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Kabel Deutschland in der Kritik ARD und ZDF kündigen Digital-Kabel-Vertrag

Rückschlag für die Verbreitung digitaler TV-Programme im Kabel: ARD und ZDF kündigten einen entsprechenden Vertrag mit der «Kabel Deutschland».

HB BERLIN. Die Verhandlungen von ARD und ZDF mit der Kabel Deutschland GmbH (KDG) zur Verbreitung der digitalen öffentlich-rechtlichen Angebote sind gescheitert. Beide öffentlich-rechtlichen Anstalten warfen KDG vor, den entstehenden Markt für digitale Kabelempfangsgeräte mit ihrer Geschäftspolitik zu behindern. Ein bestehender Vertrag aus dem Jahre 2003 zur digitalen Kabelweitersendung wurde demnach gekündigt, wie ARD und ZDF in einer gemeinsamen Erklärung mitteilten.

ARD-Chef Jobst Plog sprach von unfairen Rahmenbedingungen für den Endgerätemarkt, die keine angemessene Darstellung und Entwicklung der öffentlich-rechtlichen Digitalangebote in den Kabelnetzen der KDG zuließen. Die ARD stehe aber hinter dem Ziel der Digitalisierung der Verbreitungswege, betonte er. Dies schließe auch die auf der Multimedia Home Platform (MHP) basierenden multimedialen und interaktiven Zusatzangebote ein.

ZDF-Intendant Markus Schächter bedauerte das Scheitern der Verhandlungen. Zugleich forderte er die KDG auf, im Interesse der Fernsehzuschauer zu handeln. «Es kann nicht sein, dass die Kabelnetzbetreiber den Zuschauern vorschreiben, welche Programme sie in welcher Zusammenstellung sehen können», kritisierte Schächter.

Insbesondere die seitens der KDG geplante Vergabe von Gütesiegeln ausschließlich an Pay-TV-taugliche Endgeräte bedeutet aus Sicht von ARD und ZDF eine Behinderung des entstehenden Marktes für digitale Kabelempfangsgeräte. Strittig blieb daneben die Entwicklung von MHP in den Kabelnetzen.

Darüber hinaus wurde keine Verständigung zu einer diskriminierungsfreien Abbildung der öffentlich-rechtlichen Free-TV- Angebote in der elektronischen Programmübersicht der KDG erreicht. Dieser so genannte Navigator dient der Orientierung der Zuschauer über das Gesamtangebot im Kabel.

Die digitalen Programm-Bouquets «ARD digital» und «ZDFvision» mit allen öffentlich-rechtlichen Programmen sowie den digitalen Zusatzangeboten werden seit 1997 in den Kabelnetzen verbreitet.

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