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Handel rechnet mit Wachstum von bis zu vier Prozent In der Buchbranche keimt wieder Hoffnung

Steht der deutsche Buchhandel vor einer neuen Blüte? Zumindest eine heitere Frühjahrsstimmung hat die krisengebeutelte Branche ergriffen. „Wir gehen in diesem Jahr von einem Wachstum zwischen 2 bis 4 % aus. Damit würden wir uns wieder auf dem Niveau der Jahre 2000 und 2001 bewegen können“, prognostiziert Dieter Schormann, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Er betreibt im Hauptberuf verschiedene Buchläden in der hessischen Universitätsstadt Gießen.
  • Christoph Schlautmann und Hans-Peter Siebenhaar (Handelsblatt)

DÜSSELDORF.Verlor der Buchhandel im vergangenen Jahr noch durchschnittlich 2 bis 3 % seiner Erlöse, hat der Boom bei Hörbüchern und Jugendliteratur seit dem Jahreswechsel offenbar die Trendwende gebracht. Der Januar lag 4,5 % über dem Vorjahreswert, meldet die Nürnberger Marktforschung GfK, der Februar um 2,6 %. Entsprechend keimen die Hoffnungen. „Es gibt einen verhaltenen Optimismus in der Branche. Die Psychologie ist beim Konsum von entscheidender Bedeutung. Es gibt derzeit keine Anzeichen, dass es weiter nach unten gehen könnte“, berichtet Schormann.

Doch vom Wachstum profitieren fast ausschließlich große Buchketten, wie Berechnungen der Fachzeitschrift „Buchreport“ zeigen. Schon im vergangenen Jahr verbesserten die Top 100 ihren Umsatz um 5,8 % – trotz des schrumpfenden Gesamtmarktes. Am aggressivsten wächst Marktführer Thalia. Die Douglas- Tochter könnte schon in den nächsten Tagen die Übernahme einer weiteren Buchkette bekannt geben, heißt es in Firmenkreisen. Namen werden in der Hagener Konzernzentrale noch nicht genannt.

Egal, ob die Preisaggressivität des Medienriesen Bertelsmann im Buchclubgeschäft oder der Expansionskurs von Thalia – bei der Standesvertretung der Verlage und Händler wird die Marktdynamik mit Argusaugen beobachtet. Mehr aber auch nicht, der Einfluss ist begrenzt. „Der Börsenverein kann nicht in das Marktgeschehen eingreifen, aber wir können Folgen des Konzentrationsprozesses in der Buchbranche aufzeigen“, sagt Schormann.

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