iPhone wird 10 Was das Geburtstagskind zu sagen hat

Das iPhone wird zehn Jahre alt. Wie es sich gehört, möchte auch das Geburtstagskind zu Worte kommen. Von Akkuverbrauch über Urlaubsfotos bis zur Musikauswahl– was das Smartphone seinen Nutzern zu sagen hat.
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Zehn Jahre alt und doch nicht altbacken: das iPhone. Quelle: dpa
iPhone

Zehn Jahre alt und doch nicht altbacken: das iPhone.

(Foto: dpa)

DüsseldorfMeine lieben Nutzer, ich bin jetzt zehn Jahre alt. Das ist alt. Steinalt in Tech-Zeitrechnung. Das ist so wie mit Katzenleben. Mein Alter sieht man mir aber nicht an. Mein Papa Steve (Gott hab ihn selig) hat schon ganz früh dafür gesorgt, dass ich ständig ein frisches Aussehen bekomme. Ich werde jedes Jahr größer, leistungsstärker und teurer. Ich ein alter Hut oder nicht mehr zeitgemäß? Niemals. Frag mal Blackberry.

Ich bin schließlich auch nicht irgendwer, sondern das Ding, das die Revolution der Handys eingeleitet hat.

Ich habe in den letzten zehn Jahren viel erreicht. Apple war früher mal nur was für Hipster mit zu viel Geld, die Nerds aus den Werbeagenturen und Technik-Freaks. Das Image ist zwar ähnlich geblieben, aber schließlich hab ich aus dem Laden das wertvollste Unternehmen der Welt gemacht. In den letzten zehn Jahren wurde ich über eine Milliarde mal verkauft. Okay, Android läuft auf mehr Geräten als mein Betriebssystem. Aber ich wette für dieses Ding mit dem Roboter-Figürchen werden zum Geburtstag keine Doppelseiten und Leitartikel geschrieben.

Um mich zu bekommen, machst du du alles Mögliche mit: Du lässt dich von deinem Mobilfunkanbieter wegen Lieferengpässen vertrösten, stellst dich in lange Schlangen, um mich zu bekommen und dann bezahlst du gerne einmal auch einen Betrag in Höhe einer Monatsmiete, um mich zu besitzen. Aber ich bin es schließlich wert.

Wer bei Apple die Fäden zieht
Apple-Legenden
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Seine Visionen spielen bei Apple immer noch eine große Rolle. Steve Jobs (links) gründete den Konzern 1976 zusammen mit Steve Wozniak (rechts) in einer Garage. Das Bild zeigt die beiden 1984 mit dem damaligen Apple-Chef John Sculley. 1985 verließ Jobs nach einem Machtkampf das Unternehmen, kehrte aber 1997 zurück. Mit dem iMac, dem iPhone und dem iPad führte er den angeschlagenen Konzern zurück auf die Erfolgsspur und machte ihn zu einem der wertvollsten Unternehmen der Welt. 2011 starb Jobs an einer Krebserkrankung.

Tim Cook
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Der Manager ist seit 1998 im Konzern und übernahm 2011 die Zügel von Gründer Steve Jobs, der nur wenige Wochen später verstarb. Der Sohn eines Werftarbeiters arbeitete zunächst bei IBM und Compaq. Beim iPhone-Konzern brauchte er lange, um aus dem Schatten von Übervater Jobs hervorzutreten. Unter anderem wurde ihm vorgeworfen, keine neuen Produktinnovationen an den Start gebracht zu haben. Darauf reagierte er unter anderem mit der Einführung der Apple Watch. 2014 outete er sich als erster Chef eines amerikanischen Großkonzerns als homosexuell.

Jonathan Ive
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Der Brite hat als Chefdesigner einen der einflussreichsten Posten im Konzern. Seit 1992 arbeitet er für Apple. Sein erstes großes Projekt war der iMac, dessen Formsprache Apple-Produkte wie das iPhone oder das iPad bis heute beeinflusst. Im Mai 2015 übernahm er den neu geschaffenen Posten als Designvorstand. Ive ist ein großer Bewunderer des Braun-Designers Dieter Rams.

Luca Maestri
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Der Italiener ist seit 2013 im Vorstand von Apple für die Finanzen zuständig. Zuvor sammelte er zahlreiche internationale Erfahrung, unter anderem bei General Motors, Nokia Siemens Networks und Xerox.

Jeff Williams
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Williams ist seit 1998 im Konzern und seit Dezember 2015 Chief Operating Officer. Zuvor arbeitete er 13 Jahre lang für den Computerriesen IBM. Er spielte zunächst eine wichtige Rolle beim Einstieg des Konzerns in den Smartphone-Markt und leitete später die Entwicklung der Apple Watch.

Eddy Cue
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Eddy Cue ist ein echtes Apple-Urgestein. Der studierte Informatiker arbeitet seit 1989 für den Konzern. Er trieb zunächst den Aufbau des Online-Geschäfts von Apple voran und war später auch für den iTunes-Store und den App Store verantwortlich. Als Senior Vice President für Internet-Software und Dienstleistungen unterstehen ihm heute alle Online-Marktplätze. 2014 wurde er für seine Verdienste um die Entwicklung der Medienbranche mit dem „Spirit of Live“-Prize ausgezeichnet.

Craig Federighi
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Der Manager ist studierter Informatiker und Elektroingenieur. 1996 lernte er beim Computerhersteller Next den Apple-Gründer Steve Jobs kennen. Nach drei Jahren beim IT-Unternehmen Ariba kehrte er 2009 zu Apple zurück. Er leitet die Entwicklung der Betriebssysteme iOS und macOS. Das für Apple charakteristisch gewordene minimalistische Design geht auch auf sein Konto.

Schließlich bin ich gut aussehend und trotz meines Alters immer jugendlich frisch. Dafür brauche ich solche Schönheits-OPs nicht, über deren Kosten du dich immer mithilfe deiner Suchmaschine informierst. Ja, genau. Ich weiß ziemlich viel über dich. Sei froh, dass ich so diskret bin. Über dein sonstiges Suchverhalten und deine präferierten Internetseiten will ich an dieser Stelle lieber schweigen (ich meine nicht nur die Katzenvideos).

Ich bekomme zum Beispiel auch sehr genau mit, wann du morgens aufstehst. Besser gesagt, wann du es dir vornimmst und dann doch noch sieben Mal die Snooze-Funktion bedienst. Stell den Wecker doch einfach eine halbe Stunde früher, dann ersparst du mir den Akkuverbrauch durch das dauernde Neuklingeln.

„Ja, ich bin anspruchsvoll und nicht ganz billig“
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