Internetgeld Die Bitcoin-Bagger rollen an

Die virtuelle Währung Bitcoin ist auf einem Höhenflug. Mit leistungsstarken Computern aus Schweden kann nach dem neuen Internetgold gegraben werden. Preisschild: 12.000 Dollar.
20 Kommentare

Wie Bitcoins funktionieren

San FranciscoGoldpfanne und Schaufel haben ausgedient. Computer baggern heute nach dem Digitalgold Bitcoin. Und je schneller gerechnet wird, desto mehr Bitcoins gibt es am Ende. Der schwedische Hersteller von elektronischen Geldschürf-Computern KnCMiner hat jetzt mit dem Verkauf seines jüngsten Produkts begonnen.

Und es fliegt nur so aus den Regalen. Innerhalb von 24 Stunden, berichtet Businessinsider.com unter Berufung auf Alex Lawn, Sprecher von KnCMiner, wurden für acht Millionen Dollar Bitcoin-Miner verkauft, das Stück zu rund 12.000 Dollar.

Neptune ist sein Name, er ist sechs Kilogramm schwer und nicht größer als ein gewöhnlicher PC. Die Zentralbank für den Küchentisch ist für nichts anderes da, als komplexe mathematische Probleme zu lösen, an deren Ende ein digitales Geldstück, ein Bitcoin, steht.

Der unbekannte Erfinder der umstrittenen Cyberwährung hat den Erstellungsprozess so angelegt, dass es mit der Zeit immer schwerer wird, ein neues Bitcoin zu errechnen. Entsprechen rüsten die Hobbynotenbanker auf der Welt technologisch immer weiter auf.

Wenn Neptune 24 Stunden pro Tag läuft, ist er nach Herstellerangaben in Lage, bis zu 2,1 Bitcoins zu errechnen. Die für ihre gewaltigen Kursschwankungen bekannte Währung steht derzeit bei einem Kurs von über 1.000 Dollar. Der größer Kostenfaktor ist naturgemäß der Stromverbrauch eines Bitcoin-Miners. Er soll gegenüber dem Vorgänger um 30 Prozent reduziert worden sein, sozusagen 30 Prozent der Minenarbeiter werden nicht mehr gebraucht.

Der Hersteller will nur 1200 der Geräte ausliefern und als Zahlungsmittel werden Banküberweisungen akzeptiert – und Bitcoins. Die Auslieferung ist für Anfang 2014 geplant.

Unregulierte digitale Märkte
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20 Kommentare zu "Internetgeld: Die Bitcoin-Bagger rollen an"

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  • na klar als Sammlerobjekt, wozu auch sonst?

    Die Kombination Gold und Bitcoin finde ich prima :)

  • könntest du deine Meinung bitte etwas genauer erläutern! Bitte!!!
    Ich suche verzweifelt einen negativen Aspekt in Bitcoin, kann ihn aber lieder nicht finden. Wäre dir sehr dankbare wenn du ihn mir nennen könntest.

  • besinnt Euch mal auf das Wesentliche. Schaltet mal einen Gang runter. Alles nur schwache Schaltzustände und im realen Leben NICHTS wert.

  • Die richtige Währung für alle Smartphone-Dumpfbacken dieser Welt!

  • Wie soll das gehen? Der Wert der Bitcoin wird dadurch reflektiert, dass der komplette Lebenszyklus einchl. sämtlicher Zahlungsvorgänge in der Blockchain nachvollziehbar ist. Nur das Vertrauen in diese Datenbank erhält den Wert dieser Währung.

    Wie soll das mit Münzen/Noten gehen? Wer garantiert mir, dass die auf den staatlichen Servern hinterlegten Bitcoins im Gegenwert der Münzen dort auch wirklich verbleiben? So eine Münze hätte den Wert 1 BTC + Materialwert + Herstellkosten - würde also nicht exakt einen BTC Repräsentieren.

    Wenn wir mit Bitcoins bezahlen, dann sind die zu bezahlenden Leistungen nicht in BTC ausgezeichnet. Man rechnet immer erst in eine herkömmliche Währung umgerechnet - nicht zuletzt wegen der hohen Volatilität des Bitcoins. Eine physische Münze wäre also eher unpraktisch. Sie taugt nur als Sammlerobjekt.

  • Für den einzelnen Miner ändert es sich schon. Ob ich mit meinem Dampf-PC ein Bitcoin in einem Monat errechne oder 2,1 pro Tag mit einem Top-Miner, das macht am Ende des Tages für den Einzelnen schon einen Unterschied. Wenn alle Bitcoins weg sind, dann muss ich zu Marktpreisen kaufen. Das ist ein Rennen zur Ziellinie.

  • "Ja, genau so war es gemeint. Darum werden ja immer stärkere Miner angeboten. Gemeint ist Bitcoin pro Tag."

    Bitcoins pro Tag ändern sich auch nicht insgesamt. Es ändert sich nur die Verteilung zwischen den Nutzern.

  • Britten wollen Bitcoin Goldmünzen herstellen

    ich will eine haben :)

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/12/03/britisches-koenigshaus-will-bitcoin-muenzen-herstellen/

  • Ja, genau so war es gemeint. Darum werden ja immer stärkere Miner angeboten. Gemeint ist Bitcoin pro Tag. Und weil die Endsumme ja begrenzt ist (jedenfalls ist das derzeit Stand der Dinge, aber wer weiß), macht es Sinn, sich so schnell wie möglich ein paar davon zu sichern.

  • Das stimmt so nicht. Das System passt die Schwierigkeit der Rechenoperationen des Netzwerkes genau so an, dass die geplante Anzahl von Bitcoins erzeugt wird.

    Sollten also aus irgendwelchen Gründen 99 % der seitherigen Rechner ausfallen, bleibt die absolute Anzahl der zu erzeugenden Bitcoins pro Zeiteinheit der restlichen verbleibenden 1 % auf dem Niveau der vorher 100 %.

    Kompliziert gesagt, aber einfach: Der Tag an dem der letzte Bitcoin erzeugt wird, steht heute schon fest.

    Abgesehen davon war kaum abzusehen, wer von diesem Hype profitiert. Japan spielt auf diesem Markt keine große Rolle.

    Interessant wäre aber die Überlegung, was man mit dieser immensen Rechenleistung noch tun könnte. Die NSA hätte sicher Verwendung.

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