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Star Wars Von der Weltall-Seifenoper zum Milliardengeschäft

Die Marke „Star Wars“ ist auch 40 Jahre nach dem Original-Film eine Goldgrube. Der Disney-Konzern hat dem Erfinder George Lucas dessen Lebenswerk zwar für vier Milliarden Dollar abgekauft. Doch das war ein Schnäppchen.
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Für den Yoda-Geist aus „Die letzten Jedi“ wurde extra eine originalgetreue Puppe erstellt und ihr Meister Frank Oz zurück ans Set geholt. (Credit: picture alliance/Geisler-Fotopress) Quelle: Picture Alliance
Yoda

Für den Yoda-Geist aus „Die letzten Jedi“ wurde extra eine originalgetreue Puppe erstellt und ihr Meister Frank Oz zurück ans Set geholt.
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(Foto: Picture Alliance)

Los AngelesDer galaktische Kampf zwischen Gut und Böse ist und bleibt ein Kassenschlager: Der neueste Teil der „Star Wars“-Saga mit dem Titel „Die letzten Jedi“ hat am Startwochenende Mitte Dezember in Deutschland und Nordamerika zu einem Ansturm auf die Kinos geführt.

Etwas mehr als 1,6 Millionen Besucher sahen den achten Teil der Filmreihe zwischen Donnerstag und Sonntag in deutschen Kinos. Auch in Nordamerika bleibt das „Star Wars“-Universum unschlagbar: Am Eröffnungswochenende spielte das neue Abenteuer um Luke Skywalker und Generalin Leia an den Kinokassen in den USA und Kanada rund 220 Millionen Dollar (etwa 187 Millionen Euro) ein, wie der „Hollywood Reporter“ berichtete. Das sei der zweitbeste jemals gemessene Kinostart der USA - hinter dem Vorgängerfilm „Star Wars: Das Erwachen der Macht“, der 2015 an seinem Eröffnungswochenende rund 248 Millionen Dollar eingespielt hatte.

Die Marke „Star Wars“ ist auch 40 Jahre nach dem Original-Film noch immer eine massive „Cash Cow“ – Tendenz weiter steigend. Dank einer cleveren Zukunftsstrategie des Disney-Konzerns, der „Star Wars“-Erfinder George Lucas dessen Lebenswerk 2012 für vier Milliarden Dollar abkaufte.

Eine gewaltige Summe – und dennoch ein echtes Schnäppchen. Knapp die Hälfte des Kaufpreises hat Disney bereits wieder eingenommen mit zwei Filmen, 15-prozentigen Anteilen an Merchandise-Rechten sowie durch Lizenzen an Büchern und Videospielen.

In 2015 hat „The Force Awakens“ weltweit mehr als zwei Milliarden Dollar eingespielt. Mehr Geld als jeder andere Film der Sternen-Saga. Bei Disney verbleibt davon rund die Hälfte. „Die letzten Jedi“ könnten diesen Rekord nun erneut knacken. Und den Gesamtumsatz aller „Star Wars“-Filme seit 1977 auf die magische Marke von rund 10 Milliarden Dollar heben.

Disney baut ein Star-Wars-Imperium

Damit der massive Geldstrom auch in Zukunft nicht stoppt, verkündete Disney Anfang November, dass man bereits an einer weiteren Trilogie bastelt. Federführend dabei ist erneut Rian Johnson, der als Drehbuchautor und Regisseur bereits bei „Star Wars: Die letzten Jedi“ das kreative Zepter führte.

Um die Fans auch in der Zeit zwischen den jährlich erscheinenden Filmen bei „Star Wars“-Laune zu halten, baut Disney derzeit in seinen Vergnügungsparks in Los Angeles und Orlando neue gigantische Themenwelten basierend auf der Filmreihe - inklusive einem „Star Wars“-Hotel. „Galaxy’s Edge” nennt man diese rund sechs Hektar großen High-Tech-Illusionen, die in 2019 fertig gestellt sein sollen. Pünktlich zum Kinostart des dritten Teils der aktuellen Trilogie – bei Insidern einfach nur „Star Wars 9“ genannt.

