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Huawei-Deutschlandchef im Interview „Kaum ein Land der Welt ist so dringend auf 5G angewiesen wie Deutschland“

Der neue Huawei-Deutschlandchef Dennis Zuo pocht auf die Unabhängigkeit des Netzwerkausrüsters. Niemals werde das Unternehmen sich zur Sabotage zwingen lassen.
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Huawei: Deutschlandchef Dennis Zuo pocht auf Unabhängigkeit Quelle: Max Brunnert für Handelsblatt
Huawei-Deutschlandchef Dennis Zuo

„Die Sicherheit der Netze hat für uns oberste Priorität.“

(Foto: Max Brunnert für Handelsblatt)

DüsseldorfDer Deutschlandchef des chinesischen Mobilfunkausrüster Huawei, Dennis Zuo, weist Spionagevorwürfe gegen sein Unternehmen zurück. „Die Sicherheit der Netze hat für uns oberste Priorität“, sagt Zuo in einem Interview mit dem Handelsblatt.

Das Unternehmen gehöre zu 100 Prozent der Belegschaft. „Der Staat hält keinen Anteil an Huawei. Und er hält sich aus unseren Geschäften raus“, so Zuo. Künftig werde Huawei daran arbeiten, sich offen und transparent in die Debatte um die Sicherheit der Mobilfunknetze einzubringen.

Die USA, Australien und Neuseeland haben den Einsatz von Huawei-Produkten in ihren Mobilfunknetzen wegen Sicherheitsbedenken bereits weitgehend untersagt. Was bei Huawei für Unverständnis sorgt. Der Gründer des chinesischen Netzwerkausrüsters, Ren Zhengfei, kritisiert in einem BBC-Interview den Umgang mit seinem Konzern.

Und auch die Bundesregierung in Berlin diskutiert über die Sicherheit der Produkte von Huawei. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik ist beauftragt worden, einen neuen Sicherheitskatalog für Ausrüstung in der Mobilfunktechnik auszuarbeiten. Ausrüstung von Huawei steckt in den Netzen von Telekom, Vodafone und Telefónica, den Mobilfunkbetreibern in Deutschland.

Zuo betont im Handelsblatt, Huawei sei unabhängig, und es habe niemals einen Zugriff des chinesischen Staates gegeben. „China ist nicht die USA. Dort setzt die Regierung vielleicht ihren langen Arm über Grenzen hinweg ein“, sagte Zuo. Zudem werde Huawei in den kommenden fünf Jahren rund zwei Milliarden Dollar investieren, um die Netzwerksicherheit zu erhöhen.

Lesen Sie hier das komplette Interview mit Dennis Zuo:

Herr Zuo, Sie übernehmen den Chefposten bei Huawei in Deutschland inmitten einer großen Krise. Wie wollen Sie Vertrauen gewinnen?
Seit meiner Ankunft vor wenigen Tagen habe ich mich intensiv mit meinen Kollegen hier ausgetauscht. Früher haben wir bei Huawei gedacht, dass es reicht, wenn wir unsere Kunden zufrieden stellen und gute Produkte und guten Service liefern. Heute wissen wir, dass wir uns noch mehr anstrengen müssen. Wir müssen noch aktiver mit der Gesellschaft, der Industrie und der Politik in Kontakt treten. Wir müssen transparenter werden. Aber ich bin überzeugt, dass wir diesen Wandel schnell hinbekommen werden.

Die USA haben Sie vom Ausbau ihrer Mobilfunknetze ausgeschlossen. Australien und Neuseeland haben ähnliche Schritte ergriffen. Wie konnte es so weit kommen?
Es hat uns selbst überrascht, dass die Lage sich so entwickelt hat. Für uns war das Thema Cybersicherheit stets eine technische Angelegenheit. Wir lösen solche Herausforderungen mit technischen Ansätzen. In den rund 30 Jahren unserer Firmengeschichte sind wir in 170 Ländern aktiv und haben mit diesem Ansatz auch große Erfolge erzielt.

