Huawei Billig-Konkurrenz setzt Smartphone-Riesen unter Druck

Huawei ist rasant zum größten Rivalen von Apple und Samsung aufgestiegen. Doch die Konkurrenz durch Billiganbieter setzt dem chinesischen Smartphone-Hersteller immer stärker zu. Der Gewinn stagnierte im abgelaufenen Jahr.
Update: 31.03.2017 - 09:24 Uhr Kommentieren
Der Konzern ist auch in der Telekom-Ausrüstung aktiv und ringt dort mit Ericsson aus Schweden um die globale Marktführerschaft. Quelle: AFP
Huawei

Der Konzern ist auch in der Telekom-Ausrüstung aktiv und ringt dort mit Ericsson aus Schweden um die globale Marktführerschaft.

(Foto: AFP)

ShenzhenDem chinesischen Technologiekonzern und weltweit drittgrößtem Smartphone-Hersteller Huawei setzt der Konkurrenzdruck durch Billig-Anbieter zu. Das Unternehmen steigerte seinen Umsatz 2016 zwar um fast ein Drittel auf umgerechnet knapp 71 Milliarden Euro. Der Gewinn stagnierte indes bei fünf Milliarden Euro, wie der Konzern am Freitag mitteilte.

Huawei ist rasant zum größten Rivalen von Apple und Samsung aufgestiegen. Neue chinesische Anbieter wie Oppo und Vivo, die Smartphones mit ähnlicher Ausstattung billiger anbieten, haben Huawei inzwischen aber vom Platz 1 in China verdrängt. Im Kampf um Marktanteile werden dann häufig Preise gesenkt, was die Gewinne schmälert.

Das sind die neuen Smartphones
LG G6
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LG setzt beim neuen G6 nicht mehr auf die modulare Bauweise des Vorgängers. Nun steht das Display im Vordergrund. Im ungewöhnlichen 18:9-Format soll das G6 Fotos und Filme detaillierter darstellen – inklusive Farbräumen und Kontrasten in Dolby Vision und HDR 10, die sonst nur vom TV-Bildschirm bekannt sind.

LG G6
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Mit zwei Kameras, einer Standard- und einer Weitwinkelkamera, sollen mit dem LG G6 Aufnahmen mit 125 Grad Blickwinkel möglich sein.

Huawei P10
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Auch Huawei setzt auf die doppelte Kamera. Allerdings werden nicht verschiedene Winkel kombiniert, sondern eine Schwarz-Weiß- und eine Farbkamera. Das soll für schnelleren Fokus und verlustfreies Zoomen sorgen, aber auch für echte Schwarz-Weiß-Bilder ohne Filter. Die Kameralinsen für das P10...

Huawei P10 Plus
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...und das leistungsfähigere P10 Plus wurden gemeinsam mit Leica entwickelt. Fotoenthusiasten sollen zahlreiche Aufnahmemodi, Filter und Effekte ansprechen. Huawei ruft für das P10 und das P10 Plus 600 Euro beziehungsweise 750 Euro auf.

Huawei P10
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Intelligente Funktion: Huawei ermöglicht auf dem P10 und dem P10 Plus das „Klonen“ von Apps. So können zwei Whatsapp- oder zwei Facebookkonten auf einem Telefon betrieben werden.

Alcatel A5 LED
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Eine Facebook-Nachricht leuchtet blau, ein Snap gelb: Beim neuen Alcatel-Smartphone A5 LED besteht die Hülle aus LEDs. Diese leuchten bei Benachrichtigungen auf oder begleiten Musik mit einer kleinen Lichtshow. Und wer will, zeigt seine Laune mit grellen Farben an. Auf den Akku soll das nicht groß schlagen, pro Tag macht das nach Angaben des Herstellers nur fünf Prozent der Ladekapazität aus. Das Gerät kostet - passend für die junge Zielgruppe - rund 200 Euro.

Sonys Xperia XZ Premium
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Bei Sonys neuem Spitzenmodell Xperia XZ Premium schießt die 19-Megapixel-Hauptkamera bis zu 960 Bilder pro Sekunde. Extreme Zeitlupeneffekte sind so möglich. Das wasser- und staubdichte 5,5-Zoll-Gerät soll im Juni für rund 750 Euro in den Verkauf gehen.

Ende Februar hatte Huawei erklärt, im Smartphone-Geschäft sei die Gewinnspanne inzwischen sehr niedrig. Huawei-Gründer und Konzernchef Ren Zhengfei hatte daher die Mitarbeiter zu mehr Einsatz gedrängt. Ansonsten werde die Firma auseinanderfallen. „Starke Männer in ihren 30ern, die nicht hart arbeiten wollen, sondern nur im Bett Geld zählen – ist das möglich?“, hieß es in einem Memo des Chefs an die Beschäftigten. Dafür werde er nicht mehr bezahlen.

Huawei hat 170.000 Mitarbeiter und ist nicht an der Börse notiert, sondern im Besitz von 80.000 Angestellten. Der Konzern ist auch in der Telekom-Ausrüstung aktiv und ringt dort mit Ericsson aus Schweden um die globale Marktführerschaft.

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