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Kabelnetzbetreiber Milliardenübernahme: Telekomkonzern Sunrise kauft UPC Schweiz

Großfusion auf dem Telekom-Markt: Sunrise will UPC Schweiz übernehmen und bezahlt dafür 6,3 Milliarden Schweizer Franken (5,5 Milliarden Euro).
Update: 28.02.2019 - 02:12 Uhr Kommentieren
Der Kabelnetzbetreiber gehört bislang noch zu Liberty Global. Quelle: Reuters
UPC-Logo

Der Kabelnetzbetreiber gehört bislang noch zu Liberty Global.

(Foto: Reuters)

Zürich Telekomanbieter Sunrise übernimmt den Kabelnetzbetreiber UPC Schweiz und bezahlt dafür 6,3 Milliarden Schweizer Franken (rund 5,5 Milliarden Euro). Damit solle ein stärkerer und konvergenter Herausforderer im schweizerischen Markt geschaffen werden, teilten die beiden Unternehmen am Mittwochabend mit. Man habe sich auf den Deal verständigt.

Sunrise will den Zukauf mit 2,6 Milliarden Franken in bar finanzieren und übernimmt UPC-Schulden in Höhe von 3,6 Milliarden Franken. Die Übernahmeverhandlungen hatte Sunrise bestätigt.

Der Deal soll laut den Angaben im zweiten Halbjahr 2019 abgeschlossen werden. Die Zustimmung durch die Wettbewerbsbehörden werde im zweiten oder dritten Quartal 2019 erwartet.

Bei der Übernahme hat auch größte Sunrise-Aktionär Freenet ein gewichtiges Wörtchen mitzureden, der knapp ein Viertel der Aktien kontrolliert. Über Zusammenschlüsse am Schweizer Telekommarkt wird seit Jahren spekuliert.

Der Käufer verspricht sich von dem Deal Synergien bei Kosten und Investitionen von jährlich 190 Millionen Franken ab dem dritten Jahr nach Transaktionsabschluss. Der Barwert dieser Synergien betrage nach Abzug der Integrationskosten rund 2,4 Milliarden Franken.

Mit Sunrise und UPC Schweiz kommen zwei Unternehmen zusammen, die sich bis zu einem gewissen Grad ergänzen. Sunrise ist im Mobilfunk stark, UPC im Internet- und TV-Geschäft. Bislang war UPC Schweiz im Besitz des US-Konzerns Liberty-Global.

Sunrise versicherte seinen Aktionären im Vorfeld, an einer umsichtigen Kapitalstruktur und der bestehenden Dividendenpolitik festhalten zu wollen. Mit der Fusion von Sunrise und UPC entsteht ein Anbieter, der dem immer noch deutlich größeren Marktführer Swisscom besser Paroli bieten kann. Ein Zusammenschluss ist in fast allen Punkten von Vorteil für die Sunrise-Aktionäre, erklärte Bank-Vontobel-Analyst Panagiotis Spiliopoulos.

Die im Staatsbesitz stehenden Swisscom kontrolliert der Aufsichtsbehörde ComCom zufolge 58 Prozent des Mobilfunkmarkts, gefolgt von Sunrise mit 25 Prozent und der vom französischen Unternehmer Xavier Niel kontrollierten Firma Salt mit 17 Prozent.

Mit einer Übernahme von UPC wird Sunrise vor allem im Breitband- und Festnetzgeschäft Boden auf Swisscom gutmachen, die dort auf 50 Prozent Marktanteil kommt. Auf Sunrise und UPC entfallen zehn beziehungsweise 19 Prozent.

Einblick in die Geschäftsentwicklung will Sunrise am Donnerstag geben, wenn die Bilanz für 2018 veröffentlicht wird.

Mehr: Die Schweiz macht vor, wie der 5G-Ausbau richtig geht. Das Nachbarland wird zum Vorbild beim Echtzeitmobilfunk. Nach der erfolgreichen Auktion sollen bis Jahresende die ersten Städte erschlossen werden.

  • rtr
  • dpa
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