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Handy-Riese Samsung zeigt Schwächen im Smartphone-Geschäft, Anleger strafen Aktie ab

Die Speicherchip-Sparte hält Samsungs Gewinn auf fabelhaften Höhen. Aber Smartphones können die Erwartungen nicht voll erfüllen.
06.07.2018 - 04:42 Uhr Kommentieren
Apple-Rivale: Die Gewinne von Samsung steigen langsamer Quelle: dpa
Samsung Galaxy Note 7

Einer Umfrage zufolge dürfte der Handyabsatz der Koreaner im zweiten Quartal um zwei Prozent gefallen sein.

(Foto: dpa)

Tokio Samsung Electronics schwächelt auf sehr hohem Niveau. Für das zweite Quartal sagte Südkoreas größter Konzern am Freitag zwar voraus, dass sein Betriebsgewinn mit 14,8 Billionen Won (11,3 Milliarden Euro) 5,2 Prozent höher als im Vorjahr ausfallen werde. Aber damit verfehlte der härteste Apple-Rivale nicht nur einen neuen Rekordgewinn, sondern auch den Marktkonsens leicht. Der Umsatz soll sogar um 4,9 Prozent auf 58 Billionen Won gesunken sein.

Damit liegt Samsungs Gewinnmarge zwar immer noch bei über 25 Prozent, ein fabelhaftes Ergebnis für einen traditionellen Mischkonzern. Aber die Anleger reagierten im Morgenhandel dennoch ungnädig. 40 Minuten nach dem Handelsstart der Börse in Seoul lag Samsungs Aktienkurs mit 45.100 Won 1,8 Prozent unter dem Schlusskurs vom Vortag und damit satte 21 Prozent unter dem Höchststand der vergangenen Monate vom November 2017.

Der genaue Grund für die Schwäche ist noch nicht bekannt. Denn Samsung verrät in seiner ersten Schätzung traditionell weder das Ergebnis der Sparten noch den Reingewinn. Aber Analysten sind sich einig, dass Samsungs erstes Standbein, die hochprofitable Sparte für Speicherchips, weiterhin die Gewinne stützt. Stattdessen erwarten sie, dass Samsungs Smartphones die hochgesteckten Erwartungen des Konzerns für dieses Jahr von mehr als 350 Millionen verkauften Handys verfehlt.

Der Smartphone-Markt verliert Dynamik

Ausgelöst wurde der Pessimismus durch die Verkaufsdaten im ersten Quartal. Laut einer Umfrage von Reuters und Samsung-Analysten dürfte der Handyabsatz der Koreaner im zweiten Quartal um zwei Prozent gefallen sein. Und das ist ein Problem für Samsung. Denn traditionell kämpft Samsung mit Apple um die Marktführerschaft, besonders im profitablen Premiumsegment. Und genau dort verteidigt Apple anscheinend seinen Vorsprung.

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    So verkauft sich Samsungs neue Smartphone-Generation offenbar langsamer als die Vorgänger im Vorjahr. Beispielsweise konnte das neue Flaggschiffhandy, das Galaxy S9 Plus, nur im April Apples iPhones vom ersten Platz der globalen Hitliste verdrängen.

    Im ersten Quartal hingegen belegte Apple laut einer Statistik des Marktforschers Counterpoint mit seinem iPhone 8, iPhone X und iPhone 8 Plus die Plätze 1, 3 und 5, Samsung mit seinen Galaxy-Geräten hingegen nur die Ränge 2 und 6.

    Den vierten Platz eroberte die chinesische Marke Xiaomi mit dem preiswerteren Smartphone Redmi 5A, das Amazon in Deutschland für knapp über 100 Euro verkauft. Experten vermuten als Grund, dass sich die Kunden derzeit ihre Handys weniger rasch ersetzen als früher, da es dieses Jahr keine großen Innovationen gibt.

    Nur Apple hat mit dem iPhone X einen neuen Formfaktor gewagt, was sich trotz dessen hohen Preises auszuzahlen scheint. Wie sich die Rangliste im vergangenen Jahresviertel finanziell für Apple auszahlt, wird der kalifornische Konzern Ende Juli erklären.

    Die gute Nachricht für Samsung allerdings ist, dass der Speicherchipboom noch nicht geendet hat. Die hohe Nachfrage nach Dram- und Nandchips hat die Gewinnmargen aller Chiphersteller massiv aufgebläht. Weltmarktführer Samsung strich in den vergangenen Quartalen sogar Umsatzrenditen von 50 Prozent ein.

    Hält sich dieser Trend dieses Jahr noch, kann Samsung mit etwas Glück darauf hoffen, dass die Smartphone-Nachfrage 2019 wieder anzieht. Denn Experten erwarten dann größere Neuerungen wie flexible oder gar auseinanderfaltbare Displays, die das Interesse der Kunden wecken könnten.

    Das größte Risiko für Samsung ist allerdings die Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump. Wenn sein Streit mit China in einen Zollkrieg eskaliert und damit auch Smartphones in den USA verteuert, dürfte Samsung gleich doppelt getroffen werden.

    Denn Samsung verkauft nicht nur Smartphones, sondern ist auch wichtigster Zulieferer anderer Hersteller von Speicherchips und Oled-Displays. Und der Absatz von Bauteilen könnte dann mit dem Smartphone-Verkauf in den USA einbrechen.

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