Handy-App Yahoo übernimmt Kurznachrichtendienst – und schließt ihn

Keine Spuren im Internet hinterlassen? Beim Kurznachrichtendienst „Blink“ löschen sich die Nachrichten nach einer Zeit, die jeder Sender selbst festlegen kann. Nun kauft Yahoo die gerade mal ein Jahr alte Firma auf.
Update: 14.05.2014 - 17:55 Uhr Kommentieren
Messaging-Dienste werden für die großen Internetkonzerne wie Yahoo immer interessanter, weil sie über den Zugang zu neuen Nutzern vor allem von Smartphones erhebliche Zusatzeinnahmen versprechen. Quelle: AFP

Messaging-Dienste werden für die großen Internetkonzerne wie Yahoo immer interessanter, weil sie über den Zugang zu neuen Nutzern vor allem von Smartphones erhebliche Zusatzeinnahmen versprechen.

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BangaloreYahoo-Chefin Marissa Mayer setzt ihre Einkaufstour im Geschäft mit Kurznachrichten-Diensten fort. Die erst vor einem Jahr gegründete Firma Blink gab am Mittwoch ihre Übernahme durch den Internetpionier bekannt. Sie bietet eine Handy-App, die es ermöglicht, eine Mitteilung nach einer vom Sender programmierten Zeit zu löschen. Der Kurznachrichten-Dienst soll nun geschlossen werden. Die sieben Mitarbeiter werden offenbar von Yahoo übernommen. Kaufpreis und andere Details wurden nicht genannt. Von Yahoo war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Messaging-Dienste werden für die großen Internetkonzerne immer interessanter, weil sie über den Zugang zu neuen Nutzern vor allem von Smartphones und Tablet-Computern mitunter erhebliche Zusatzeinnahmen versprechen. Der ins Hintertreffen geratene Branchenpionier Yahoo versucht auf diesem Weg, Boden auf Rivalen wie Google gutzumachen.

Im Februar sorgte Facebook für einen Paukenschlag, als das weltgrößte Online-Netzwerk die Übernahme von Whatsapp für 19 Milliarden Dollar bekanntgab. Weiteren Großakquisitionen erteilte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg daraufhin allerdings eine Absage.

Der Blink-Rivale Snapchat hatte Ende vergangenen Jahres eine drei Milliarden Dollar schwere Offerte von Facebook erhalten, diese aber ausgeschlagen. Snapchat ermöglicht Nutzern, Fotos zu schicken, die nach kurzer Zeit wieder verschwinden. Dieses Versprechen ist aus Sicht von US-Wettbewerbshütern allerdings irreführend. Den Streit mit den Behörden über diese Frage legte die Firma erst vor einigen Tagen bei.

  • rtr
  • dpa
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