Insiderberichte Bund erwägt Verkauf von Telekom-Anteilen

Der Zeitpunkt scheint günstig: Die Telekomaktie ist in einem Jahr um mehr als die Hälfte gestiegen – nun überlegt der Bund, aus dem Unternehmen zum Teil auszusteigen. Noch hält der Staat 31,9 Prozent der Aktien.
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Auf dem Höhepunkt der Internet-Börsenblase im Jahr 2000 kostet die Telekom-Aktie 104,90 Euro. Danach begann eine rasante Talfahrt – zeitweise war die T-Aktie für weniger als acht Euro zu haben. Seit vergangenem Jahr ist die Telekom aber wieder Anlegers Liebling. Quelle: AFP

Auf dem Höhepunkt der Internet-Börsenblase im Jahr 2000 kostet die Telekom-Aktie 104,90 Euro. Danach begann eine rasante Talfahrt – zeitweise war die T-Aktie für weniger als acht Euro zu haben. Seit vergangenem Jahr ist die Telekom aber wieder Anlegers Liebling.

(Foto: AFP)

Frankfurt/MainDer Bundesrepublik könnten Milliardeneinnahmen durch einen lukrativen Teilausstieg bei der Deutschen Telekom winken: Der Bund spielt Insidern zufolge Pläne für einen Verkauf eines Aktienpakets an der Telekom durch. Die staatliche Förderbank KfW frage bei Investmentbankern an, verschiedene Szenarien für eine Platzierung von Telekom-Papieren durchzuspielen und vorzustellen, sagten zwei mit der Situation vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Gelegenheit sei günstig. Der Kurs der einstigen Volksaktie ist in den vergangenen zwölf Monaten um etwa 50 Prozent gestiegen und lag am Mittwoch bei 11,59 Euro. Die Zeit sei richtig für einen Verkauf, sagte ein Banker. Aktuell ist der Staatsanteil von rund 32 Prozent gut 16 Milliarden Euro wert.

„Die Bewertungen sind hoch, die Wahlen vorbei und der Kauf von MetroPCS unter Dach und Fach – es stimmt alles“, sagte ein Banker. In Finanzkreisen wurde aber auch betont, dass die Überlegungen noch in einem frühen Stadium seien. Im Bundesfinanzministerium seien noch keinerlei Weichen gestellt worden. Es sei daher nicht klar, ob und wann eine Platzierung über die Bühne gehe könne. Die Telekom, die KfW und das Finanzministerium wollten sich dazu nicht äußern.

Anleger setzten die Telekom-Aktie nach der Reuters-Meldung auf den Verkaufszettel: Das Dax-Papier notierte zeitweise bis zu 1,5 Prozent tiefer.

Bei der KfW parkt die Bundesregierung einen Anteil von 17,4 Prozent an dem Bonner Konzern – zusammen mit einem direkt gehalten Aktienpaket beläuft sich der Staatsanteil auf 31,9 Prozent. Die KfW spielt bei dem früheren Staatskonzern eine wichtige Rolle: Als die Telekom voriges Jahr ihren Aktionären erstmals die Wahl zwischen einer Bar- oder Aktiendividende ließ, bezog die Bank für zwei Drittel ihrer Beteiligung T-Papiere.

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