Reicht das?
Nein, offenbar nicht. Wir wollen uns künftig noch stärker mit dem Thema Sicherheit auseinandersetzen. Wir werden in den kommenden fünf Jahren rund zwei Milliarden Dollar investieren, um die Netzsicherheit zu verbessern. Cybersicherheit ist eine globale Frage. Die können wir nicht als ein Unternehmen lösen, sondern brauchen die Kooperation mit anderen Firmen aus der Branche, mit unseren Kunden und auch mit der Politik. Deshalb unterstützen wir auch, dass das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik deutlich strengere Standards für die Telekommunikations-Branche aufstellen will.

Wird das genug sein? Wir stehen vor der Einführung der nächsten Mobilfunkgeneration 5G. Sie soll alles mit allem vernetzen können. Das könnte Firmen und Staaten besonders angreifbar machen.
Der bisherige Mobilfunkstandard 4G ist die Basis für 5G, und 4G wurde bereits weltweit massiv ausgebaut. Bei 5G wurde in der Standardisierung die Sicherheitsarchitektur auf die vollständige Ende-zu-Ende-Verbindung erweitert und die einzelnen Sicherheitsfunktionen wurden nochmals deutlich verstärkt, und so sind wir überzeugt, dass 5G sehr sicher und robust sein wird. In China ist es beispielsweise bereits bei 4G gelungen, das beste Netz der Welt aufzubauen. In der Volksrepublik gibt es so viele 4G-Basisstationen wie im Rest der Welt zusammen. Zusammen mit den drei Netzbetreibern China Mobile, China Unicom und China Telecom haben wir eine exzellente Versorgung der Bürger in China erreicht. Hier wurde also schon bei 4G die Basis für einen ganzen Kosmos von Internetfirmen geschaffen, und 5G wird weltweit noch wichtiger werden.

Dennis Zuo mit Handelsblatt-Ressortleiterin Andrea Rexer und Handelsblatt-Redakteur Stephan Scheuer. Quelle: Max Brunnert für Handelsblatt
In der Deutschland-Zentrale in Düsseldorf

Dennis Zuo mit Handelsblatt-Ressortleiterin Andrea Rexer und Handelsblatt-Redakteur Stephan Scheuer.

(Foto: Max Brunnert für Handelsblatt)

… auch weil alle Netzbetreiber Staatsunternehmen sind und Peking den Netzausbau massiv unterstützt hat.
Der Ansatz ist nicht neu. Viele Industriezweige in Deutschland, von der Automobilindustrie bis zum Maschinenbau konnten sich in den vergangenen Jahrzehnten auch so erfolgreich entwickeln, weil mit der richtigen Infrastruktur ganz wesentliche Grundvoraussetzungen vorhanden waren. Deutschland hat beispielsweise mit dem Aufbau der Autobahnen ebenfalls einen Standard gesetzt. Der Erfolg der deutschen Autoindustrie gründet historisch zum Teil auf dem guten Autobahnnetz. Damit Deutschland nicht den Anschluss verliert, ist deshalb der Aufbau guter 5G-Netze so wichtig. Kaum ein Land der Welt ist so dringend auf die nächste Mobilfunkgeneration angewiesen wie Deutschland. Und kaum ein Land kann so stark profitieren wie Deutschland. Die Stärken von 5G lassen sich mit den Stärken der deutschen Automobil- und anderer Industrien kombinieren. Ich will der Bundesregierung nichts vorschreiben. Aber dazu ein Gedanke: In China wurden die Frequenzen für 5G vergeben und nicht versteigert. Das Geld, das die Mobilfunkunternehmen gespart haben, können sie in den Netzausbau stecken.

