Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Insolventer Verlag 650 Weltbild-Mitarbeiter sollen in Beschäftigungsgesellschaft

Noch hat der Insolvenzverwalter des Weltbild-Verlags keinen Investor gefunden. Auf betriebsbedingte Kündigungen kann er vielleicht dennoch verzichten – wenn 650 Mitarbeiter sein Angebot annehmen.
Kommentieren
Ausgang ungewiss: Der Weltbild-Verlag hatte am 10. Januar Insolvenz angemeldet. Quelle: dpa

Ausgang ungewiss: Der Weltbild-Verlag hatte am 10. Januar Insolvenz angemeldet.

(Foto: dpa)

Augsburg Zur Sanierung des insolventen Weltbild-Verlags sollen mehrere hundert Mitarbeiter in eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft wechseln. Aus den Bereichen Verwaltung und Logistik würden 656 Mitarbeiter ein entsprechendes Angebot erhalten, teilte Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz am Donnerstag in Augsburg mit. Bei einer Annahme müssten derzeit keine betriebsbedingten Kündigungen ausgesprochen werden.

Einen für den Erhalt des Verlags notwendigen Investor konnte Geiwitz noch nicht präsentieren. Es seien mehrere unverbindliche Angebote eingegangen, erklärte der Insolvenzverwalter. Er sei nach deren Sichtung zwar „vorsichtig optimistisch“. Doch das Ergebnis des Investorenprozesses sei noch „immer völlig offen“.

In der Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft sollen die Mitarbeiter den Angaben zufolge unter Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld bis zu einem Jahr eine Aufstockung auf 85 Prozent ihres bisherigen Nettoeinkommens erhalten. Dies wird demnach durch das finanzielle Engagement der katholischen Kirche als Gesellschafter der Verlagsgruppe ermöglicht.

Der Weltbild-Verlag hatte am 10. Januar Insolvenz angemeldet, nachdem die katholischen Gesellschafter - darunter zwölf Bistümer - kein weiteres Geld für die Sanierung des nach Amazon zweitgrößten deutschen Online-Buchhändlers geben wollten.

  • afp
Startseite

0 Kommentare zu "Insolventer Verlag: 650 Weltbild-Mitarbeiter sollen in Beschäftigungsgesellschaft"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.