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Hoher Quartalsverlust Nikon sagt neue Kamera-Reihe ab

Der Wandel des Fotomarktes stellt Platzhirsche wie Nikon schon lange vor Herausforderungen. Eine Abschreibung auf die Halbleiter-Sparte verschärft die Probleme. Nun wird die neue Kamera-Reihe gestrichen.
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Der Elektronikkonzern verbuchte im vergangenen Vierteljahr einen Verlust von 18,5 Milliarden Yen. Quelle: dpa
Nikon-Kamera

Der Elektronikkonzern verbuchte im vergangenen Vierteljahr einen Verlust von 18,5 Milliarden Yen.

(Foto: dpa)

TokioNikon hat nach einem verlustreichen Weihnachtsquartal Pläne für eine bereits um Monate verzögerte neue Kamera-Reihe aufgegeben. Die drei Kameras der ursprünglich noch für Juni 2016 angekündigten DL-Serie werden nicht auf den Markt kommen, wie der japanische Konzern am Montag mitteilte. Die DL-Modelle sollten in dem noch Segment der Premium-Kompaktkameras unter anderem gegen Geräte von Sony und Panasonic antreten. Als Grund für die Verzögerung wurden damals Probleme bei der Entwicklung der Fotosensoren angegeben.

Nikon verbuchte im vergangenen Vierteljahr einen Verlust von 18,5 Milliarden Yen (153 Millionen Euro). Den Ausschlag dafür gaben zusätzlich zu den Kosten des bereits im November angekündigten Abbaus von 1000 Arbeitsplätzen vor allem die hohen Abschreibungen in der Halbleiter-Sparte. Sie führten zu einer Belastung von knapp 30 Milliarden Yen (248 Millionen Euro) in den ersten neun Monaten des noch bis Ende März laufenden Geschäftsjahres.

Die kommen wieder, die Sofortbilder
Photokina
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Es ist die größte Fotomesse der Welt: Rund 1000 Aussteller aus 40 Ländern präsentieren den erwarteten 180.000 Besuchern der Photokina in Köln bis Sonntag ihre aktuellen Produkte. Im Rampenlicht stehen neben den klassischen Digitalkameras viele neuere Gerätetypen wie Action-Cams, Fotodrohnen, Bodycams oder Datenbrillen. Hier eine Auswahl.

(Foto: AFP)
Vuze 3D 360
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Nicht unbedingt nach Videokamera sieht die Vuze 3D 360 aus. Doch das futuristische Stück Hightech hat es in sich: Acht Objektive und Sensoren mit Full-HD-Auflösung sorgen im Inneren für die Aufnahmen. Damit werden Rundumvideos in 3D möglich – zum Preis von ca. 800 Euro.

(Foto: Reuters)
Polaroid Snap Touch
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Sofortbildfotografie ist seit fast 80 Jahren das Herzstück der Marke Polaroid. Jüngstes Beispiel ist die digitale Sofortbildkamera Polaroid Snap Touch. Die Kamera verfügt über einen 3,5" LCD-Touchscreen und einen 13-Megapixel-Sensor, der Videoaufnahmen in 1080p Full-HD ermöglicht. Via Bluetooth kann der Anwender die Kamera mit Smartphones oder Tablets verbinden, womit das knapp 200 Euro teure Gerät zu einem Sofortbilddrucker wird.

Leica Sofort
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Auch Leica stellt in Köln eine neue Sofortbildkamera vor. Die Leica Sofort hat eine Reihe von Programmmodi etwa für Personen, Sport oder Selfie. Die meisten Einstellungen nimmt die Kamera automatisch vor, einige Parameter kann der Fotograf aber selbst einstellen, etwa die Belichtung korrigieren oder den Blitz aktivieren. Die Leica Sofort kommt im November auf den Markt und soll 280 Euro kosten.

(Foto: dpa)
Canon EOS M5
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Die EOS M5 ist das neue Flaggschiff unter den spiegellosen Canon Systemkameras. Eine wichtige Neuerung ist der integrierte elektronische Sucher, durch den der Fotograf sein Motiv betrachten kann. Die Kamera nimmt auch Videos auf, bei der Bildrate kann zwischen 24, 25, 30, 50 und 60 Bildern pro Sekunde gewählt werden. Die EOS M5 soll im November auf den Markt kommen und 1130 Euro kosten.

(Foto: dpa)
Sofortbildkamera im Retro-Look
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Impossible I-1 heißt diese neue Sofortbildkamera aus den Niederlanden. Das eckige Gehäuse ähnelt dem der alten Polaroids. Allerdings hat Impossible die Kamera mit einigen modernen Elementen angereichert: So hat sie einen Ringblitz aus Leuchtdioden und eine Funkschnittstelle erhalten. Wer die Kamera im überarbeiteten Retro-Look erwerben möchte, muss dafür rund 300 Euro bezahlen.

(Foto: Reuters)
Panasonic Lumix LX15
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Mit der Lumix LX15 stellt Panasonic eine High End-Kompaktkamera vor. Der 1-Zoll-Sensor mit 20 Megapixeln soll in Verbindung mit einem lichtstarken Leica Summilux-Objektiv gute Aufnahmen auch bei schlechten Lichtverhältnissen ermöglichen. Die LX15 macht nicht nur Fotos, sondern zeichnet auch hochauflösende 4K Videos auf. Marktstart ist der November, der Preis liegt bei 699 Euro.

(Foto: dpa)

Nikons Umsatz im Geschäft mit Fotoprodukten brach in dem Ende Dezember abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal im Jahresvergleich um 23 Prozent auf 122,5 Milliarden Yen (gut eine Milliarde Euro) ein. Mit der Absage der DL-Serie ist der Konzern noch mehr als bisher auf seine Spiegelreflex-Kameras angewiesen, während seine Systemkamera-Reihe Nikon 1 in die Jahre gekommen ist.

Der Fotomarkt ist schon lange ein hartes Pflaster. Erst wurden einstige Platzhirsche der klassischen Fotografie wie Kodak oder Polaroid vom Vormarsch der Digitalkameras überrollt. Inzwischen geraten auch die verbliebenen spezialisierten Anbieter durch die allgegenwärtigen Smartphone-Kameras unter Druck, die für viele Verbraucher einfache „Knipsen“ längst abgelöst haben - und auch eine immer bessere Qualität liefern. Sony besetzte unterdessen weitgehend das Geschäft mit Bildsensoren für Smartphones.

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  • dpa
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