Und Sie könnten mit dem Netzausbau in Deutschland sehr viel Geld verdienen.
Unser Anteil ist deutlich geringer als viele meinen. Wir liefern nur die technische Ausrüstung. Und die Kosten dafür liegen nur bei etwa 25 Prozent. Viel stärker ins Gewicht fallen die Kosten für die Miete oder den Kauf von Standorten und die eigentlichen Baumaßnahmen.

Der frühere Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), Gerhard Schindler, hat gewarnt, Huawei könnte eine Art „Kill Switch“ haben, mit dem im Falle eines Krieges oder Konfliktes unsere Kommunikation gestört wird. Hat Huawei einen „Kill Switch“?
Nein, Huawei hat natürlich keinen „Kill Switch“. Wir würden uns freuen, mit Herrn Schindler darüber zu sprechen, damit er uns erklären kann, wie er auf diese Idee kommt. Es ist technisch gar nicht möglich, dass Huawei das gesamte Netzwerk in einem Land sabotiert. Wir liefern lediglich Einzelteile, die im gesamten Netz verbaut werden. Es gibt ein ungeschriebenes Gesetz unter den Netzbetreibern, dass sie niemals nur auf die Ausrüstung eines einzelnen Herstellers setzen. Die Unternehmen verwenden immer Komponenten von verschiedenen Produzenten. Huawei hat nicht die Hoheit über die Mobilfunknetze. Die liegt ausschließlich bei den Betreibern. Sie würden niemals die Hoheit über ihre Netze an einen Ausrüster abgeben. Zum Beispiel mit Vodafone verbindet uns eine langjährige Partnerschaft. Sie unterziehen jedes unserer neuen Produkte langwierigen Tests. Die können manchmal ein bis eineinhalb Jahre dauern.

Vodafone-Vorstandschef Nick Read hat angekündigt, dass Huawei vorerst nicht weiter im Ausbau des Kernnetzes eingesetzt wird. In Deutschland wird Huawei bei Vodafone sogar aus dem Kernnetz entfernt. Wie erklären Sie sich das?
Natürlich hat jeder Betreiber das Recht, sich seine Lieferanten frei auszuwählen. Die Entscheidung in Deutschland hat nichts mit Sicherheitsbedenken zu tun. Das hat Vodafone deutlich gesagt. Es war eine kommerzielle Entscheidung, vermutlich waren wir einfach zu teuer. Die Entscheidung, Huawei aus dem Kernnetz zu entfernen, liegt auch schon zwei Jahre zurück. Sie wird nur bis heute umgesetzt. Sie sagt aber nichts über die Sicherheit unserer Produkte aus.

Haben Sie Sorge, dass auch die beiden anderen Netzbetreiber in Deutschland, Telekom und Telefónica, Huawei aus ihrem Kernnetz nehmen können, oder sogar ganz auf Huawei verzichten?
Wir konzentrieren uns auf die technische Seite. Wir setzen alles daran, unsere Produkte so sicher wie möglich zu machen. Falls sich Kunden aus politischen oder anderen Gründen dazu entscheiden, unsere Produkte nicht zu kaufen, dann haben wir das natürlich zu akzeptieren.

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Technische Lösungen haben Grenzen. Sie legen zwar in Ihrem Security Lab in Bonn den Quellcode Ihrer Produkte offen. Doch Experten sagen, dass es nahezu unmöglich ist, in zehntausenden Zeilen von Computercode Hintertüren wirklich wirksam zu entdecken. Wie wollen Sie das Dilemma lösen?
Unser Ansatz ist es, maximale Transparenz zu zeigen, gerade weil es so viele Fragen gibt. Aber natürlich sind alle digitalen Produkte immer komplexer geworden. Was hilft, sind klare und strenge Standards. Genau die fordern wir, dafür setzen wir uns ein. Entsprechend bringen wir uns in Deutschland beim BSI ein und auch international beim Standardisierungsgremium im Mobilfunk 3GPP.

