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Hewlett-Packard Setzt HP Léo Apotheker vor die Tür?

Ist das das Ende von Léo Apotheker als Chef des größten Computerherstellers der Welt? Laut Medienbericht will sich Hewlett-Packard wohl von dem deutschen Manager trennen. Die Aktie hebt ab.
Update: 21.09.2011 - 18:09 Uhr 10 Kommentare
HP-CEO Leo Apotheker in San Francisco. Quelle: Reuters

HP-CEO Leo Apotheker in San Francisco.

(Foto: Reuters)

Es wäre ein Paukenschlag. Laut Berichten der Nachrichtenagentur Bloomberg und des Technologieblogs „All Things Digital“ erwägt der Verwaltungsrat des Computerherstellers Hewlett-Packard, sich von Vorstandschef Leo Apotheker zu trennen. Die Agentur berichtet unter Berufung auf gut informierte Kreise, dass bereits ein Treffen des Verwaltungsrats angesetzt worden sein soll.

Übergangsweise solle die Ex-eBay -Chefin Meg Whitman den Posten übernehmen. Die Aktionäre von Hewlett-Packard brachen ob der Nachricht in Freudengeheul aus. Die Aktien von HP gewannen zwischenzeitlich gut acht Prozent. Bei HP war unmittelbar niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Auch Whitman war nicht zu erreichen.

Apotheker hatte das Ruder von Mark Hurd übernommen, nachdem dieser wegen einer undurchsichtigen Affäre zu einer externen Mitarbeiterin gehen musste. Der Deutsche hatte mit seinen Umbauplänen für den weltgrößten PC-Hersteller einen dramatischen Kurssturz ausgelöst. Der Aktienkurs von HP sackte nach dem von Apotheker verkündeten Richtungswechsel um über 20 Prozent ab. Apotheker will sich vom PC-Geschäft trennen und steckt stattdessen Milliarden in den Kauf eines britischen Software- Spezialisten. Zugleich kapituliert Hewlett-Packard im Wettbewerb bei Smartphones und Tablet-Computern: Geräte mit dem eigenen mobilen Betriebssystem webOS werden nicht mehr produziert.

Zuletzt war HP dabei, die Auswirkungen auf den Konzern von Apothekers Plan zu prüfen. Apotheker hatte mit seinem Strategiewechsel zehn Jahre nach dem Zukauf von Compaq das PC-Geschäft wieder zur Disposition gestellt. „Wir ziehen einen Spin-Off als selbstständiges Unternehmen vor“, sagte die Sprecherin. „Wir gehen davon aus, dass dies im besten Interesse der Aktionäre, Kunden und Mitarbeiter ist.“ Eine Alternative zur Abspaltung wäre ein Verkauf der Sparte. Eine Entscheidung sollte bis Ende des Jahres fallen.

Es geht dabei um den größten Geschäftsbereich von HP. Im vergangenen Quartal fuhr die Sparte mit 9,6 Milliarden Dollar fast ein Drittel der Konzernumsätze ein.

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10 Kommentare zu "Hewlett-Packard: Setzt HP Léo Apotheker vor die Tür?"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • ... das ist Handelsblatt Deutsch: "Zuletzt war HP dabei, die Auswirkungen auf den Konzern von Apothekers Plan zu prüfen"
    Grüße Gerald

  • Ich denke, HP wird jetzt target für M&A. Deshalb KAUF ich jetzt HP Aktien... :-) Mal sehn...

  • Er könnte auch bei Opel einsteigen, die defizitäre Autosparte auflösen und Opel zum Softwarekonzern umbauen.

  • Also wenn Meg Whitman eine ähnliche Taktik verfolgt wie Apotheker, dann gibt HP demnächst die übrigen Geschäftsbereiche auch noch ab und steigt durch Zukäufe in das Geschäft mit Onlineauktionen ein.

  • wow, klarer kann man ja nich für einen idioten gehalten werden. gerüchte um den eigenen rauswurf lassen den aktienkurs ansteigen. wahrscheinlich hat apotheker vorher noch eine runde calls gekauft und verdient soger daran noch prächtig

  • nicht nur im Amilaendle hat man sich ueber Klagen Gedanken gemacht, ebenso im Deutschlaendle.

  • Eine der besten Unternehmensentscheidungen aus dem Hause HP.

    Hoffentlich wird auch noch ne deftige Aktionärsklage gegen diesen Konzernlenker fällig. Neben Kapitalvernichtung hat er nicht viel bewegt. Dafür muss er zur Verantwortung gezogen werden.

    Bleibt zu hoffen, dass man sich im Amiländle bereits über Klagen Gedanken macht!

  • apple läuft grad ziemlich gut..vielleicht will er es ja da versuchn :P...sillicon valley gute nacht!!DWvfy

  • da war der verwaltungsrat aber fix ;)

  • Bin gespannt welchen Konzern Apotheker als nächstes runterwirtschaften möchte!

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