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Intel-Chef Brian Krzanich CEO ohne Bodenhaftung

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Kein Wort zu persönlichen Konsequenzen

Auch der Intel-Chef selbst, der den Konzern seit 2013 führt, steht massiv unter Druck. Er geriet in den Verdacht des Insiderhandels, seit herauskam, dass er eigene Anteile und Optionen am Unternehmen verkaufte, als er bereits von der Sicherheitslücke in den Chips seiner Firma wusste.

Experten rechnen damit, dass sich bald die amerikanische Börsenaufsichtsbehörde SEC in den Fall einschaltet. „Die Größe dieser Transaktion macht es unvermeidlich, dass die SEC die Angelegenheit untersucht”, sagte der frühere Rechtsermittler der SEC Stephen Crimmins am Montag dem Finanzdienst Bloomberg.

Manager wie Krzanich können gemäß der SEC-Richtlinie 10b5-1 einen Zeitplan bestimmen, um eine zuvor festgelegte Summe von Aktien zu bestimmten Zeiten abzustoßen. Die Klausel dient explizit dazu, Vorwürfe von Insiderhandel auszuräumen. Krzanich setzte einen solchen Plan im Jahr 2015 auf.

Im November 2017 stieß der 57-Jährige Anteile mit einem Wert von 39 Millionen Dollar ab und kassierte einen Gewinn von 24 Millionen Dollar. Dabei hatte Google Intel und andere Firmen bereits im Sommer vor den unsicheren Prozessoren gewarnt.

Zu persönlichen Konsequenzen und den Vorwürfen des Insider-Handels äußerte sich der Intel-Chef in seiner Keynote nicht. Ein Konzernsprecher von Intel erklärte im Vorfeld, Krzanichs Aktienverkäufe und die Sicherheitslücken ständen in keinem Zusammenhang.

Nach dem massiven technischen Versagen von Intel, scheint das Bild der innovativen und der Zukunft zugewandten Firma, die der Intel-Chef bei der CES auf der Bühne zur präsentieren versucht, wenig glaubwürdig. Daran ändern auch die knallbunten Inhalte nichts, die in Virtual Reality und mit viel Musik über die Bühne tanzen. Oder die zahlreichen neuen Partnerschaften mit Paramount Pictures, der NFL und zahlreichen anderen. Oder die hundert Drohnen die in dunklem Licht aufsteigen und den Saal mit Summen erfüllen.

Vielleicht nur das: Gegen Ende zeigt Intel ein Video, in dem der Chef in ein fliegendes Taxi des Start-ups Volocopter klettert und zu coolen Rocksongs durch die Luft schwebt. Irgendwohin. Ohne jede Bodenhaftung. Vielleicht ist das am Ende das einzig glaubwürdige Bild.

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