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Telekom-Vorstandschef Timotheus Höttges

Übertraf mit seinen Zahlen die Erwartungen.

(Foto: Reuters)

Jahresbilanz Telekom übertrifft Prognosen und will Dividende kräftig anheben – die Blitzanalyse

Der Dax-Konzern übertrifft die Erwartungen und die selbst gesteckten Ziele. Doch in den USA und Deutschland steht der Konzern vor großen Herausforderungen.
Update: 21.02.2019 - 07:59 Uhr Kommentieren

BonnDie Deutsche Telekom hat am Donnerstag ihre Zahlen für das Jahr 2018 vorgelegt. Die wichtigsten Fakten.

  • Der Umsatz steigt organisch um 3,1 Prozent auf 75,7 Milliarden Euro.
  • Das bereinigte Ergebnis (Ebitda) steigt um 7,2 Prozent auf 23,3 Milliarden Euro.
  • Der bereinigte Konzernüberschuss fällt um 24,7 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro. Im Jahr zuvor hatte die Telekom durch ihre US-Tochter massiv von der Steuerreform von US-Präsident Donald Trump profitiert. Dieser Einmaleffekt fiel dieses Jahr weg. Das ist der wichtige Grund für den Rückgang.
  • Vorstand und Aufsichtsrat wollen der Hauptversammlung am 28. März vorschlagen, die Dividende auf 70 Cent anzuheben. Im Vorjahr wurden noch 65 Cent je Aktie ausgeschüttet.

Das fällt positiv auf

Besser als erwartet: Drei Mal hatte die Telekom im Laufe des vergangenen Jahres ihre selbst gesteckten Ziele angehoben. Im November hatte sie ohne Wechselkurseffekte ein Ebitda von rund 23,6 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Diese Marke konnte der Dax-Konzern sogar noch übertreffen.

Damit steht die Telekom auch besser da, als Analysten erwartet hatten. In einer von der Telekom selbst in Auftrag gegebenen Umfrage für 2018 hatten Analysten im Durchschnitt einen Umsatz von knapp 75,4 Milliarden Euro und einen bereinigten Betriebsgewinn von rund 23,2 Milliarden Euro erwartet.

Lukrative Tochter: Wichtigster Wachstumstreiber ist und bleibt die US-Mobilfunktochter T-Mobile US. Allein im vierten Quartal hatte sie 1,4 Millionen neue Vertragskunden gewonnen. Für das gesamte Jahr legte der Umsatz um 6,8 Prozent auf 43,1 Milliarden Dollar zu. Das bereinigte Ergebnis stieg um 13,6 Prozent auf 11,9 Milliarden Dollar.

Das fällt negativ auf

Schwaches Heimatgeschäft: Während das Geschäft in den USA hervorragend läuft, schwächelt der Kernmarkt Deutschland. Der Umsatz ging um 1,1 Prozent auf 21,7 Milliarden Euro zurück. Dafür konnte das bereinigte Ergebnis um 2,4 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro zulegen.

Mehr Schulden: Zudem wächst der Schuldenstand der Telekom deutlich. Mit 55,4 Milliarden hatte die Telekom zum Ende des vergangenen Jahres rund neun Prozent höhere Verbindlichkeiten als noch ein Jahr zuvor.

Was jetzt passiert

In den beiden wichtigsten Märkten USA und Deutschland stehen massive Änderungen bevor. In den Vereinigten Staaten will die Telekom ihre Tochterfirma T-Mobile US mit dem Konkurrenten Sprint verschmelzen. Die Transaktion soll über einen 26 Milliarden Dollar schweren Aktientausch abgewickelt. Dazu werden die Kosten für die Zusammenlegung und den weiteren Netzausbau kommen. Die Telekom rechnet mit 15 Milliarden Dollar (rund 13 Milliarden Euro) Integrationskosten für den Zusammenschluss.

Und noch ist völlig unklar, ob der Deal genehmigt wird. Der Shutdown in den USA hatte den Zeitplan verzögert. Seit einigen Wochen ist T-Mobile US-Chef John Legere wieder auf Werbetour für das Vorhaben. Doch Verbraucherschützer, Gewerkschaften und einige Senatoren opponieren gegen den Zusammenschluss.

Und in Deutschland sind die Bedingungen für den Ausbau des künftigen Mobilfunkstandards 5G noch unklar. Eigentlich wollte die Bundesnetzagentur die dafür nötigen Frequenzen in der zweiten Märzhälfte versteigern. Aber die beiden Telekom-Konkurrenten Telefónica und Vodafone haben Eilanträge gegen die Auktion eingereicht. Das Verfahren könnte sich erheblich verzögern.

Zudem hatte die Telekom ursprünglich auf den chinesischen Netzwerkausrüster Huawei für den Ausbau gesetzt. Doch in Berlin gibt es Sorgen wegen der Sicherheit der chinesischen Produkte. Einige Politiker wollen Huawei vom Ausbau des Netzes ausschließen. Das würde die Einführung von 5G verzögern und den Ausbau für die Telekom deutlich teurer machen.

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