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IT-Sicherheit Jetzt kommt das Jahr der Cyber-Erpresser

Kurz vor dem Jahreswechsel schlagen IT-Sicherheitsdienste Alarm: Sie sehen für 2016 eine Welle von Manipulationen, Cyber-Erpressungen und Hacks „mit tödlichem Ausgang“. Ist das reine Angstmacherei oder doch mehr?
23.12.2015 - 14:26 Uhr Kommentieren

Cyber-Security: Der Markt der Zukunft?

Düsseldorf Im Jahr 2015, sagt Amit Yoran, Präsident des IT-Sicherheitsanbieters RSA schon fast düster, hätten sich die Cybergefahren schneller entwickelt, als die meisten Organisationen sie entdecken und Gegenmaßnahmen ergreifen konnten. Und das obwohl Sicherheitsanbieter vorgegeben hätten, gegen besonders komplexe und gefährliche Hackerangriffe Vorbeuge treffen zu können – „und dazu leider nicht in der Lage waren.“

Die Unternehmen hätten erkannt, so Yoran weiter, das sie ihre digitalen Umgebungen auf eine ganz neue Art überwachen und schützen müssen. Doch ihre Sicherheitsprogramme stützten sich auf die gleichen Technologien und Ansätze wie bisher. „Sie haben ihre Maßnahmen nicht geändert, hoffen aber wie durch ein Wunder auf ein anderes Ergebnis,“ schimpft er.

Dabei werde es noch schlimmer, sagt Yoran. So sollten sich Unternehmen und die gesamte Branche im kommenden Jahr dafür wappnen, dass Angreifer „sich nicht nur Zugang zu ihren Daten verschaffen, sonders dass sie diese auch manipulieren.“ Was natürlich schwerwiegende Folgen haben könne. Zudem werde es mehr Angriffe auf Anbieter von Cloud-Diensten geben, mehr Hacker mit ideellen und nicht finanziellen Absichten und mehr Attacken auf industrielle Steuerungssysteme. „Ein Angriff auf ein mit der Grundversorgung beauftragtes Unternehmen im Jahr 2016 ist sehr wahrscheinlich“, sagt Yoran.

Auch andere IT-Sicherheitsanbieter geben in den eigentlich besinnlichen Tagen vor Weihnachten düstere Prognosen wie diese ab. Trendmicro erklärt etwa 2016 zum „Jahr der Cyber-Erpressung“. Außerdem werde es Angriffe auf das Internet der Dinge „mit tödlichem Ausgang“ geben. Sogenannte „Hacktivisten“, also jene Hacker ohne finanzielle Motivation, würden ihre Angriffsmethoden „systematisch ausweiten“; und gleichzeitig vernachlässigten Unternehmen die Cybersicherheit.

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    Der Chef des Anbieters Bitdefender, Florin Talpes, prognostiziert mehr Erpressungen mit sogenannter Ransomware im kommenden Jahr. Dabei wird die Festplatte mithilfe einer Schadsoftware verschlüsselt und erst wieder freigegeben, wenn der Nutzer ein Lösegeld zahlt. „Dabei werden die Täter versuchen, mehr Apple-Geräte zu infizieren“, sagt Talpes. Außerdem würden Angreifer wahrscheinlich zunehmend versuchen, sich über vernetzte Geräte zu Hause in das Smartphone zu hacken und dann darüber ein Unternehmensnetz infiltrieren, wenn der Besitzer es mit zur Arbeit nimmt.

    Das sind die dümmsten Passwörter der Deutschen
    Zu einfach!
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    Die Deutschen sind nicht sehr kreativ, wenn es um die Wahl ihrer Passwörter geht. Auch im zurückliegenden Jahr verließen sich viele auf simple Zahlenreihen. Damit gehen sie allerdings erhebliche Risiken ein...

    (Foto: Photo by Victoria Heath on Unsplash)
    Was ist kein sicheres Passwort?
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    Obwohl Daten- und Identitätsdiebstähle ständig Schlagzeilen machen, benutzen viele Internetnutzer weiterhin unsichere Passwörter. Das beliebteste Passwort der ist hierzulande laut dem Potsdamer Hasso-Plattner Institut „123456“. Die HPI-Forscher veröffentlichen jedes Jahr die meistgenutzten Passwörter der Deutschen – Datengrundlage sind rund 500.000 Zugangsdaten aus dem Datenbestand des HPI Identity Leak Checkers, die auf E-Mail-Adressen mit .de-Domäne registriert sind und zuletzt 2018 geleakt wurden.

    (Foto: Photo by NeONBRAND on Unsplash)
    Offene Türen
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    „Derart schwache Passwörter gleichen Haustüren, an denen von außen ein Schlüssel steckt. Sie sind geradezu eine Einladung zum Identitätsdiebstahl“, sagt HPI-Direktor Christoph Meinel, der daher bei der Nutzung von Passwörtern weiterhin digitalen Aufklärungsbedarf sieht. „Es gibt keinen 100-prozentigen Schutz vor Identitätsdiebstahl, aber es muss Kriminellen so schwer wie möglich gemacht werden, an das eigene Passwort zu gelangen.“

    (Foto: Photo by imgix on Unsplash)
    Jahreswechsel
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    Simple Zahlenfolgen

    Unter den Passwörtern, die 2018 besonders häufig benutzt wurden, sind simple Zahlenreihen besonders häufig vertreten. Diese lassen sich besonders leicht knacken. Auf dem ersten Platz landet „123456“. Auch wenn die Länge variiert wird, hilft das nicht: Auf dem zweiten und dritten Platz finden sich „12345“ und „12345678“. „123456789“ landet auf Rang fünf. Dazwischen befindet sich ein nicht ganz so anständiger Ausrutscher...

    (Foto: dpa)
    Nicht anständig
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    Platz 4

    ... für das Passwort „ficken“.

    (Foto: Photo by freestocks.org on Unsplash)
    Nicht gerade kreativ
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    Buchstaben und Zahlen kombinieren

    Für die Anforderungen an ein sicheres Passwort wird oft genannt, Buchstaben und Zahlen zu kombinieren. Die Passwörter hallo123“ und „hallo“ tun es aber nicht, sie landen auf Rang 6 und 7.

    (Foto: Reuters)
    Computerkriminalität
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    Einfache Zahlenfolgen – lieber nicht

    Und noch eine beliebte Zahlenfolge, die Sie besser nicht verwenden sollten: „123“ liegt auf Platz 8.

    (Foto: dpa)

    Die Experten des IT-Sicherheitsdienstleister Blue Coat zählen acht für sie wichtige Trends des kommenden Jahres auf: Unter anderem werde das Internet der Dinge die „neue Spielwiese für Hacker“. Sie bildeten „geradezu ein Paradies für Cyberkriminelle“, da sie damit ganze Netzwerke abschalten könnten. Neben einigen Problemen der Sicherheitsbranche, wie mangelndem Personal, sehen auch die Blue-Coat-Experten verstärkt Angriffe auf Clouds.

    „Zahl solcher Attacken wird sicher zunehmen“
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