Die große Sorge in Deutschland und anderen Staaten ist, dass sich die chinesische Regierung Zugang zu den Daten verschaffen könnte, etwa indem sie Huawei zwingt, Hintertüren in Produkte einzubauen.
Nein, das ist nicht möglich. Und die chinesische Regierung zwingt uns nicht dazu, etwas Illegales zu tun. Das chinesische Außenministerium hat im Dezember nochmals betont, dass das chinesische Gesetz der Regierung nicht die Befugnis gibt, Telekommunikationsunternehmen zu zwingen, Hintertüren oder Abhörgeräte zu installieren oder sich an einem Verhalten zu beteiligen, das die Telekommunikationsanlagen anderer Länder gefährden könnte. In den 30 Jahren unserer Firmengeschichte haben wir noch nie so eine Anfrage von irgendeiner Regierung bekommen.

Wie würden Sie reagieren, wenn der Staat oder die Kommunistische Partei bei Ihnen Zugriff verlangt? Hätten Sie überhaupt die Chance, nein zu sagen?
Natürlich würden wir nein sagen. Die Sicherheit der Netze hat für uns oberste Priorität. Wir sind ein Privatunternehmen und auf das Vertrauen unserer Kunden angewiesen. Es ist in unserem Interesse, dass wir unserem Geschäft nicht diese Basis entziehen. Immerhin gehört die Firma zu 100 Prozent der Belegschaft. Der Staat hält keinen Anteil an Huawei. Und er hält sich aus unseren Geschäften raus.

Apple hat sich unter anderem in den Jahren 2015 und 2016 geweigert, dem FBI zu helfen, ein iPhone zu entschlüsseln. Dafür hatte sich das Unternehmen sogar vor Gericht verteidigt. Würde Huawei sich genau so verhalten?
Huawei würde nicht gegen die chinesische Regierung vor Gericht ziehen. Aber wir würden dies auf jeden Fall ablehnen.

Wie?
Zunächst einmal ist es technisch ja gar nicht möglich. Wir würden der Regierung aber auch klar sagen, dass die Zukunft von Huawei davon abhängt. Es würde das Ende von unserem internationalen Geschäft bedeuten. Wir würden klar sagen, dass wir dann unsere Standorte im Ausland sofort schließen müssten. Wenn wir so etwas auch nur einmal machen würden, wäre unser Geschäftsmodell zerstört.

Peking könnte einen Zugriff zu einer Frage der nationalen Sicherheit erklären. Dann müsste Huawei helfen, oder?
China ist nicht die USA. Dort setzt die Regierung vielleicht ihren langen Arm über Grenzen hinweg ein. Für uns gilt lokales Recht, wo auch immer wir Geschäfte machen. Und deshalb werden wir niemals etwas tun, was in Deutschland nicht erlaubt ist.

Das russische Software-Unternehmen Kaspersky Lab war in einer Vertrauenskrise. Daraufhin hat die Firma Teile ihres Hauptquartiers in die Schweiz verlagert, um einen Zugriff der russischen Regierung unmöglich zu machen. Würde Huawei notfalls die Firmenzentrale verlagern? Etwa nach Düsseldorf?
Düsseldorf ist schon heute die zweitgrößte Niederlassung von Huawei außerhalb Chinas. Hier ist unsere Europazentrale. In München haben wir ein großes Forschungszentrum. In Weilheim haben wir eine auf Forschung angelegte Produktionsanlage. In unseren Fabriken setzen wir in großem Umfang Maschinen von deutschen Firmen ein.

Also erwägen Sie, die Zentrale nach Düsseldorf zu verlagern?
Düsseldorf ist heute schon die zweite Zentrale neben Shenzhen in China. Weitere Veränderungen sind derzeit nicht geplant.

