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Jubiläum Die erste Zeitung ist 400 Jahre alt

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Vielleicht nicht die unterhaltsamste, aber mit 360 Jahren die älteste noch erscheinende Zeitung der Welt ist „Post och Inrikes Tidningar“ („Post- und Inlands-Zeitungen“). Es handelt sich um Schwedens offizielles Mitteilungsblatt für Konkurse, Schuldensanierungen, Firmenmitteilungen und Zwangsvollstreckungen. Herausgegeben wird sie von der Schwedischen Akademie, die seit 1901 auch den Nobelpreis für Literatur vergibt und mit ihrer ehrwürdigen Zeitung sogar ein bisschen Geld verdient.

„Die größte Revolution in unserer Geschichte war die Umstellung vom klassischen Zeitungsformat auf DIN-A-4 im Jahr 1975“, meint Chefredakteur Hans Holm. Nun sei man wieder näher an der Form, die bei der Gründung 1645 durch die damalige Königin Kristina und ihren Ratgeber Axel Oxenstierna gewählt worden war. Ziel der Zeitung war damals die Vermittlung von außenpolitischen Nachrichten und die „Verhinderung von Gerüchten“. Mit seinen fünf Mitredakteuren muss Holm sich keine Sorgen um Überalterung der Abonnenten oder schrumpfende Anzeigeneinnahmen machen. Die 2000 festen Bezieher sind Behörden und andere gesetzlich zum Lesen des Blattes verpflichtete Institutionen.

Auch die amtlichen Bekanntmachungen als bezahlte Anzeigen können nicht bei irgend einem billigeren Konkurrenten aufgegeben werden. Es gibt sie nicht. Trotzdem ist die Existenz der ältesten Zeitung der Welt keineswegs für alle Zeiten gesichert. „Natürlich wird auch bei uns überlegt, ob man überhaupt noch auf Papier produzieren oder vielleicht ganz aufs Internet setzen soll“, berichtet Chefredakteur Holm. Schon jetzt hat ein mit dem Blatt verknüpfter Internetdienst namens „Pointlex“ wesentlich mehr an juristisch-redaktionellem Inhalt zu bieten als die ehrwürdige Papierausgabe.

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