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IT-Standards Keinen Bock auf Sicherheit

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IT-Sicherheit lässt sich nicht einfach so delegieren
Die 10 führenden IT-Dienstleister Deutschlands
Platz 10: Dimension Data
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Auf dem zehnten Platz landet Dimension Data (unser Bild zeigt die Firmenbroschüre) mit einem Umsatz von 440 Millionen Euro (2013: 224 Millionen). Die Zentrale des globalen Unternehmens liegt im südafrikanischem Johannesburg, in Deutschland ist Bad Homburg der Hauptstandort.

Das Managementberatungs-Unternehmen Lünendonk hat die zehn führenden IT-Service-Unternehmen in Deutschland zusammengestellt. Dazu hat es den Umsatz von mehreren Branchenvertretern im Jahr 2014 verglichen.

Platz 9: BWI Informationstechnik
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Auf Rang neun liegt die BWI Informationstechnik mit 643 Millionen Euro Umsatz (2013: 642 Millionen). Die Gesellschaft mit Rechtsform GmbH wurde im Jahr 2006 von Bundeswehr (49,9 Prozent Anteil), Siemens (50,05 Prozent) und IBM (0,05 Prozent) gegründet, um die nichtmilitärische Informations- und Kommunikationstechnik der Bundeswehr zu betrieben und zu modernisieren. Die BWI hat ihren Firmenhauptsitz in Meckenheim (Bild).

Platz 8: Fiducia
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Die Fiducia besetzt mit einem Erlös von 734 Millionen Euro den achten Rang (2013: 733 Millionen). Das Kerngeschäft der 1924 gegründeten Aktiengesellschaft sind IT-Dienstleistungen für Volksbanken und Raiffeisenbanken. Unter anderem betreibt die Fiducia ein Hochsicherheits-Rechenzentrum im Raum Karlsruhe (Bild).

Platz 7: GAD eG
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Auf Platz sieben liegt die GAD eG mit einem Umsatz von knapp 774 Millionen Euro (2013: 761 Millionen). In IT-Fragen betreut sie Volks- und Raiffeisenbanken, Zentralinstitute sowie weitere Unternehmen in der genossenschaftlichen FinanzGruppe, etwa Schwäbisch Hall, Union Investment und R+V. Ihren Firmensitz hat die eingetragene Genossenschaft in Münster (Bild).

Platz 6: Atos
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Auf Rang sechs landet Atos (unser Bild zeigt die Homepage des Unternehmens) mit einem Erlös von 992 Millionen Euro (2013: 1,1 Milliarden). Die als Societas Europae registrierte Firma bedient unter anderem Kunden aus den Bereichen Verteidigung, Finanzdienstleistungen, produzierendes Gewerbe und Medien.

Platz 5: HP
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Hewlett Packard Deutschland Services erwirtschaftete 1,34 Milliarden Euro, das entspricht dem fünften Rang (2013: 1,37 Milliarden). Die Zentrale der US-Firma liegt im kalifornischen Palo Alto (Bild), die deutsche Hauptniederlassung befindet sich in Böblingen.

(Foto: dapd)
Platz 4: Computacenter
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Computacenter belegt mit einem Erlös von 1,45 Milliarden Euro Platz vier (2013: 1,5 Milliarden). Das Unternehmen berät Organisationen hinsichtlich ihrer IT-Strategie. Zudem errichtet und betreibt es Netzwerk- und Rechenzentren. Die deutschen Geschäftstellen der britischen Firma befinden sich in Kerpen, Berlin und Ratingen.

Marc Bachmann ist Bereichsleiter für öffentliche Sicherheit und Verteidigung beim IT-Branchenverband Bitkom. Er sieht immerhin eine leichte Verbesserung des Problems. „Die Haltung zur IT-Sicherheit hat sich in den letzten Jahren nicht zuletzt durch die NSA-Affäre verbessert“, sagt er. „Allerdings werden IT-Sicherheitsmaßnahmen von vielen Unternehmen immer noch als Kostenpunkt verstanden, den es abzuarbeiten gilt. Sie glauben also, dass sie durch den Kauf einer technischen Lösung geschützt sind.“

Dabei lasse sich IT-Sicherheit nicht so einfach an die Technik delegieren. Die Mitarbeiter müssten für die Gefahren sensibilisiert sein, besonders das Management. „Lebt der Vorstand oder die Geschäftsführung dies nicht vor, ist es schwer, eine Akzeptanz dafür im Unternehmen herzustellen“, erklärt der Experte.

Die Sorglosigkeit der Führungskräfte hat laut der Studie von Palo Alto Networks einen Grund: Fast ein Fünftel schreibt sich keine persönliche Rolle in den Bemühungen des Unternehmens um Cybersicherheit zuschreibt. Nur 21 Prozent glauben, der für einen Datenverlust verantwortliche Mitarbeiter würde dafür zur Rechenschaft gezogen. 40 Prozent gehen hingegen davon aus, dass die IT verantwortlich gemacht würde.

Dabei kann dies gerade Führungskräften auf die Füße fallen: „Das Einhalten von IT-Sicherheitsmaßnahmen ist angesichts der möglichen Schäden durch Hacker eine wesentliche Sorgfaltsplicht von Vorständen“, erklärt Professor Marco Gercke, Direktor des Cybercrime Research Instituts in Köln. „Verstoßen sie dagegen, können sie für die Schäden haftbar gemacht werden.“ Sie können sich auch nicht darauf verlassen, dass eine Versicherung dafür aufkommt. Die Sorgfaltspflicht von Vorständen ist in Paragraf 93, Absatz 2 des Aktiengesetztes geregelt. Dort steht klar, dass Vorstandsmitglieder mindestens zehn Prozent des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung zahlen muss.

Sorglosigkeit kann also schmerzhaft an eigene Geld gehen: Der Branchenverband Bitkom kommt in einer aktuellen Studie zu dem Ergebnis, dass aus der Schaden als Folge digitaler Wirtschaftsspionage, Sabotage und Datendiebstahl bei rund 51 Milliarden Euro pro Jahr liegt – konservativ gerechnet.

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