Ein Aspekt für die Sicherheit sind auch die Mitarbeiter einer Firma. Ein Angestellter von Huawei in Polen steht unter Verdacht, die polnische Regierung ausspioniert zu haben. Wie wollen Sie verhindern, dass so etwas in Deutschland passiert?
Zu einem laufenden Gerichtverfahren kann ich mich nicht äußern. Nur so viel: Der Fall hat nichts mit Huawei als Unternehmen zu tun, dies haben die polnischen Behörden unmissverständlich erklärt. Generell haben wir strenge Richtlinien für alle 180.000 Mitarbeiter von Huawei. Und sie müssen sich regelmäßigen Prüfungen unterziehen. Alle haben sich an die Regeln zu halten, da kennen wir kein Pardon.

Welche Rolle hat die chinesische Regierung beim Aufstieg von Huawei zum Marktführer für Telekommunikationsausrüstung innerhalb von nur 30 Jahren gespielt?
Die Regierung will natürlich, dass wir weiter fleißig Steuern zahlen. Wir genießen keine Sonderbehandlung. Es gibt wie in vielen Ländern Förderprogramme für Entwicklung und Forschung in China. Die stehen aber auch unseren Wettbewerbern Nokia und Ericsson offen. Zudem profitieren wir von dem hervorragenden Ausbildungssystem in China. Denn viele der herausragenden Ingenieure und Programmierer können wir direkt von chinesischen Universitäten rekrutieren.

Aber genießen Sie zusammen mit ihrem heimischen Rivalen ZTE nicht einen bevorzugten Zugang bei der Ausrüstung der chinesischen Netze?
Nein, das stimmt so nicht. Wir hatten zwischenzeitlich sogar Schwierigkeiten auf unserem Heimatmarkt.

In Europa haben Sie über die vergangenen zwei Jahrzehnte vor allem über einen günstigen Preis Marktanteile erobert. Waren da chinesische Subventionen im Spiel?
Nein. Wir waren auch nicht einfach günstiger. Wir sind fleißiger! Wir hatten oft einfach effizientere und leistungsfähigere Lösungen für unsere Kunden. Dadurch mussten unsere Kunden weniger Geräte für die gleiche Leistung kaufen und konnten so Geld sparen.

Huawei ist das internationalste Unternehmen aus China. Rund die Hälfte Ihres Geschäftes erwirtschaften Sie außerhalb Ihres Heimatlandes. Aber alle Vorstände und alle Aufsichtsräte stammen aus China. Wieso?
Das stimmt. Aber das haben wir als ein Problem erkannt und versuchen, daran etwas zu ändern. Wir wollen mehr internationale Talente anziehen. Mein persönliches Ziel ist es, mehr deutsche Fachkräfte für eine Arbeit bei Huawei zu gewinnen.

Wann wird es den ersten deutschen Konzernvorstand bei Huawei geben?
Das kann ich nicht sagen. Aber ich hoffe sehr, dass nach mir ein Deutscher den Posten als Chef des Deutschlandgeschäftes übernehmen wird.

Huawei gehört zwar den Mitarbeitern, aber nur chinesische Angestellte können volle Anteile mit Stimmrecht erwerben. Warum sind internationale Mitarbeiter davon ausgeschlossen?
Unsere Regel ist, dass Mitarbeiter ihre Anteile an Huawei zurückgeben müssen, wenn sie das Unternehmen verlassen. Doch diese Regel ist nicht kompatibel mit den rechtlichen Rahmenbedingungen in vielen Ländern. Für nicht-chinesische Mitarbeiter gibt es aber die Möglichkeit der Gewinnbeteiligung. Alles, was wir ausschütten, geht an chinesische und nicht-chinesische Mitarbeiter und niemanden sonst.

Sie hatten einen sehr guten Job bei Huawei in China. Warum haben Sie sich jetzt für die Stelle als Deutschlandchef in einer so schwierigen Phase entscheiden?
Deutschland ist für uns einer der wichtigsten Märkte außerhalb Chinas. Daher war es keine Frage, dass ich die Stelle annehmen würde, als man mich gefragt hat. Ich sehe die Situation nicht als Problem, sondern als Chance für Huawei, sich langfristig zu beweisen.

Herr Zuo, vielen Dank für das Gespräch.

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