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Internet-Infrastruktur Telekom-Konzerne beklagen Wettbewerbsnachteile

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Drei Mobilfunkanbieter wollen mit Facebook zusammenarbeiten

Höttges sagte, man brauche auch bei einer Netzneutralität verschiedene Priorisierungsklassen: „Daten aus dem Auto müssen immer Priorität haben, Gesundheit muss immer Priorität haben.“ Nach Barcelona kommt auch der Chef des amerikanischen Telekom-Regulierers FCC, Tom Wheeler. Seine Behörde hatte vergangene Woche eine strikte Umsetzung der Netzneutralität mit einem Verbot bezahlter Überholspuren für bestimmte Daten oder Dienste beschlossen.

Doch es gibt auch Telekomunikations-Konzerne, die gegen den Strom schwimmen. Auf der Mobilfunkmesse Mobile World Congress in Barcelona demonstrierten Facebook-Chef Mark Zuckerberg und drei Vertreter der Telekom-Branche Einigkeit.

Die drei Manager aus der Mobilfunk-Branche zeigten sich angetan von Zuckerbergs Plänen zur günstigen Vernetzung entlegener und armen Weltregionen. Das will Zuckerberg mit seiner Organisation Internet.org erreichen, die auch mit Drohnen und Satelliten günstiges Internet in schwach entwickelte Regionen bringen soll. Zuckerberg kam im zweiten Jahr in Folge nach Barcelona, um für Internet.org zu werben.

Man rede mit Facebook über eine Partnerschaft bei Internet.org, sagte der Chef des norwegischen Netzbetreibers Telenor, Jon Fredrik Baksaas. Er ist aktuell auch Vorsitzender des Mobilfunker-Verbandes GSMA. Doch er sieht auch Spannungen: „Sie geben den Schlüssel zu ihrem Haus ihrem Wettbewerber.“

Zuckerberg bemühte sich, die Vorteile für die Mobilfunker herauszustellen: „Wenn mehr Menschen in Berührung mit dem Internet kommen, werden auch mehr Menschen zusätzliche Datenpakete kaufen.“ „Die Infrastruktur ist sehr teuer“, räumte er ein. Facebook wolle den Mobilfunkern helfen, ihr Geschäft zu erweitern und mehr Geld zu verdienen.

Zuckerberg sagte auch, er würde bei Internet.org gern mehr zusammen mit Google unternehmen. Wenige Stunden zuvor hatte Google-Manager Sundar Pichai eine ähnliche Frage nach einer möglichen Partnerschaft mit Facebook ins Leere laufen lassen. Beide Internet-Firmen führen derzeit eigene Projekte für die Vernetzung der Dritten Welt.

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  • dpa
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