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IBM Der Computerriese enttäuscht die Anleger

Unglückszahl für IBM: Zum dreizehnten Mal in Folge verbucht der Computerkonzern in einem Quartalsbericht einen Umsatzrückgang. Auch der Gewinn brach ein. Doch IBM-Chefin Rometty gewinnt den Zahlen Positives ab.
20.07.2015 Update: 20.07.2015 - 23:56 Uhr Kommentieren

Dollar und Konkurrenz zu stark für IBM?

Armonk Der Computerkonzern IBM muss einen weiteren Umsatzrückgang verkraften. Von April bis Juni fielen die Erlöse verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 14 Prozent auf 20,81 Milliarden Dollar (19,22 Mrd Euro), wie IBM am Montag mitteilte. Es war das dreizehnte Quartal mit einem Minus in Folge.

Anleger hatten sich mehr erhofft - die Aktie sank nachbörslich zunächst um fast vier Prozent. Der Gewinn ging um 17 Prozent auf 3,45 Milliarden Dollar zurück. IBM setzt auch der starke Dollar zu, der Auslandseinnahmen nach Umrechnung in US-Währung verringert.

„Die Ergebnisse zeigen, dass wir uns weiter im Wandel befinden“, kommentierte IBM-Chefin Ginni Rometty die Zahlen. Der Konzern will sich vom klassischen Computer-Geschäft zum modernen Anbieter von Cloud-Services entwickeln. Erst vergangenes Jahr verkaufte IBM das Server-Geschäft an Lenovo, der Verluste schreibende Halbleiterbereich ging vergangenen Monat an Globalfoundries.

Die zukunftsträchtigen Cloud-Dienste legten auch weiter kräftig zu - der Umsatz zog hier im letzten Quartal um 50 Prozent an. Ohne Berücksichtigung der ungünstigen Wechselkursentwicklung wären es sogar über 70 Prozent gewesen. Die Sparte wachse zu einem „signifikanten Teil des Geschäfts“, so Rometty.

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    Allerdings kämpft IBM mit starker Konkurrenz wie Microsoft oder Amazon. „IBM hat den Zug verpasst“, kommentierte Experte Mark Vickery vom Analysehaus Zacks Investment Research. Zwar wachse das Cloud-Geschäft nun deutlich, aber der Konzern sei spät dran und bleibe weit abgeschlagen hinter den großen Wettbewerbern. Außerdem muss IBM Rückgänge in anderen Bereichen kompensieren. So schrumpften die Erlöse in der Hardware-Sparte zuletzt um 32 Prozent und im Software-Geschäft um zehn Prozent.

    Investoren zeigen bislang noch Geduld - seit Jahresbeginn ist die Aktie um acht Prozent gestiegen. An operativer Stärke liege das jedoch nicht, warnt Analyst Vickery: „IBM verlässt sich auf Aktienrückkäufe und Kostensenkungen.“

    • dpa
    • rtr
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