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IT-Konzern Anleger feiern IBMs jüngste Quartalszahlen

Hat das IT-Urgestein endlich die lang erwartete Wende eingeleitet? Die jüngsten Quartalszahlen geben Hoffnung – und die Wall Street reagiert deutlich.
Update: 23.01.2019 - 03:33 Uhr Kommentieren
CEO Ginni Rometty will bis Mitte 2019 die umstrittene Akquisition des Open-Source-Anbieters Red Hat abschließen. Quelle: AFP
IBM

CEO Ginni Rometty will bis Mitte 2019 die umstrittene Akquisition des Open-Source-Anbieters Red Hat abschließen.

(Foto: AFP)

San Francisco IBM beendet ein hartes Jahr mit einer versöhnlichen Note. Umsatz und Ertrag im abgelaufenen vierten Quartal des Geschäftsjahres 2018 lagen über den Erwartungen. Die Voraussagen für das laufende erste Quartal 2019 nahm die Wall Street mit Optimismus auf. Nachbörslich sprang die IBM-Aktie in einem schwachen Gesamtmarkt um bis zu sieben Prozent auf über 130 Dollar.

„2018 sind wir zu einem Ganzjahres-Umsatzwachstum zurückgekehrt, getragen von unseren Dienstleistungsbereichen und Führungspositionen in Hybrider Cloud, Künstlicher Intelligenz, Datenanalyse und Sicherheitstechnik“, teilte Vorstandschefin Virginia „Ginni“ Rometty mit.

Der Geschäftsjahresumsatz erreichte 79,6 Milliarden Dollar, was zwar nur ein marginales Plus von einem Prozent darstellt. Aber das Nettoergebnis kletterte 2018 kräftig auf 8,7 Milliarden Dollar nach 5,75 Milliarden Dollar im Vorjahr. Allerdings: 2017 wurde das Ergebnis durch hohe Einmalabschreibungen im Zuge der US-Steuerreform belastet.

Der Umsatzanstieg erfolgte trotz eines schweren, wenngleich erwarteten Einbruchs beim Absatz von Großrechnern im vierten Quartal. Der Markt ist gesättigt, die Rechner der „Z“-Serie sind erfolgreich angenommen worden.

Der Umsatzanteil der von Ginni Rometty ausgewählten Zukunftsfelder lag erstmals im Gesamtjahr über 50 Prozent der Gesamterlöse. Die sogenannten „Strategischen Imperative“ wie Cloud Computing oder Künstliche Intelligenz sollen die alten Geschäftsfelder bei IBM sukzessive ablösen.

Doch der Kursaufschwung am Dienstag ist bislang nicht mehr als ein Trostpflaster für gebeutelte Aktionäre, die alleine 2018 einen Kurssturz um gut 36 Prozent ertragen mussten. Jetzt ist die Frage, ob und wie IBM die Stabilisierung im vergangenen Jahr in Wachstum ummünzen kann. Zwar übertraf der Umsatz im Ende Dezember abgelaufenen vierten Quartal die Erwartungen, er fiel dennoch rund 3,5 Prozent schlechter aus als im Vorjahreszeitraum.

Mit dem „Q System One“ verlässt IBMs Quantencomputer erstmals das Labor

Bis Mitte 2019 will CEO Rometty die umstrittene Akquisition des Open-Source-Anbieters Red Hat abschließen. Die Übernahme ist umstritten, weil der Kaufpreis in Höhe von 34 Milliarden Dollar einem Aufschlag von 60 Prozent auf den jüngsten Börsenwert entspricht.

Es ist IBMs größter Zukauf und die drittgrößte Tech-Akquisition überhaupt. Auf der anderen Seite bedeutet Red Hat für IBM einen beträchtlichen Schub in die neue Cloud-Computing-Welt. Genau genommen in die Welt der Hybrid Cloud. Das sind IT-Systeme, die zum einen Teil im Internet installiert sind, zum anderen im Unternehmen selbst, auf eigener Hardware. Hybrid-Systeme zeigen derzeit das größte Wachstumspotential.

Romettys Wette ist, dass IBM dank Red Hat endlich zu den Top-Spielern wie Amazon (AWS), Microsoft und Google Cloud aufschließen kann, und sich das positiv auf Aktienkurs, Umsatz und Gewinn auswirkt.

IBM erwartet für 2019 nun einen stabilen Free Cash Flow von zwölf Milliarden Dollar, was für die Aktionäre aus zwei Gründen von Bedeutung ist: Es sichert die aktuelle Dividende und hilft bei der Finanzierung des Zukaufs. Der Gewinn pro Aktie wird mit „mindestens“ 12,45 Dollar (13,90 Dollar ohne Einmalaufwendungen und Kosten im Zusammenhang mit der Red-Hat-Akquisition) angesetzt.

Auf der CES in Las Vegas hatte Rometty zudem starke Investitionen in Künstliche Intelligenz, Maschinenlernen und Quantum-Computing angekündigt. Quantum Computing könnte in wenigen Jahren für einen Neustart der schwachen Sparte für klassische Großrechner sorgen. Doch noch ist es nur eine Hoffnung und auch Microsoft und andere IT-Riesen forschen mit Hochdruck in diesem Bereich.

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