerade kreativ
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Buchstaben und Zahlen kombinieren

Für die Anforderungen an ein sicheres Passwort wird oft genannt, Buchstaben und Zahlen zu kombinieren. Die Passwörter hallo123“ und „hallo“ tun es aber nicht, sie landen auf Rang 6 und 7.

(Foto: Reuters)
Computerkriminalität
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Einfache Zahlenfolgen – lieber nicht

Und noch eine beliebte Zahlenfolge, die Sie besser nicht verwenden sollten: „123“ liegt auf Platz 8.

(Foto: dpa)

Die Deutsche Telekom erklärte, auch sie registriere tägliche Angriffe auf ihr Netz und beobachte eine generelle Zunahme von DDoS-Attacken. „Absolute Sicherheit wird es nicht geben“, sagte eine Sprecherin. „Wir versuchen uns bestmöglich zu schützen.“ Gleiches war auch vom Telekom-Konkurrenten Vodafone zu hören.

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