Die unglaublichen Rekorde der Kultfilme
Erfolgreichste Filmreihe
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Star Wars ist die kommerziell erfolgreichste Filmserie der Geschichte. Vor 40 Jahren, am 25. Mai 1977 kam der erste Film in die Kinos. Allein bis 2012 wurden inklusive der Kinotickets geschätzte 24 Milliarden Euro eingenommen.

(Foto: dpa)
Internationale Begeisterung
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„Episode III: Die Rache der Sith“ lief zum Kinostart gleichzeitig in 115 Ländern an – Weltrekord.

(Foto: Reuters)
Macht der Vorfreude
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Kein anderer Trailer eines Films wurde gleich am ersten Tag so oft gesehen wie der zu „Das Erwachen der Macht“. 30,65 Millionen Menschen sahen ihn sich im April 2015 auf Youtube an.

(Foto: AP)
„Das Erwachen der Macht“
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Auch sonst ließ „Das Erwachen der Macht“ kaum einen Superlativ aus. In den Kinos spielte er weltweit gut zwei Milliarden US-Dollar ein und damit fast soviel wie „Titanic“ und „Avatar“. In den USA ließ er die beiden Blockbuster sogar deutlich hinter sich.

(Foto: Reuters)
Richtig (Kino-)Kasse gemacht
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Insgesamt spielten die Star-Wars-Filme bisher weltweit etwa 6,6 Milliarden US-Dollar ein.

(Foto: AFP)
Reicher Autor
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Niemand wurde durch eine Filmreihe so reich wie Star-Wars-Erfinder George Lucas (r.). Statt sich für den ersten Streifen ein Honorar auszahlen zu lassen, sicherte er sich die Rechte an den Fortsetzungen und den Merchandising-Artikeln. 2012 verkaufte er seine Produktionsfirma Lucasfilm an Disney für vier Milliarden US-Dollar. Das Forbes-Magazin schätzte sein Vermögen 2016 auf 4,9 Milliarden Dollar.

(Foto: ap)
Ausgezeichneter Filmkomponist
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Star-Wars-Komponist John Williams (l.) ist der lebende Mensch mit den meisten Oscar-Nominierungen: 50 an der Zahl. Fünfmal gewann er, darunter 1978 für den ersten Star-Wars-Soundtrack.

(Foto: AFP)

Dass „Star Wars“ nach wie vor eine derartige Anziehungskraft versprüht und immer wieder neue Generationen in seinen Bann zieht, fasziniert selbst Mark Hamill. Der Schauspieler erlebt in „Die letzten Jedi“ sein persönliches „Star Wars“-Revival in der Rolle des legendären Luke Skywalker.

Hamill gehörte zur Original-Besetzung im allerersten „Star Wars“-Film, den George Lucas 1977 in die Kinos brachte. „Wir dachten damals wir würden uns blamieren. Eine Seifenoper im Weltall, in der riesige Menschenaffen Raumschiffe fliegen – das klang ja anfangs auch alles ziemlich verrückt“, erinnert sich Hamill.

Die Seifenoper wurde zum ungeahnten Kinohit – und machte den damals noch unbekannten Hamill reich und berühmt. Er drehte bis Anfang der 1980er-Jahre zwei weitere „Star Wars“-Filme – dann wurde es still um ihn. Während Harrison Ford alias Han Solo als „Blade Runner“ und „Indiana Jones“ eine Weltkarriere startete, schlug sich Hamill als Stimmengeber für Comic-Filme durch. „Man hatte mich in eine Schublade gesteckt, und ich wurde vergessen. Aber ich hatte dennoch ein gutes Leben“, sagt Hamill. Nun schlägt mehr als 30 Jahre später noch mal die große Stunde von Hamill in seiner Paraderolle als Luke Skywalker.

Das Handelsblatt Barometer
„Der Film ist auch eine Ode an die starken Frauen unserer Zeit“
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